Das Schweizer Nationalteam gewinnt bei den Bahnrad-Europameisterschaften im türkischen Konya in der Mannschaftsverfolgung die Silbermedaille. Noah Bögli, Luca Bühlmann, Mats Poot und Alex Vogel müssen sich erst im Final dem Team aus Dänemark um etwas mehr als viereinhalb Sekunden geschlagen geben.
Dennoch stösst das Quartett in neue Dimensionen vor. In der Hauptrunde am Mittag – anstelle von Luca Bühlmann kommt Pascal Tappeiner zum Einsatz – legen die Schweizer die 4000 Meter in 3:44,754 Minuten zurück und verbessern damit den erst tags zuvor in der Qualifikation aufgestellten nationalen Rekord um rund 1,9 Sekunden. Mit dieser Zeit bezwingen sie die höher eingestuften Briten. Im Finale erreichen sie eine Zeit von 3:47,033 Minuten. Die Dänen haben in der Hauptrunde den Weltrekord auf 3:39,977 Minuten gesenkt.
Der Männer-Vierer holt damit zum zweiten Mal in Folge eine EM-Medaille. Vor Jahresfrist gewannen die Schweizer in Zolder in der Zeit von 3:53,467 Minuten Bronze. Bei ihrem Landesrekord in Konya sind sie nun fast zehn Sekunden schneller.
Auch die Frauen mit gutem Resultat
Auch die Schweizer Frauen bieten in der Türkei eine sehr gute Vorstellung und klassieren sich auf Rang 5. Michelle Andres, Lorena Leu, Jasmin Liechti und Aline Seitz setzen sich in der Hauptrunde gegen Belgien durch. Sie benötigen für die 16 Runden 4:12,094 Minuten und verbessern damit den am Vortag in der Qualifikation erzielten Schweizer Rekord um 2,9 Sekunden. Von der Teilnahme am kleinen Final trennen das Quartett nur 2,5 Sekunden.
Lorena Leu steht zudem im Ausscheidungsrennen im Einsatz. Die 21-jährige Urnerin beendet den von der zweimaligen Strassenweltmeisterin Lotte Kopecky aus Belgien gewonnenen Wettkampf auf Platz 6.