Thurgauer: Orlik und Schlegel mit Reaktion
2. Gang – Nachdem er dem König im 1. Gang einen Gestellten abgetrotzt hat, macht Domenic Schneider nun kurzen Prozess. Mit dem ersten Angriff legt er Thomas Wild aufs Kreuz. Dafür gibts die Maximalnote. Die holt sich auch sein Bruder Mario Schneider gegen Niklas Frauenfelder.
Werner Schlegel ist nach der Auftaktniederlage gefordert. Er löst die Aufgabe Kilian Kolb – ist allerdings nicht ganz zufrieden. In der Bodenarbeit will er ihn noch einmal hochheben für die Maximalnote. Doch dann bricht der Widerstand plötzlich und er bekommt das Resultat. Für die Maximalnote reichts so aber nicht. Die holt sich anschliessend Damian Ott. Er gibt sich gegen Lukas Krähenbühl keine Blösse. Gleiches gilt für Samuel Giger, der mit einem explosiven Kurz gegen Janosch Kobler zum zweiten Sieg kommt.
Armon Orlik geht gegen Marco Oettli sofort in die Offensive. Kaum hat der Kampf begonnen, sind die beiden am Boden. Orlik hat seinen Gegner im Griff, Oettli hält sich allerdings am Fuss des Königs fest, damit ihn dieser nicht für den Plattwurf hochheben kann. Er wehrt sich ziemlich lange, hat am Ende aber dennoch das Nachsehen. Oettli landet platt auf dem Rücken.
Solothurner: Spitzenpaarungen 2. Gang
Adrian Odermatt – Simon Stoll
Marius Frank – Jonas Wüthrich
Sinisha Lüscher – Dominik Schwegler
Jonas Odermatt – Tiago Vieira
Nick Alpiger – Jonas Glutz
Emmentalisches: Topfavorit stellt zum Auftakt
1. Gang – Matthias Aeschbacher, der das Emmentalische 2022 gewonnen hat, gerät schon früh in Bedrängnis. Den ersten gefährlichen Angriff kann er noch abwehren, sich erfolgreich am Boden befreien. Wenig später gelingt das nicht mehr. Mit einem Hüfter greift Matthieu Burger an und legt den Routinier platt aufs Kreuz.
Anschliessend ist nur noch eine Spitzenpaarung offen. Topfavorit Michael Moser greift mit Curdin Orlik zusammen. Egal, was der 20-jährige Neu-Eidgenosse probiert, Orlik wehrt ab. Vor allem gegen Ende des Duells passiert nicht mehr viel. Die logische Konsequenz? Der Gang endet gestellt.
Thurgauer: Spitzenpaarungen 2. Gang
Kilian Kolb – Werner Schlegel
Domenic Schneider – Thomas Wild
Lukas Krähenbühl – Damian Ott
Samuel Giger – Janosch Kobler
Marco Oettli – Armon Orlik
Emmentalisches: Walther in letzter Minute
1. Gang – Konrad Steffen ist der erste Eidgenosse, der in Oberdiessbach zur Tat schreitet. Er greift mit Simon Graf zusammen. Die beiden zeigen einen unterhaltsamen Gang – einen Sieger gibts allerdings nicht. Weil beide viel machen, werden sie jeweils mit Note 9,00 belohnt. Auch der zweite Eidgenosse im Einsatz siegt nicht. Im Gegenteil. Lukas Tschumi wird von Ivan Thöni aufs Kreuz gelegt. Besser machts anschliessend Adrian Klossner, der das Duell mit Sandro Galli für sich entscheidet. Patrick Schenk hingegen beisst sich an Silvan Trittibach die Zähne aus. Auch er kommt nicht über einen Gestellten hinaus. Gleiches gilt für das Duell Reto Thöni gegen Etienne Burger.
Danach ist die Reihe an Fabio Hiltbrunner. Der Sieger des Jubiläumsschwingfestes gibt nach langer Verletzungspause sein Comeback. Und hat gegen Routinier Bernhard Kämpf das Nachsehen. Mit einem Fussstich setzt er die Grundlage für den entscheidenden Angriff. Adrian Walther gehört zu den Favoriten auf den Festsieg. Gegen Dominik Gasser muss er bis in die letzte Minute kämpfen. Erst als die letzte Minute läuft, kann er ihn im Bodenkampf bezwingen.
Solothurner: Lüscher und Alpiger starten siegreich
1. Gang – Lars Voggensperger hat letzte Woche am Ob- und Nidwaldner Kantonalen den Kranz gewonnen. Er startet gegen Pascal Joho ins Fest. Und beisst sich an ihm die Zähne aus. Das Erfolgsrezept findet er nicht, aber weil beide einiges bieten, werden sie jeweils mit Note 9,00 belohnt. Ebenfalls nicht über einen Gestellten hinaus kommt Adrian Odermatt. Er muss im Eidgenossen-Duell Tim Roth stehen lassen. Beeindruckend lanciert hingegen Sinisha Lüscher das Fest. Am Boden setzt der Neu-Eidgenosse nach und setzt sich gegen Sascha Streich durch. Auch der zweite Favorit startet siegreich. Nick Alpiger lässt sich gegen Marius Frank die Maximalnote notieren.
Thurgauer: Giger gelingt Revanche – König beisst sich Zähne aus
1. Gang – Damian Ott löst seine erste Aufgabe mit Bravour. Innert kürzester Zeit legt er Mario Schneider auf den Rücken. Dann folgt das Duell, welches Spannung garantiert. Samuel Giger und Werner Schlegel greifen für die Neuauflage des letzten ESAF-Schlussgangs zusammen. Obs dieses Mal einen Sieger gibt? In Mollis haben die beiden gestellt. Schlegel legt los wie die Feuerwehr, greift sofort an. Giger wehrt erfolgreich ab. Danach probierts Schlegel immer mal wieder mit Kurz – erfolglos. Kurz bevor die letzte Minute anbricht, kommt die nächste Offensivaktion von Schlegel. Giger kontert, nagelt ihn zunächst am Boden fest und kann ihn mit Nachdrücken auf den Rücken legen.
Anschliessend schreitet der König ein erstes Mal bei einem Kranzfest zur Tat. Und für Armon Orlik gibts gleich eine kleine Flugstunde. Mit dem ersten Zug hebt ihn Domenic Schneider hoch. Gefährlich wird die Aktion anschliessend aber nicht. Aber Schneider versteckt sich auch in der Folge nicht, setzt immer wieder Nadelstiche, zieht immer wieder an. Nur richtig gefährlich wirds nie. So gibts am Ende einen Gestellten.
Thurgauer: Eidgenosse mit Trage abtransportiert
1. Gang – Knapp zwei Minuten ist das Duell Andrin Habegger gegen Jeremy Vollenweider alt, als es zu einem Unterbruch kommt. Vollenweider bricht den Bodenkampf ab und windet sich unter Schmerzen im Sägemehl. Was genau passiert ist, erkennt man auf den TV-Bildern nicht. Aber es sieht gar nicht gut aus. Vollenweider, der seit letztem August Eidgenosse ist, macht keine Anstalten, aufzustehen. Sanitäter eilen herbei, kümmern sich um ihn. Das Knie scheint das Problem zu sein, mit einer Trage wird Vollenweider abtransportiert. Die Zuschauer spenden aufmunternden Applaus.
Thurgauer: Kindlimann landet auf dem Rücken
1. Gang – Das Duell Andy Signer gegen Janos Bachmann startet ausgeglichen. Beide versuchen Nadelstiche zu setzen, erfolgreich sind sie damit nicht. Auch in der Folge neutralisieren sie sich über weite Strecken. Bis kurz vor Schluss doch noch eine Entscheidung fällt. Mit einer schnellen Reaktion am Boden dreht Signer seinen Gegner auf den Rücken. Davor hat es auf dem Platz mehrere Gestellte gegeben, unter anderem zwischen Patrik Feldmann und Lars Rotach, Michael Bernold und Silvio Oettli sowie Ramon Betschart und Sales Tschudi. Mit der Maximalnote haben hingegen Elias Kundert (gegen Tobias Schönenberger) und Aron Kiser (gegen Fabian Bärtsch) das Fest lanciert.
Fabian Kindlimann gehört zu den Schwingern, die selten verlieren. Gegen This Kolb gerät er aber schnell in die Defensive. Er wird auf dem Boden festgenagelt – allerdings auf dem Bauch liegend. Kolb sucht den Münger Murks, will Kindlimann so auf den Rücken drehen. Und schafft das tatsächlich. Nach der Niederlage hält sich Kindlimann das Knie, humpelt aus dem Sägemehl. Hoffentlich hat er sich nicht verletzt.
Anschwingen
Beim Thurgauer Kantonalen sowie dem Emmentalischen beginnt der 1. Gang um 8 Uhr. Etwas später gehts beim Solothurner Kantonalen zur Sache, dort ist um 8.30 Uhr Zeit fürs Anschwingen.