A.J. Hurt zählt zu den besseren Slalom-Fahrerinnen und sie ist bekannt für ihr hohes Risiko. Doch auch sie kann den grossen Vorsprung auf die Tschechin nicht ausbauen, bringt über dennoch über eine Sekunde an Polster ins Ziel.
Alli Nulmeyer hat nur ein kleines Polster auf die Tschechin und das ist im Mittelteil schon aufgebraucht. Die Kanadierin kommt danach ein wenig aus dem Rhythmus und deshalb kann sie die Bestmarke nicht knacken.
Für Tschechien 1 steht Martina Dubovska im Starthaus und auch sie hat einen deutlichen Vorsprung auf die Argentinierin. Sie leistet sich keine Fehler und ist mit 44,88 nochmal ein wenig schneller als die aktuell Führende.
Bruzzi Farriol bringt schon eine Sekunde Vorsprung auf die Tschechin mit und lässt den Ski gut laufen. Mit 45,03 Sekunden ist sie noch einmal deutlich schneller als Labastova und geht deutlich in Führung.
Für Tschechien 2 kann nun Labastova die erste Richtmarke für die Konkurrenz setzen. Nach 46,94 Sekunden ist die Tschechien im Ziel und kommt ohne grosse Schwierigkeiten durch den Lauf.
Es eröffnet Petra Vlhova, die nach einer schweren Knieverletzung ihr erstes Rennen bestreitet. Der Slalom auf der Tofana ist nicht besonders schwierig und die 59 Tore eher auf flachem Terrain zu befahren. Die Slowakin kommt gut in den Rhythmus und zeigt einige tolle Schwünge, doch im Mittelteil fädelt sie ein und ist draussen.
In fünf Minuten beginnt der Slalom in der Team-Kombination der Frauen in Cortina. Die Entscheidung um die Medaillen fällt dann in etwa einer Dreiviertelstunde.
Wie erwartet gehörten die schweizer Speed-Fahrerinnen nicht zu den Schnellsten, doch als Zwölfte und 13. ist für Camille Rast und Wendy Holdener noch eine Aufholjagd nach vorne möglich. Die starken Slalom-Fahrerinnen gehen beide mit einem Rückstand von knapp anderthalb Sekunden ins Rennen und müssen alles riskieren, um noch eine Chance auf das Podium zu haben. Als Mutmacher: An der WM vor einem Jahr fuhr Holdener mit ähnlicher Ausgangslage (und Gut-Behrami) als Partnerin, noch zu Silber.
Für Österreich lief der erste Teil am heutigen Tag schon richtig gut: Österreich 2 liegt nur sechs Hundertstel hinter Gold, Österreich 1 ist als Fünfter voll in Schlagdistanz und auch Österreich 3 hat nur eine Sekunde Rückstand auf die Spitze. Für die guten Slalom-Fahrerinnen Katharina Huber und Katharina Truppe ist also auf jeden Fall eine Medaille möglich.
Kira Weidle-Winkelmann zeigte bei schwieriger Sicht einen guten Abfahrtslauf und mit Rang sechs und 74 Hundertstelsekunden hinter der Spitze hat Emma Aicher beste Aussichten, mit einem guten Lauf noch die Medaillenränge zu attackieren. 47 Hundertstel muss die 22-Jährige dafür auf den dritten Platz aufholen.



