Corinne Suter (gegenüber Blick)
Corinne Suter (31) ist mit Platz 14 die beste Schweizerin in der Abfahrt. Enttäuscht ist sie nicht. Warum? Sie ist immer noch auf dem Weg zurück nach ihrer Verletzung. «Im Vergleich zum Training war das wieder einigermassen gut. Darauf kann ich aufbauen», sagt sie nach dem Rennen gegenüber Blick. Fakt bleibt: Die vielen Sprünge auf der Tofana – vor allem jene ins flache Gelände – sind Gift für ihren im Dezember verletzten Fuss. «Es tut nach wie vor weh», sagt sie zu Blick. Und: «Ich nehme Schmerzmittel.»
Zwar habe sie die Beschwerden im Griff, so die Olympiasiegerin von 2022. «Aber es ist nicht das Ziel, dass ich immer so fahren muss. So will ich nicht weitermachen.» Ob Suter bei der Team-Kombi am Dienstag starten wird, entscheidet sich am Sonntagnachmittag. Oder am Abend. «Mal schauen, was Sinn macht», so die Schweizerin.
Malorie Blanc (gegenüber SRF)
Über die Situation als Nummer 1 am Start: «Es war ganz lustig, die 1 zu haben. Es war cool und sehr positiv. Ich habe versucht, mich auf meine Fahrt zu konzentrieren und diese gut zu machen. Ich bin enttäuscht über das Resultat, aber es war eine gute Erfahrung. Die letzte Woche war aber auch intensiv mit allen Emotionen nach dem Sieg in Crans-Montana. Das spüre ich jetzt.»
Darüber, was sie aus Cortina mitnimmt: «Ich baue jetzt langsam auf, das muss ich so nehmen. Ich komme aber hierher, um schnell zu fahren. Es ist frustrierend, wenn es nicht nach Plan läuft. Aber meine Karriere ist noch lang. Ich kann noch viel lernen und hoffe, dass es bis dann besser wird.»
Zum Sturz von Lindsey Vonn: «Ich habe gesehen, wie sie in einer ganz komischen Position am Boden liegt. Ich hoffe, dass es nicht zu schlimm ist. Sie hat es probiert – ich habe daher auch sehr viel Respekt für sie. Es ist unglaublich, wie es plötzlich leise wurde im Zielraum.»
Jasmine Flury (gegenüber SRF)
Auf die Frage nach der Stimmung im Zielraum: «Die Leute machen schon Stimmung, aber es ist noch nicht so ein Kessel. Irgendwie geht sie etwas verloren. Nach dem Sturz von Lindsey wurde es sofort still im Ziel. Sie hat seit Wochen darauf hingearbeitet, dann kam das in Crans-Montana. Das ging um die Welt, alle haben das mitbekommen. Darum wurde die Stimmung noch leiser.»
Zu ihrer Fahrt: «Oben habe ich gut angefangen und mich wohlgefühlt. Meine Sprünge gingen sehr weit. Unten stand ich nicht sauber auf den Ski, daher hat es mir die Ski verschnitten und mich hinausgetrieben. Früher hat es mich blockiert, wenn ich eine Schrecksekunde hatte. Jetzt bin ich wieder so weit, dass ich einfach weiter fahre. Für mich ist das ein wichtiger Schritt, dass ich weiterfahre und die Ski weiterlaufen lasse.»
Zur anstehenden Team-Kombi: «Ich weiss leider noch nichts. Sie haben es offengelassen. Ich würde sehr gerne noch einmal fahren und versuchen, die Puzzleteile zusammenzusetzen. Es würde nämlich eigentlich schon gehen. Am liebsten würde ich mit Wendy fahren. Sie kam gestern auch in Cortina an und kam schon in mein Zimmer.»
Janine Schmitt (gegenüber SRF)
Über die Stimmung im Zielraum nach dem Vonn-Sturz: «Es wurde still. Ich hoffe, es ist nicht allzu schlimm. Ich habe den Sturz selbst nicht gesehen, weil ich mich gerade umgezogen habe – aber das ist vielleicht besser so.»
Zu ihrer Fahrt: «Es hat viel Spass gemacht. Es war aber eine wilde Fahrt. Es war schwierig, weil ich nur ein Training am Freitag hatte und am Samstag nur einen Viertel der Strecke fahren konnte. Die Geschwindigkeit war anders als im Training, aber ich habe es sehr genossen.»
Über ihre erste Olympia-Abfahrt: «Am Morgen war ich sehr nervös. Auf den Start hin wurde es besser. Ich habe mich gefreut, bei diesem schönen Wetter zu fahren. Es ist für mich ein spezieller Ort. Den ersten Weltcupstart und die ersten Weltcuppunkte vergisst man nie. Darum habe ich mich sehr gefreut und es hat Spass gemacht.»
