Diese neun selektionierten Athleten werden für die Schweiz in den Sportarten Ski alpin, Snowboard, Langlauf und Biathlon am Start sein. «Wir sind in vier von sechs Sportarten vertreten und haben ein starkes Team aus erfahrenen Athleten und Erst-Teilnehmern», sagt Tom Reulein, der Schweizer Chef de Mission für Mailand-Cortina 2026. «Die Athleten befinden sich aktuell an ihrem Leistungshöhepunkt. Da haben die Trainer exzellente Arbeit geleistet», so Reulein nach der Selektion.
Das Ziel ist klar: Besser abschneiden als in Peking 2022, wo einzig Théo Gmür der Schweiz eine Bronzemedaille sicherte. «Dieses Mal setzen wir uns drei Medaillen zum Ziel. Wir hatten viele Podestplätze im Weltcup in dieser Saison und es liegt natürlich in der DNA des Spitzensports, dass man immer besser abschneiden will.»
Cuche gilt als Medaillenhoffnung
Wo die Schweiz die besten Chancen auf Medaillen hat? Im Ski alpin und im Snowboard. Robin Cuche ist der vielversprechendste Medaillenanwärter. Der Neuenburger Skifahrer, der in allen fünf Disziplinen startet, stand in diesem Winter sechs Mal zuoberst auf dem Podest, die Abfahrt gehört zu seiner Paradedisziplin. Paralympics-Medaille hat er bisher keine gewonnen, sein Ziel ist also gesetzt.
«Auch Théo Gmür war in dieser Saison unter den Top fünf. Und er ist der einzige Medaillengewinner der letzten beiden Paralympics», so Reulein. Ebenfalls in der stehenden Wettkampfklasse antreten werden der Emerick Sierro und Ueli Rotach. Die Rollstuhlathleten Christophe Damas und Pascal Christen fahren im Monoskibob um Top-Platzierungen.
Im Rollstuhl-Curling die Quali verpasst
Im Snowboard ruhen die Hoffnungen auf dem Emmentaler Aron Fahrni, der in dieser Saison im Banked Slalom und im Snowboard Cross insgesamt fünf Siege herausfuhr und die grosse Kristallkugel holte. Auch Fabrice von Grünigen überraschte mit einem ersten Weltcupsieg Anfang Februar. Beide treten in Cortina im Snowboard Cross und im Banked Slalom an.
Erstmals seit Vancouver 2010 startet die Schweiz an den Paralympics wieder im Biathlon. Der Engadiner Luca Tavasci hat neben der Selektion im Langlauf auch die Qualifikation im Biathlon geschafft. Viele Para-Langläufer starten in beiden Sportarten. «Die Chancen auf eine gute Platzierung im Biathlon stehen genauso gut wie im Langlauf», so Reulein. Im Langlauf strebt Luca Tavasci ein Top-10-Resultat an.
Neben den neun Athleten fehlt ein Name im Aufgebot: Romy Tschopp. Die Baselbieter Snowboarderin kann wegen ihrer Schulterverletzung nicht teilnehmen, wie Swiss Paralympic bereits am Dienstag bekannt gab. Auch im Rollstuhl-Curling hat sich die Schweiz, anders als noch vor vier Jahren, nicht qualifiziert. Für die nächsten Paralympics habe man aber bereits Pläne, sagt Reulein.