Israel sorgt für Eklat
Bob-Team vom eigenen Olympia-Komitee disqualifiziert

Israels Viererbob wurde am Sonntag in Mailand vom eigenen Olympia-Komitee disqualifiziert. Der Grund: Das Team täuschte eine Erkrankung vor, um Ersatzmann Ward Fawarseh starten zu lassen – ein klarer Regelverstoss.
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Israels Viererbob-Team wurde vom eigenen olympischen Komitee disqualifiziert.
Foto: IMAGO/Sports Press Photo

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Israels Viererbob-Team in Mailand disqualifiziert
  • Täuschung: Ersatzmann sollte regelwidrig für dritten Lauf eingesetzt werden
  • Erster drusischer Olympionike Israels betroffen, Regelverstoss führte zu Disqualifikation
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Eklat am letzten Tag der Olympischen Winterspiele in Mailand: Israels Viererbob-Team wurde vom eigenen olympischen Komitee disqualifiziert. Der Grund? Die Athleten versuchten, den Ersatzmann Ward Fawarseh (30) unter falschem Vorwand in den entscheidenden dritten Lauf zu schmuggeln. Das berichtet unter anderem die «Times of Israel».

Das Team, bestehend aus Adam Edelman, Menachem Chen, Uri Zisman und Omer Katz, war am Samstag in der ursprünglichen Besetzung angetreten. Doch für den dritten Lauf sollte Zisman durch Fawarseh ersetzt werden. Fawarseh, der erste drusische Athlet in Israels Olympia-Geschichte, war ursprünglich nur als Ersatzmann angereist. Laut den Regularien des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist ein Einsatz von Ersatzleuten jedoch nur erlaubt, wenn ein Teammitglied verletzt oder krank ist.

Der Schwindel flog auf

Um Fawarseh dennoch starten zu lassen, täuschte ein Teammitglied eine Erkrankung vor. «Das Bobteam bat darum, Ward, den Ersatzmann, in den Wettbewerb aufzunehmen. Gemäss den Regeln ist dies nur zulässig, wenn einer der Athleten verletzt oder krank ist. Um dies zu ermöglichen, erklärte eines der Teammitglieder – ermutigt durch seine Teamkollegen – dass es sich unwohl fühle. Es unterzog sich sogar einer medizinischen Untersuchung und unterzeichnete eine eidesstattliche Erklärung, damit das olympische Komitee die Genehmigung für einen Ersatz beantragen konnte», erklärte das israelische olympische Komitee (OCI) gegenüber der «Times of Israel».

Doch der Schwindel flog auf. Zisman gestand das Fehlverhalten gegenüber der israelischen Delegation, woraufhin der Antrag auf den Austausch zurückgezogen wurde. Das OCI teilte mit, dass das Teamverhalten «unangemessen» gewesen sei und gegen die «Regeln des fairen und sportlichen Verhaltens» verstosse. Die Strafe folgte prompt: Disqualifikation für den letzten Lauf.

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