Nach den heftigen Turbulenzen rund um die Entlassung von Headcoach Patrick Fischer letzte Woche, war man gespannt wie das Publikum beim ersten Länderspiel auf Schweizer Boden auf die Nati reagiert. Aber wer Spruchbänder a là «Free Fischer» oder Sprechchöre in dieser Richtung erwartet hatte, sah sich getäuscht. Da lief gar nichts.
Dass die Bieler Eishalle mit 2806 Zuschauern halb leer war, lässt sich ebenfalls nicht als stiller Protest interpretieren. Denn ein Testländerspiel noch ohne NHL-Spieler gegen Ungarn ist in einem Stadion, in dem während der Saison auch National-League-Hockey geboten wird, so oder so nicht der ultimative Gassenhauer.
Letztes Jahr an der WM in Herning (Dä) wurde dieser Gegner auf dem Weg zu WM-Silber mit einem Stängeli (10:0) abgefertigt. Legende Andres Ambühl realisierte einen Hattrick, mit Dominik Egli, Tim Berni, Ken Jäger, Gregory Hofmann und Nicolas Baechler stehen fünf Spieler in der Aufstellung, die auch damals mit von der Partie waren. Ein Stängeli gibt es dieses Mal nicht gerade, aber dennoch einen klaren 6:1-Sieg – Egli und Jäger gehören dabei zu den Klassenbesten.
Entschieden ist die Partie bereits nach 9 Minuten, denn zu diesem Zeitpunkt führen die Schweizer schon mit 3:0. Sie können es sich dann auch leisten, etwas nachlässiger zu werden, ohne dass dies gegen diesen bescheidenen Kontrahenten ernsthafte Konsequenzen hat. Vor allem fällt aber auf, dass die Körpersprache wieder viel positiver ist als noch noch letzte Woche in den beiden Spielen gegen die Slowakei, unmittelbar nach der Entlassung von Fischer.
Dessen Nachfolger Jan Cadieux fährt in seinem dritten Länderspiel seinen zweiten Sieg ein. Die Erkenntnisse, die der neue Schweizer Nati-Trainer für seinen zu bestimmenden WM-Kader mitnehmen kann, werden nach dieser Partie nicht riesig sein. Aber immerhin kann er gegen einen WM-Gegner proben, denn gegen Ungarn bestreitet die Schweiz am 23. Mai in Zürich sein zweitletztes Gruppenspiel. Zunächst geht es aber am Freitag nochmals gegen die Magyaren, nochmals in Biel. Es ist das letzte WM-Vorbereitungsspiel auf Schweizer Boden.
Nach dem Spiel verkündet Trainer Cadieux im Gespräch mit Blick gute Neuigkeiten. Die angeschlagenen Tylor Moy (Lakers) und Damien Riat (Lausanne) sollen nächste Woche ins Nati-Camp einrücken. Sollten beide fit werden, haben sie gute Chancen auf die Heim-WM. Moy war im vergangenen Jahr der beste Schweizer Skorer, Riat war zuletzt sowohl bei Olympia, wie auch bei der WM in Herning mit dabei.
Tore: 1. Herzog 1:0. 5. Baechler (Aebischer) 2:0. 9. Jäger (Scherwey, Berni) 3:0. 15. Sofron (Sarpatki) 3:1. 29. Senteler (Egli) 4:1. 39. Le Coultre (Rochette, Egli/PP) 5:1. 49. Loeffel (Hofmann, Geisser) 6:1.
Fans: 2806
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Österreich | 0 | 0 | 0 | |
1 | Finnland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Deutschland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Großbritannien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Ungarn | 0 | 0 | 0 | |
1 | Lettland | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweiz | 0 | 0 | 0 | |
1 | USA | 0 | 0 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 0 | 0 | 0 | |
1 | Tschechische Republik | 0 | 0 | 0 | |
1 | Dänemark | 0 | 0 | 0 | |
1 | Italien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Norwegen | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowakei | 0 | 0 | 0 | |
1 | Slowenien | 0 | 0 | 0 | |
1 | Schweden | 0 | 0 | 0 |

