Beendet
Riesenslalom
Bormio
Bormio
1.
Lucas Braathen
Lucas Braathen2:25.00
2.
Marco Odermatt
Marco Odermatt+0.58
3.
Loic Meillard
Loic Meillard+1.17
14:30 Uhr
14:38 Uhr

Auf Wiedersehen!

Das war es nun vom Riesenslalom der Herren! Am morgigen Sonntag sind in derselben Disziplin dann die Frauen am Start. Beginn ist erneut um 10 Uhr und natürlich sind wir dann wieder live mit dabei! Bis dahin!

14:37 Uhr

Gratz-Ausfall wiegt schwer!

Alexander Schmid und Anton Grammel haben für den DSV am Ende mit dem 13. und dem 15. Platz zwei Platzierungen unter den besten 15 einfahren können. Fabian Gratz war derweil sogar auf Kurs in Richtung Top Ten, schied im zweiten Durchgang nach einem frühen Patzer allerdings aus. Dementsprechend geknickt war der junge Deutsche.

14:35 Uhr

Top-Ergebnis für die Schweiz

Der Olympiasieger verwies bei seinem Sieg ein eidgenössisches Trio auf die Plätze! Silber sicherte sich Favorit Marco Odermatt, Bronze ging an Loic Meillard. Thomas Tumler blieb nach einem guten zweiten Lauf am Ende nur der ungeliebte vierte Rang. Der vierte Schweizer im Bunde, Luca Aerni, landete auf dem 18. Platz.

14:34 Uhr

Pinheiro Braathen schreibt Olympiageschichte!

Der neue Olympiasieger im Riesenslalom der Herren ist Lucas Pinheiro Braathen! Der gebürtige Norweger startet mittlerweile für Brasilien und schreibt deshalb Geschichte. Es ist die erste Goldmedaille in der Geschichte der Winterspiele für die Mannen vom Zuckerhut! Der Brasilianer konnte sich bei seinem Sieg auf seinen ersten Lauf verlassen, bei dem er die Konkurrenz in die Schranken wies.

14:29 Uhr

Lucas Pinheiro Braathen (BRA)

Der Brasilianer startet mit einem leichten Fehler und verliert direkt an Zeit. Am Ende ist es auch nur der elftbeste Lauf in diesem zweiten Durchgang, doch am Ende reicht der Vorsprung aus dem ersten Lauf ganz locker. Der Brasilianer ist Olympiasieger!

14:27 Uhr

Marco Odermatt (SUI)

Odermatt hat nun die schwierige Aufgabe, sich zwischen der sicheren Medaille und dem Angriff auf Gold zu entscheiden. Im gelingt beides! Der Schweizer zeigt einen sehr starken Lauf, mit dem er sich mindestens mal Silber sichert. Und der Lauf ist zumindest so ordentlich, dass Pinheiro Braaten nicht spazieren fahren kann.

14:25 Uhr

Loic Meillard (SUI)

Gegen den oberen Abschnitt von Tumler ist der Teamkollege im direkten Vergleich kein Kraut gewachsen, doch Meillard kann im zweiten Teil der Strecke die richtige Linie finden und seine Führung zurückerobern. Meillard setzt sich vor Tumler und hat damit die Medaille sicher!

14:23 Uhr

Thomas Tumler (SUI)

Nun der erste der drei Eidgenossen, die sich Edelmetall sichern wollen. Tumler legt los wie die Feuerwehr und baut seinen Vorsprung bis zum Schlussteil schon auf acht Zehntel aus. Hinten heraus verliert er diesen zwar zur Hälfte wieder, doch es reicht für die Führung und womöglich auch zur Medaille.

14:21 Uhr

Leo Anguenot (FRA)

Nun geht es ans Eingemachte! Die Top fünf stehen noch oben. Den Auftakt macht der Franzose Anguenot, der mit einem Zehntel Vorsprung ins Rennen geht und und diese bis zum Schlusshang noch ausbauen kann. Doch der untere Abschnitt von McGrath ist offenbar richtig gut gewesen, weshalb Anguenot auf dem zweiten Platz landet.

14:19 Uhr

Henrik Kristoffersen (NOR)

Kristoffersen bleibt hinter seinem Teamkollegen! Da war mehr drin für den Norweger, der seinen Vorsprung zunächst ausbauen kann, im unteren Abschnitt aber etwas zu weit weg ist von der Linie.

Bei historischem Braathen-Sieg
Doppelter Schweizer Medaillen-Jubel im Riesenslalom

Doppelter Schweizer Medaillenjubel im Riesenslalom. Marco Odermatt holt Silber, für Loïc Meillard gibts Bronze. Den Sieg krallt sich mit Lucas Braathen ein Brasilianer.
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Marco Odermatt, Lucas Braathen und Loïc Meillard (v.l.) strahlen mit ihren Medaillen.
Foto: Getty Images
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Die Medaillen

GOLD Lucas Braathen (Bra) 2:25,00
SILBER Marco Odermatt (Sz) +0,58
BRONZE Loïc Meillard (Sz) +1,17

Das Rennen

Die Medaillen Nummer 8 und 9 für die Schweiz sind Tatsache! Schon nach dem ersten Lauf siehts nach einem Schweizer Freudentag im Riesenslalom aus. Marco Odermatt, Loïc Meillard und Thomas Tumler liegen auf den Rängen 2, 3 und 4. Nur ein Mann steht ihnen vor der Sonne: Lucas Braathen. Der Brasilianer nutzt Startnummer 1 eiskalt aus, zaubert eine Fahrt in den Schnee, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbeisst. Am nächsten kommt ihm Odermatt – mit fast einer Sekunde Rückstand. 

Für den Nidwaldner ist klar: Das Motto für den zweiten Lauf lautet Angriff total. Als er sich aus dem Starthäuschen katapultiert, führt Meillard vor Tumler. Und auch Odermatt kommt mit dem Kurs, den sein Trainer gesteckt hat, bestens zurecht. Einzig im Mittelabschnitt lässt er etwas Zeit liegen. Jetzt kann nur noch Braathen den totalen Schweizer Triumph verhindern. Und der lässt sich den Sieg nicht mehr nehmen. Er feiert einen historischen Erfolg – noch nie hat Brasilien an Winterspielen eine Medaille geholt. Nun ist es Gold. Und das, obwohl Braathen eigentlich im Slalom besser ist. Denn seine einzigen beiden Riesenslalom-Weltcupsiege hat er 2020 und 2022 gefeiert.

Damit verpasst Odermatt auch in seinem vierten Rennen Gold. Und schafft nicht, was bisher als einzigem Fahrer dem Italiener Alberto Tomba (1988 und 1992) gelang: den Olympasieg im Riesenslalom zu verteidigen. Er reist mit zweimal Silber und einmal Bronze ab. Bitter endet das Rennen für Thomas Tumler, der Vierter (+1,45) wird. Währenddessen setzt Meillard seine beeindruckende Serie fort: Beim dritten Grossanlass in Folge fährt er im Riesenslalom aufs Podest – nach WM-Silber (2023) und WM-Bronze (2025) gibts nun auch bei Olympia Bronze.

Gar nicht auf Touren kommt Luca Aerni. Zur Halbzeit nur 21., macht er sich am Nachmittag daran, die grosse Aufholjagd zu starten. Zwar kann er sich zwischenzeitlich an die Spitze setzen, muss aber schon dem nächsten Athleten den Leaderthron überlassen. Am Ende wird er mit 3,19 Sekunden Rückstand 18.

Das gab zu reden

Am Freitag postet Luca de Aliprandini auf Instagram ein Video, das ihn als Kind beim Skifahren zeigt. Der Verlobte von Michelle Gisin erinnert sich im dazugehörigen Text daran, dass er als Kind von der Teilnahme an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen träumte – ein verrückter Traum, der nicht für jeden Athleten in Erfüllung gehe. «Nun werde ich zum vierten Mal an den Olympischen Spielen teilnehmen», so der 35-jährige Italiener weiter. «Dieses Mal vor den Augen meiner Familie, die immer an meine Träume geglaubt und viele Opfer gebracht hat, damit ich es bis hierher schaffen konnte.» Ein Happy End gibts für de Aliprandini nicht. Nach rund 50 Sekunden kassiert er einen Schlag, die Bindung seines linken Skis öffnet sich und er kann einen Sturz nicht verhindern. Ein ganzes Stück rutscht er die Piste hinunter, bis er endlich zum Stillstand kommt. Der Ärger ist verständlicherweise gross.

Foto: AP

Das gab zu reden II

Mit Startnummer 64 geht Lasse Gaxiola ins Rennen. Der 18-jährige Mexikaner, der bisher nur im South America Cup oder bei FIS-Rennen gestartet ist, gibt sein Olympia-Debüt. Mit 13,31 Sekunden Rückstand wird er 56. Und trotzdem hatte er schon einmal einen grossen Auftritt im Weltcup. Als seine Mutter Sarah Schleper 2011 ihre Karriere beendete, nahm sie ihn mit auf ihre letzte Fahrt. Der Rücktritt ist längst vergessen – 2014 gab Schleper ihr Comeback, fährt seither für Mexiko statt die USA. Und nimmt wie ihr Sohn an den Olympischen Spielen teil – für sie ist es das siebte Mal. Mit 47 Jahren ist sie die älteste Fahrerin, die im Ski alpin je ein Olympia-Rennen bestritten hat. Im Super-G wurde Schleper, die vor 21 Jahren einmal ein Weltcuprennen gewann, wird sie mit knapp acht Sekunden Rückstand 26.

Foto: AFP

Die Bedingungen

Der Himmel über Bormio ist bewölkt, die Sicht entsprechend nicht die Beste. Hinzu kommt, dass es nicht wirklich kalt ist. So ist die Piste auf der weicheren Seite und der Kurs schon früh von Spuren gezeichnet. Für die Entscheidung wirds nicht besser, im Gegenteil. Ziemlich starker Schneefall setzt ein, das macht die Aufgabe der Athleten nicht angenehmer.

So gehts weiter

Noch ein Medaillensatz gibt es bei den Männern zu vergeben: am Montag im Slalom (1. Lauf 10 Uhr). Der nächste Riesenslalom, der zweitletzte in diesem Winter, steht am 7. März in Kranjska Gora (Sln) auf dem Programm.

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