Beendet
Super G
Cortina d'Ampezzo
Cortina d'Ampezzo
1.
Federica Brignone
Federica Brignone1:23.41
2.
Romane Miradoli
Romane Miradoli+0.41
3.
Cornelia Hütter
Cornelia Hütter+0.52
11:35 Uhr
13:09 Uhr

Pech für Malorie Blanc

Etwas besser lief es für die Schweizerinnen, die immerhin drei ihrer vier Athletinnen ins Ziel bringen konnte. Malorie Blanc auf dem zehnten Platz lief dabei allerdings ihren Erwartungen hinterher, allerdings erwies sich die Startnummer eins auch nicht als Vor-, sondern eher als Nachteil. Zufrieden sein dürften derweil Corinne Suter mit Platz elf und Delia Dürrer auf der 17.

13:06 Uhr

DSV schaut in die Röhre

Mit 17 Ausfällen war es ein sehr sehr chaotischer Super G. Mitten drin im Chaos waren auch die beiden DSV-Starterinnen Kira Weide-Winkelmann und Emma Aicher. Beide schieden nach Fehlern im welligen und anspruchsvollen Mittelteil aus. Der Frust war natürlich dementsprechend gross, auch wenn das Duo in der Team-Kombi immerhin schon eine Medaille holte.

13:00 Uhr

Heimsieg!

Dass hier am Ende die italienische Nationalhymne gespielt wird, war durchaus zu vermuten. Dass diese allerdings zu Ehren von Federica Brignone ertönt, ist dann doch etwas überraschend, allerdings dennoch hochverdient. Brignone brachte den saubersten Lauf ins Ziel und hatte eine gute Mischung aus Mut und Kontrolle. Sie freut sich über Gold, während Romane Miradoli Silber mitnimmt. Bronze geht an die Österreicherin Cornelia Hütter.

12:36 Uhr

Die Top 30 sind im Ziel

Die besten 30 Fahrerinnen sind damit im Ziel, 13 stehen sind noch oben. Ganz offiziell gratulieren darf man Federica Brignone damit noch nicht, auch wenn sich an der Spitze im Normalfall nichts mehr tun wird. Sollte sich dennoch etwas spannendes ergeben, melden wir uns natürlich umgehend zurück!

12:36 Uhr

Rosa Pohjolainen (FIN)

Noch schlechter läuft es für die Finnin, die sich hier ganz am Ende des Feldes einsortiert. Und das mit über fünf Sekunden Rückstand.

12:34 Uhr

Julia Pleshkova (AIN)

Pleshkova hat vor allem im Mittelteil grosse Probleme und verliert massig Zeit. Nur Rang 18!

12:34 Uhr

Delia Durrer (SUI)

Nur knapp dahinter reiht sich nun Delia Durrer ein. Die junge Schweizerin hätte hier sicherlich einen Platz unter den ersten 15 und damit ein paar Platzierungspunkte gerne mitgenommen, doch am Ende waren 2,54 Sekunden ein wenig zu viel Rückstand.

12:31 Uhr

Elvedina Muzaferija (BOS)

Diesen Platz schnappt sich nun die Bosnierin, die sich mit knapp 2,5 Sekunden Rückstand knapp vor der polnischen Kollegin einsortiert.

12:30 Uhr

Maryina Gasienica-Daniel (POL)

Endlich mal wieder eine Zeit! Es ist zwar keine besonders gute und es ist auch für den Moment deutlich der letzte Platz für die Polin, doch aktuell reicht das sogar noch zu Platz 15.

12:28 Uhr

Valerie Grenier (CAN)

Das Chaos geht weiter! Auch Valerie Grenier scheidet hier vorzeitig aus. Der technisch anspruchsvolle Teil fordert hier ein Opfer nach dem anderen.

Schweizerinnen ohne Exploit im Super-G
Brignone schreibt Gold-Märchen nach schwerer Verletzung

Vor zehn Monaten hat sich Federica Brignone schwer verletzt – nun krönt sie sich im Super-G zur Olympiasiegerin. Die Schweizerinnen reden wie erwartet nicht um die Medaillen mit.
1/11
Federica Brignone jubelt nach ihrer starken Fahrt.
Foto: Sven Thomann

Die Medaillen

GOLD Federica Brignone (It) 1:23,41
SILBER Romane Miradoli (Fr) +0,41
BRONZE Cornelia Hütter (Ö) +0,52

Das Rennen

Um 11.42 Uhr gibts im Zielraum grossen Jubel. Der Grund: Federica Brignone pulverisiert die Bestzeit. Schreibt die Italienerin zehn Monate, nachdem sie sich das linke Bein zerfetzt hat, ihr persönliches Olympia-Märchen? Sie nimmt auf dem Leaderthron Platz und kann nur noch zuschauen, was die Konkurrenz macht. Eine Fahrerin nach der anderen beisst sich an Brignones Zeit die Zähne aus – oder schafft es gar nicht erst ins Ziel (siehe unten «Das gab zu reden»). Ihr am nächsten kommt Romane Miradoli – wirklich zittern muss Brignone aber auch während ihrer Fahrt nicht.

Und so schreibt Brignone tatsächlich ihr persönliches Olympia-Märchen – inklusive Happy End. Dabei musste sie wegen Schmerzen zuletzt noch das Training unter Tränen abbrechen. Und nach ihrer Verletzung im letzten April sprachen die Ärzte davon, dass sie erst in zwei Jahren wieder Skifahren würde. Zehn Monate später überstrahlt sie alle. Und gewinnt nach zweimal Bronze (2018 im Riesenslalom und 2022 in der Kombination) und einmal Silber (2022 im Riesenslalom) ihre erste Olympia-Goldmedaille. Eine Leistung, die auch Lindsey Vonn beeindruckt. Aus dem Spitalbett meldet sich die Amerikanerin auf Social Media. Und schreibt: «Glückwunsch, Fede! Was für ein unglaubliches Comeback!»

Externe Inhalte
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Über ihre erste Medaille bei einem Grossanlass darf sich Miradoli freuen. Die Französin hat es im Weltcup erst einmal aufs Podest geschafft – sie gewann 2022 einen Super-G. Nun gelingt ihr der grosse Coup. Komplettiert wird das Podest von Cornelia Hütter. «Die vierten und letzten Olympischen Spiele haben für mich mit der Abfahrt begonnen – und was soll ich sagen: Es war hart», schrieb sie nach der Abfahrt auf Instagram. «Zum vierten Mal bei einem Grossanlass Vierte zu werden, fühlt sich wie eine Achterbahnfahrt an.» Auch dieses Mal muss sie zittern. Am Ende reichts, um ihre Olympia-Karriere versöhnlich zu beenden. Derweil ist ihre Teamkollegin Ariane Rädler im Pech, sie wird eine Hundertstelsekunde hinter ihr Vierte.

Die Schweizerinnen

10. Malorie Blanc +1,24
11. Corinne Suter +1,39
16. Delia Durrer +2,54
DNF Janine Schmitt

Malorie Blanc eröffnet das Rennen. Über eine Welle wird sie ausgehebelt, verliert Richtung und ist dann weit weg vom nächsten Tor. Auch danach hat sie mit einigen Problemen zu kämpfen. Das zeugt zumindest davon, dass sie das Risiko sucht. Auszahlen tut sich das nicht. Schon der ersten Prüfung hält ihre Zeit nicht stand.

Corinne Suter legt einen Blitzstart hin, ist oben sehr schnell unterwegs. Aber dann nimmt sie etwas raus, reduziert das Risiko und büsst viel Zeit ein.

In Zauchensee hat Janine Schmitt mit Platz 5 ihr grosses Potenzial angedeutet. Davon ist sie dieses Mal weit entfernt. Schon oben hat sie einen grossen Rückstand. Und dann das. Sie scheidet aus.

Weil sich Jasmine Flury in der Abfahrt der Team-Kombi am linken Knie verletzt hat (Teilriss des Innenbandes und Knochenprellung am Schienbeinkopf), kommt Delia Durrer unverhofft zu einem Einsatz. Auch sie verpasst es, für den Schweizer Exploit zu sorgen. Und büsst auf die Bestzeit über zweieinhalb Sekunden ein.

Die Stimmen gegenüber SRF

Corinne Suter: «Es war kein einfacher Super-G. Der Lauf wäre okay aber es hat viel Gelände drin. Wenn über die Wellen die Richtung nicht stimmt – da war ich teilweise zu gerade und mir fehlt der Mut, da gerade weiter zu ziehen. Bei mir wars in jedem Rennen anders, momentan ist es schwierig.»

Malorie Blanc: «Mit der Nummer 1 war es nochmals eine andere Challenge. Ich habe es positiv genommen und habe probiert, Gas zu geben. Ohne den Fehler wäre es ganz okay gewesen. Diese Saison haben es einige gezeigt, dass es möglich ist, damit schnell zu sein. Eigentlich gibt es so wenige Chancen, dass ich zweimal die Nummer 1 habe. Es ist lustig und auch eine Ehre, diese beiden Rennen zu eröffnen.»

Janine Schmitt: «Der Lauf war nicht ganz einfach, hat ein paar blinde Tore drin. Wenn man riskiert, kann es passieren, dass man ausscheidet. Oben stand ich etwas neben der Linie, hatte das Gefühl, etwas mehr riskieren zu müssen. Dann bin ich etwas zu gerade über die eine Kuppe gekommen und das ist nicht mehr aufgegangen.»

Das gab zu reden

Die Bedingungen sind nicht einfach, hinzu kommt ein Kurs, der die Athletinnen vor eine grosse Herausforderung stellt. Viele bekunden Probleme damit – auch die Top-Athletinnen. So scheiden Sofia Goggia und Emma Aicher aus, beide haben in diesem Winter schon einen Super-G gewonnen. Auch Ester Ledecka, die Olympiasiegerin von 2018, schafft es nicht ins Ziel, ebenso Abfahrts-Siegerin Breezy Johnson. Von den ersten 20 Fahrerinnen erwischts sieben, am Ende sind von den 43 Starterinnen nur 26 in der Ranglsite – eine wahre Ausfall-Orgie.

Das gab zu reden II

Ist es Glück oder Pech? Malorie Blanc bestreitet in Cortina zwei Olympia-Rennen. Und beide Male trägt sie die Startnummer 1. Vor allem im Super-G ist das nicht unbedingt beliebt. Denn in dieser Disziplin gibts keine Trainings, die Athletinnen müssen nach einer Besichtigung direkt auf den Kurs. Ohne Informationen der Teamkolleginnen hat Blanc keine Chance, um die Medaillen mitzureden.

Die Bedingungen

Während der Besichtigung hat es Nebel über der Strecke. Bis zum Rennstart verzieht sich dieser. Das Wetter bleibt aber schlecht. Denn der Himmel über Cortina bleibt wolkenverhangen, am Start ist es weiter leicht neblig und schneit leicht. Zudem sind die Temperaturen nicht allzu tief, das heisst, die Piste ist nicht hart und schon früh gezeichnet.

So gehts weiter

Noch zwei Medaillensätze werden bei den Ski-Frauen vergeben. Der nächste am Sonntag im Riesenslalom (1. Lauf 10 Uhr).

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