Darum gehts
- Schweiz gewinnt 23 Medaillen bei Olympia 2026 in Mailand Cortina
- Acht Sportler verfehlten das Podest knapp und wurden jeweils Vierte
- Bisheriger Rekord: Neun vierte Plätze bei Sommerspielen 2024 in Paris
Dreiundzwanzig Medaillen! Was die Schweizer Sportlerinnen und Sportler in Mailand Cortina 2026 abgeliefert haben, war grandios. Doch die Erfolgsbilanz hätte noch beeindruckender ausfallen können. Wenn da nur diese vielen undankbaren vierten Plätze nicht gewesen wären…
Gleich achtmal verpassten wir das Podest nur hauchdünn. Gäbe es neben dem Medaillenspiegel auch noch einen Vierte-Plätze-Spiegel, die Schweiz läge dort mit acht Auszeichnungen auf dem starken fünften Rang.
Noch nie in der Geschichte der Olympischen Winterspiele belegten so viele Schweizer Rang 4. Schon vor vier Jahren in Peking hatten wir mit sieben ledernen Medaillen einen neuen Rekord aufgestellt.
Zwei Bob-Piloten wurden je dreimal Vierte
Würde es in der Historie der Olympischen Winterspiele einen Schweizer Experten für vierte Ränge geben, dann wäre dies zweifelsohne Cédric Grand (50). Der Genfer Bob-Anschieber gewann zwar 2006 im Vierer Olympia-Bronze, doch wesentlich häufiger landete er auf dem undankbaren vierten Platz: 1998 (Zweier), 2002 (Vierer) und 2010 (Zweier).
Dreimal Olympia-Vierter – dieses Los teilt sich Grand mit einem weiteren Schweizer Bobfahrer: Felix Endrich (1921–1953), der 1948 und 1952 ebenfalls dreimal die Ledermedaille gewann.
Wie sich Grand und Endrich jeweils gefühlt haben, weiss wohl auch Andri Ragettli. Womit wir wieder im Jahr 2026 angekommen wären. Unser Slopestyle-Ass wurde sowohl in Peking 2022 als nun auch in Mailand Cortina undankbarer Vierter.
Eine Leistung, die wegen all unserer Medaillen in den letzten beiden Wochen verständlicherweise fast ein bisschen unterging. Deshalb wollen wir sie mit dieser Geschichte zumindest noch ein klein wenig hochleben lassen. Das sind unsere «Vier gewinnt» dieser Spiele.
Marco Odermatt: Olympia 2026 begann in der Abfahrt mit Rang 4 mit einer Enttäuschung, doch dann folgte eine starke Reaktion: Bronze im Super-G, Silber in der Team-Kombi und Silber im Riesenslalom.
Nadja Kälin: Am gleichen Tag wie «Odi» schlitterte auch die Bündnerin im Skiathlon nur knapp an einer Medaille vorbei. Mit Silber im Teamsprint und Bronze über die 50 Kilometer gab es dann doch noch für Kälin ein unglaubliches Happyend.
Andri Ragettli: Wie schon erwähnt – Ragettli wurde zum zweiten Mal hintereinander undankbarer Vierter. 2022 fehlten ihm nur 1,85 Punkte auf Rang 3 und nun 6,5 Punkte.
Noémie Wiedmer: Dritte in der Quali, Erste im Achtelfinal, Zweite im Viertelfinal, Zweite im Halbfinal, doch dann nur Vierte im Final. Die gute Nachricht für die Snowboardcrosserin: Da sie erst 18 Jahre alt ist, wird sie wohl noch mehrere Olympia-Chancen bekommen.
Thomas Tumler: Das mit den mehreren Chancen gilt für den Skirennfahrer wohl eher nicht, da er bereits 36-jährig ist. Im Riesenslalom fehlten ihm nur 0,28 Sekunden auf den dritten Rang.
Janik Riebli/Valerio Grond: Schon in der Teamsprint-Qualifikation belegte das Langlauf-Duo Rang 4. Und auch im Final landeten sie knapp neben dem Podest. Nur 0,91 Sekunden hinter dem Bronze-Platz.
Wendy Holdener: Nach einmal Gold und je zweimal Silber und Bronze musste unser Slalom-Ass in Italien erstmals bei Olympia mit dem unliebsamen vierten Rang vorliebnehmen.
Arno Lietha: Ach wie bitter! Sowohl in der Qualifikation als auch im Halbfinal überfuhr der Skibergsteiger als Erster die Ziellinie, doch im grossen Final ging ihm die Kraft aus – Rang 4.
PS: Wir Schweizer sind übrigens nicht nur bei den Olympischen Winterspielen Spezialisten für vierte Plätze. An den letzten Sommerspielen in Paris belegten wir sogar neunmal diesen undankbaren Platz.
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