Noémie Wiedmer verpasst an den Olympischen Spielen in Livigno im Snowboardcross hauchdünn eine Medaille! Die 18-Jährige wird beim Sieg der Australierin Josie Baff starke Vierte. Damit verpasst sie es, 16 Jahre nach Olivia Nobs wieder für Schweizer Edelmetall in dieser Disziplin zu sorgen.
Wiedmer meldet bereits mit der drittschnellsten Zeit im Seeding-Run ihre Medaillen-Ambitionen an. Im Anschluss zeigt sie auch im Achtel-, Viertel- und Halbfinal eine sehr abgeklärte Leistung. Dank starken Startzeiten ist sie jeweils gleich von Beginn an vorne mit dabei und zieht ihre Läufe bis zum Ende durch.
Auch im Final setzt sie sich zu Beginn an die Spitze, aufgrund eines Fahrfehlers in der Mitte der Strecke muss sie ihre Konkurrentinnen allerdings an sich vorbeiziehen lassen. So reicht es am Ende denkbar knapp nicht für eine Medaille. Hinter Baff geht Silber an die Tschechin Eva Adamczykova, Bronze holt Michela Moioli aus Italien.
«Vierter Platz bei Olympia ist crazy»
Trotz knapp verpasstem Edelmetall ist es ein sehr starker Auftritt von Wiedmer, die aufgrund eines Ende letzten Jahres erlittenen Handgelenkbruches im Januar keine Rennen bestreiten konnte. Mit dem vierten Rang egalisiert die Jugend-Olympiasiegerin und WM-Zweite bei den Juniorinnen von 2024 ihr Bestresultat aus dem Weltcup.
«Die Emotionen sind gerade überall. Ein vierter Platz ist scheisse – aber ein vierter Platz bei Olympia ist crazy», so die 18-Jährige gegenüber SRF. Sie sei schon drei Wochen vorher «brutal aufgeregt» gewesen, heute habe sie es aber in den Griff bekommen. «Ich habe mir gesagt, dass es meine erste Olympiade ist und ich nicht muss.»
Für die anderen Schweizerinnen ist der Wettkampf bereits früher zu Ende. Für Anouk Döhrig und Aline Albrecht ist im Achtelfinal Schluss. Sina Siegenthaler, die ebenfalls Aussenseiterchancen auf eine Medaille hatte, scheidet in einem engen Viertelfinal hauchdünn aus.
