Auch Britt Richardson weiss auf der Tofana zu überzeugen. Sie verliert zwar stetig auf Brignone, doch bis zum Zielsprung ist sie auf Kurs für den zweiten Platz. Doch wie so oft bereits in diesem Durchgang schmeisst sie eine bessere Platzierung am letzten Übergang weg und landet schlussendlich 1,74 Sekunden hinter der Führenden.
Vor Federica Brignone gibt es eine kurze Pause und es werden die ersten Rillen ausgekehrt. Die Super-G-Olympiasiegerin fliegt durch die ersten Tore und hat bereits oben drei Zehntel Vorsprung. Die Italienerin rast durch den Mittelteil und hat fast eine Sekunde herausgefahren. Der Zielsprung ist gar kein Problem und sie stellt die Ski in Richtung Tal. Am Ende sind es 74 Hundertstel, die sie auf das Führungstrio herausfährt. Eine extrem starke Performance von Brignone.
Das gibt es doch nicht! Maryna Gasienica Daniel fährt extrem couragiert und liegt bis zur vorletzten Zwischenzeit mit fast zwei Zehnteln vorne! Doch dann kommt der Zielsprung. Diesen erwischt sie überaus unglücklich und fliegt fast am Tor vorbei. Sie muss den Hang hinauffahren, ehe sie sich ins Ziel stürzt. Am Ende sind es 42 Hundertstel für die Polin, was gleichbedeutend mit Position neun ist.
Es geht Schlag auf Schlag! Lara Della Mea verliert oben ein wenig an Zeit, doch im Mittelstück findet sie drei Zehntel. Im weiteren Verlauf kann sie die Linie nicht ganz halten und landet mit 45 Hundertsteln auf Rang zehn. Allerdings zeigt die Italienerin, dass die Bestzeit zu knacken ist.
Obwohl Nina O'Brien nicht zu den ganz grossen Favoritinnen zu zählen ist, kann die US-Amerikanerin immer wieder in die vorderen Plätze hineinfahren. Im Gegensatz zu den meisten Fahrerinnen kann sie im Mittelteil aufholen, doch ein Fahrfehler bedeutet, dass sie viel Tempo verliert, und das vor dem Flachstück. Die Zeit läuft ihr davon und am Ende ist sie knapp zwei Sekunden hinter dem Führungstrio!
Lara Colturi kann bis zur ersten Zwischenzeit fünf Hundertstel herausfahren, ehe sie im Mittelteil immer wieder kleine Rutschphasen aufweist. Dadurch fällt sie ein wenig zurück, bevor sie im unteren Streckenabschnitt nochmal aufholt. Am Ende kommt sie mit der gleichen Zeit wie Sara Hector und Thea Louise Stjernesund ins Ziel. Damit gibt es drei Athletinnen, die allesamt die gleiche Zeit haben! Ein Kuriosum mit Seltenheitswert.
Valérie Grenier zeigt eine gute Vorstellung. Sie bleibt immer in der Nähe der Bestzeit und kann im Zielschuss nochmal nachlegen, sodass sie mit rund drei Zehnteln auf Sara Hector und Thea Louise Stjernesund über die Linie kommt. Das bedeutet vorerst Position vier.
Die Gruppe der grossen Favoritinnen ist durch und es geht mit Zrinka Ljutic weiter. Die Kroatin zeigt eine beherzte Vorstellung, doch sie verliert durchweg ein wenig Zeit und fällt mit 1,37 Sekunden Rückstand im Ziel deutlich ab.
Wie bereits Camille Rast und Paula Moltzan geht Julia Scheib mit viel Risiko auf die Strecke. Sie holt oben fast vier Zehntel raus, bevor sie gleich mehrfach nachdrücken muss. Im Mittelteil wird sie ein wenig direkt und drückt nach. Auch bei ihr geht der Zielsprung daneben und sie muss komplett aufmachen. Die Extrameter summieren sich und am Ende landet die Führende in der Riesenslalom-Wertung auf Platz fünf mit 39 Hundertsteln Rückstand.
Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Fahrerinnen lässt Alice Robinson ein wenig Luft zwischen sich und den Toren. Obwohl sie damit im oberen Streckenabschnitt nicht besonders schnell ist, kann sie im Mittelteil aufholen, ehe sie ein Tor nahezu komplett übersieht. Kurz vor dem Flachstück fehlt ihr der Speed, sodass sie im Ziel mit 35 Hundertsteln auf Rang vier liegt.



