Es ist das erwartete Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Finninnen die gefährlichere Equipe sind und zu mehr Zeit in der Offensivzone kommen. Die Schweizerinnen verteidigen aber in kritischen Momenten solidarisch und Goalie Andrea Brändli, die zu ihrem zweiten Olympia-Einsatz kommt, spielt grandios auf. Und da auch die Nati die ersten Gelegenheiten liegen lässt, müssen die Zuschauer länger auf das erste und letztlich einzige Tor warten.
Bis zur 35. Minute. Als Alina Müller ein Bully in der finnischen Zone gewinnt, zurücklegt zu Lara Stalder, via Rahel Enzlers Schlittschuh gelangt der Puck wieder zu Müller, die souverän trifft. Es ist bereits das dritte Turnier-Tor von Müller, die ihre kongeniale Partnerin Stalder im Viertelfinal an ihrer Seite zurück hat. Im letzten Gruppenspiel gegen Finnland, das am Dienstag noch mit 1:3 verloren ging, hatte Captain Stalder verletzungsbedingt gefehlt, weil sie beim Einspielen von einem Puck am Hals getroffen wurde.
Brändli wird zur Nati-Heldin
Auf den Rückstand reagieren die Finninnen heftig und nehmen Brändli in der Schlussphase gar unter Dauerbeschuss. Doch diese hat an diesem Abend keine Lust, sich bezwingen zu lassen, hält insgesamt nicht weniger als 40 Schüsse, lässt die Nordländerinnen verzweifeln und wird zur grossen Nati-Heldin. «Es tut mir alles ein wenig weh, aber das nehme ich in Kauf», sagt Brändli anschliessend mit einem breiten Grinsen gegenüber SRF. Und meint weiter: «Es ist unglaublich, ich kann es noch gar nicht in Worte fassen. Wir wussten, dass wir eine gute Chance haben, wenn wir kompakt stehen. Es war ein unglaublicher Teameffort.»
Nach der nervenaufreibenden und erfolgreich gestalteten Abwehrschlacht strahlt auch Verteidigerin Nicole Vallario vor der TV-Kamera und sagt dazu: «Meine Nerven und mein Herz sind nach diesem Spiel weg, aber es hat sich gelohnt.» Nati-Trainer Colin Muller zeigt sich derweil «stolz auf die Frauen. Wir haben gewonnen, weil wir das unbedingt wollten».
Wieder ein Bronze-Spiel gegen Schweden?
Damit stehen die Schweizerinnen bei ihrer sechsten Olympia-Teilnahme zum dritten Mal im Halbfinal. Und zum dritten Mal treffen sie dort am Montag auf Kanada. Wahrscheinlich ist, dass sie gegen den fünffachen Olympiasieger, gegen den sie in der Gruppenphase nach einem ordentlichen Spiel mit 0:4 unterlagen, nicht gewinnen können. Und dann geht es in einem Spiel um die Bronze-Medaille gegen Schweden. Wie bereits 2014 – als die Eisgenossinnen ihre erste und bislang einzige Olympia-Medaille gewinnen konnten.
Fans: 3686.
Tor: 35. Müller (Stalder) 0:1.
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