Ärgerlicher Zwischenfall: Vingegaard bleibt zwischen Töff und Tourwagen hängen(00:31)

Trotz Töffpanne
Vingegaard gelingt Vorentscheidung in Königsetappe

Dominator Jonas Vingegaard entscheidet die Tour de France in der Königsetappe. Auch ein Malheur mit einem Begleitmotorrad kann ihn nicht aufhalten. Der Tagessieg geht an den Österreicher Felix Gall.
Publiziert: 19.07.2023 um 18:41 Uhr
1/5
Jonas Vingegaard gelingt in der Königsetappe der Tour de France die Vorentscheidung im Gesamtklassement.

Im Kampf um den Gesamtsieg an der 110. Frankreich-Rundfahrt ist in der Königsetappe wohl die Entscheidung gefallen. Während Leader Jonas Vingegaard am Tag nach seinem überragenden Sieg im Zeitfahren erneut souverän bleibt, zieht sein grosser Rivale Tadej Pogacar einen schwarzen Tag ein. Nach einem frühen Sturz in der Etappe bricht der Slowene im letzten, happigen Anstieg des Tages zum Col de la Loze komplett ein.

Bis ins Ziel büsst Pogacar fast sechs Minuten auf Vingegaard ein, der die brutale Etappe mit 5400 Höhenmetern und vier Bergen als Tages-Vierter beendet. Damit führt der dänische Vorjahressieger in der Gesamtwertung bei noch einer ausstehenden Bergetappe vom Samstag mit 7:35 Minuten Vorsprung auf Pogacar. Wohl nur noch ein Sturz oder eine Krankheit kann Vingegaard seinen zweiten Tour-Sieg kosten.

Auch in dieser Etappe kommt es, wie so oft schon an dieser Tour, zu einem Aufreger auf der Strecke. Acht Kilometer vor Schluss wird Vingegaard durch eine Panne an einem Begleitmotorrad aufgehalten. Ein Malheur, welches den Dänen zwar ein paar Sekunden kostet, aufgrund seiner grossen Dominanz aber keine sportlichen Folgen hat.

Gall feiert Etappensieg

Als Tagessieger lässt sich am Mittwoch der Österreicher Felix Gall feiern. Der 25-jährige Osttiroler, vor Monatsfrist in Leukerbad bereits Etappensieger an der Tour de Suisse, begibt sich früh zusammen mit dem Thurgauer Stefan Küng in eine rund 30-köpfige Ausreissergruppe. Auch die im Gesamtklassement unmittelbar vor Gall klassierten Pello Bilbao (7.), Simon Yates (9.) und David Gaudu (9.) sind Teil dieser stark besetzten Gruppe.

Diese startet personell um die Hälfte dezimiert – Küng muss wie der Bergpreisleader Giulio Ciccone am letzten Berg des Tages früh abreissen lassen –, aber mit einem Vorsprung von etwa zweieinhalb Minuten auf die Gruppe um Vingegaard und Pogacar in den 28,1 km langen, gefürchteten Anstieg zum Col de la Loze. 13 km vor dem Ziel setzt Gall die entscheidende Attacke und erreicht das Ziel solo, 34 Sekunden vor dem Briten Simon Yates und 1:38 Minuten vor Pello Bilbao. Damit macht Gall in der Gesamtwertung einen Sprung von Platz 10 auf 8.

Nach den happigen Tagen in den Alpen können die Radprofis vor der letzten Bergetappe vom Samstag etwas durchschnaufen. Die nächsten zwei Etappen sind konzipiert für Sprinter oder Ausreisser. Das 18. Teilstück vom Donnerstag führt von Moûtiers nach Bourg-en-Bresse über grösstenteils flache 184,9 km und eröffnet dem belgischen Sprintkönig Jasper Philipsen die Chance zum fünften Tagessieg an dieser Tour. (SDA/bjl)

Werbung
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Fehler gefunden? Jetzt melden
Alle Kommentare