Fanny Smith machts wie Camille Rast! Wie die Slalomfahrerin ärgert sich auch die Skicrosserin über den ihrer Meinung nach zu einfachen Olympia-Hang – und holt trotz der Kritik olympisches Edelmetall! Es ist bereits das 15. für die Schweiz an diesen Winterspielen.
Für Smith ist es nach Bronze in Pyeongchang 2018 und Peking 2022 die dritte Medaille, erstmals in silberner Ausgabe. Dass es nicht Gold ist, liegt an der Deutschen Daniela Maier, die sich im Final sowohl gegen die Angriffe von Smith als auch gegen jene von Saison-Dominatorin Sandra Näslund behauptet hat. Die Schwedin muss sich mit Bronze begnügen.
Das Pikante daran: 2022 teilten sich Maier und Smith noch Olympia-Bronze, allerdings erst nach einem ausgedehnten Rechtstreit. Erst war Smith die Medaille von der Rennjury vor Ort genommen worden. Man hatte geurteilt, Smith hätte Maier behindert. Als dem Rekurs der Schweizerin stattgegeben wurde, fühlte sich dann aber Maier hintergangen. Schliesslich urteilte der internationale Sportgerichtshof in Lausanne, dass beide Athletinnen ihre Medaille behalten dürfen.
Bitteres Aus für Gantenbein
Dieses Mal gibts kein vergleichbares Drama. Auch wenn aus Schweizer Sicht das Aus von Talina Gantenbein äusserst bitter war. Im Halbfinal wird sie erst auf der Zielgerade von Marielle Berger Sabbatel überholt. Fast reflexartig versucht sie, diese mit ihrem Arm auszubremsen und wird dafür im Nachhinein auch von der Rennjury verwarnt.
Als Fünfte im Endklassement zeigt Gantenbein im kleinen Final allerdings nochmals, wie gut sie diese Strecke in Livigno im Griff hatte. Sixtine Cousin holt sich als Siebte ebenfalls ein olympisches Diplom. Saskja Lack, die vierte Schweizerin im Wettbewerb, ist bereits im Viertelfinal ausgeschieden. Sie hatte das Pech, an ihren beiden Teamkolleginnen (Gantenbein und Cousin) zu scheitern.
Das Rennen zum Nachlesen im Ticker