Noch in der Arena von Mollis GL überkommen Armon Orlik die Emotionen. Er, der vorher über zwei Tage pure Stärke demonstriert hat, kann plötzlich die Tränen nicht mehr zurückhalten.
«Wenn man in dem Moment vor den Tribünen steht, kann man den Fans nochmals zuwinken. Zum ersten mal konnte ich es da so richtig geniessen», erklärt Orlik den Ausbruch der Gefühle in der Pressekonferenz kurz nach 21 Uhr am Sonntagabend. «Die Anspannung ist plötzlich weg und dann kommt halt alles zusammen.»
Im PK-Raum des ESAF sind die Tränen dann schon wieder weit weg. Orlik ist wieder «der Alte» – ruhig und gefasst. Doch er lässt bei der Frage dann doch tiefer blicken. Und es zeigt sich: Immer war der 30-jährige Bündner in der entscheidenden Phase nicht die Ruhe selbst. Zum Beispiel in dem Moment, als ihm mitgeteilt wurde, dass nicht er, sondern Werner Schlegel und Samuel Giger im Schlussgang stehen würden. «Da brach für mich eine Welt zusammen», sagt Orlik. «Mir wurde gesagt, dass Werner Schlegel das bessere Notenblatt gehabt habe und Samuel Giger aufgrund eines Mehrheitsentscheids in den Schlussgang gewählt worden sei.»
«Ich will meinen Titel verteidigen»
Zwar waren Orliks Königs-Träume damit nicht zerplatzt, aber er wusste, dass er die Entscheidung nicht mehr nur in den eigenen Händen und Füssen hatte. Mit den 10 Punkten in seinem letzten Duell gegen Pirmin Reichmuth erledigte er seine Aufgabe mit Bravour. Und der Rest ist mittlerweile Schwing-Geschichte: Weil Giger und Schlegel stellten, jubelte am Ende Orlik über den ganz grossen Coup.
Noch bei der anschliessenden Siegerehrung durfte Orlik mit dem Siegermuni Zibu posieren. Doch übernehmen will der neue Schwingerkönig das Tier nicht, wie er an der PK weiter erklärt. «Ich nehme den Gegenwert.» Dieser beläuft sich immerhin auf rund 30'000 Schweizer Franken. Damit kann der Bauingenieur vermutlich mehr anfangen als mit dem Stier.
Zum Abschluss der Medienrunde blickt Orlik dann auch schon in die Zukunft. Allfällige Spekulationen über ein Karriereende fegt er ohne zu zögern weg. «Ich habe vor, meinen Titel zu verteidigen», so Orlik mit einem Schmunzeln. Zuerst aber darf gefeiert werden. Gut möglich, dass dann die grossen Emotionen nochmals kommen.
Mollis 2025: Armon Orlik
Pratteln 2022: Joel Wicki
Zug 2019: Christian Stucki
Estavayer 2016: Matthias Glarner
Burgdorf 2013: Matthias Sempach
Frauenfeld 2010: Kilian Wenger
Aarau 2007: Jörg Abderhalden
Luzern 2004: Jörg Abderhalden
Nyon 2001: Arnold Forrer
Bern 1998: Jörg Abderhalden
Chur 1995: Thomas Sutter
Olten 1992: Silvio Rüfenacht
Stans 1989: Adrian Käser
Sion 1986: Heinrich Knüsel
Langenthal 1983: Ernst Schläpfer
Mollis 2025: Armon Orlik
Pratteln 2022: Joel Wicki
Zug 2019: Christian Stucki
Estavayer 2016: Matthias Glarner
Burgdorf 2013: Matthias Sempach
Frauenfeld 2010: Kilian Wenger
Aarau 2007: Jörg Abderhalden
Luzern 2004: Jörg Abderhalden
Nyon 2001: Arnold Forrer
Bern 1998: Jörg Abderhalden
Chur 1995: Thomas Sutter
Olten 1992: Silvio Rüfenacht
Stans 1989: Adrian Käser
Sion 1986: Heinrich Knüsel
Langenthal 1983: Ernst Schläpfer
Hier gibts die PK von Armon Orlik zum Nachlesen:
Und damit endet die PK mit dem frisch gebackenen Schwingerkönig Armon Orlik. Vielen Dank fürs Mitlesen!
Zum Abschluss ergreift OK-Präsident Jakob Kamm nochmals das Wort: «Wenn man durch das Gelände gelaufen ist, hat man so viele Personen angetroffen, die sich einfach mal bedanken wollten für diesen Anlass und für die Arbeit von allen Helfern. Wir haben unser Ziel erreicht!
Bezüglich Zukunftspläne wird der 30-jährige Orlik deutlich: «Ich habe auf jeden Fall vor, meinen Titel beim nächsten ESAF zu verteidigen.» Gedanken an ein Karriereende scheinen bei Orlik also keine vorhanden zu sein.
Orlik weiter: «Ich habe das Gefühl, dass es einfacher gewesen wäre, im Schlussgang zu stehen. So dachte man immer darüber nach, was alles passieren kann und was geschehen muss, damits für mich reicht. Aber jetzt ists auch so aufgegangen.»
Auf die Frage, ob er denn überhaupt von diesem ESAF-Triumph geträumt habe, sagt Orlik: «Das ist Bestandteil des Trainings, um überhaupt die Kraft für alles zu schöpfen.»
Mit seinem Bruder Curdin, der für den Berner Teilverband antritt, habe Armon Orlik während des Schwingfests keinen Kontakt gehabt. «Natürlich hätte ich ihm auch den Einzug in den Schlussgang gewünscht, aber da sind ein bisschen zwei Welten aufeinander getroffen.»
Wie sieht der Abend jetzt aus für den neuen Schwingerkönig? Orlik: «Mal schauen, ob ich's noch an einen Essensstand schaffe. Aber eigentlich will ich dann mit den anderen Schwingern anstossen.»
Orlik erklärt, wieso er bei seiner Siegerehrung die Tränen nicht ganz zurückhalten konnte: «In der Arena kannst du den Fans nochmals zuwinken und ab da kann man es richtig geniessen. Die Anspannung ist weg und es kommt halt alles zusammen.»
Als Schwingerkönig erhält Armon Orlik nicht nur viel Ehre, sondern auch den Siegermuni Zibu – wenn er denn will. Orlik erklärt aber: «Ich nehme den Gegenwert.». Dieser beläuft sich auf rund 30'000 Franken.
Orlik darüber, wie ihm erklärt wurde, dass er nicht im Schlussgang steht: «Mir wurde gesagt, dass Werner Schlegel das bessere Notenblatt gehabt habe und Samuel Giger sei aufgrund eines Mehrheitsentscheids in den Schlussgang gewählt worden.»
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