Wie genau es zum Sturz kommt, ist auf den TV-Bildern nicht ersichtlich. Was aber klar ist: Radprofi Michael Gogl hat auf der 4. Etappe der Fernfahrt Tirreno-Adriatico in Italien viel Glück im Unglück. Der Österreicher in Diensten des Alpecin-Premier Tech-Teams wird rund 30 Kilometer vor dem Ziel beinahe von einem Begleit-Motorrad überfahren, wie Zeitlupen-Aufnahmen des Vorfalls zeigen.
Überhaupt zu Fall gekommen sein soll Gogl wegen desselben Motorrads: Gemäss übereinstimmenden Medienberichten hat dieses den 32-Jährigen mit zu geringem Abstand überholt und so dessen Lenker touchiert – Gogl konnte den Sturz im Anschluss nicht mehr verhindern.
Im Nachgang bleibt er etwas benommen liegen, kann das Rennen aber fortsetzen und erreicht das Ziel in Martinsicuro an der Adria-Küste schliesslich mit einer knappen Viertelstunde Rückstand auf den Tagesschnellsten. Und dieser ist ausgerechnet ein Alpecin-Teamkollege: Mathieu van der Poel setzt sich nach 213 hügeligen Kilometern im Sprint einer kleinen Gruppe vor Giulio Pellizzari durch. Der Italiener übernimmt dank der Zeitbonifikationen für Etappenrang zwei das Leadertrikot.
Der Schweizer Jan Christen fährt mit acht Sekunden Rückstand auf Rang 14.