«Nati auf Kurs – Kanada unschlagbar»
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Fazit nach Olympia-Vorrunde:«Nati auf Kurs – Kanada unschlagbar»

«Ich hatte nie Kopfschmerzen»
Nati-Verteidiger Glauser wird gegen Italien zurück sein

Am Freitag wurde Andrea Glauser von Connor McDavid aufgeladen – er verpasste ein Spiel. Am Montag war der Schweizer Verteidiger wieder im Training und wird am Dienstag gegen Italien spielen können.
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Andrea Glauser konnte gegen Tschechien nicht mittun, nun aber kehrt er zurück.
Foto: Getty Images
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Grégory BeaudJournalist

Zu Beginn des Spiels gegen Kanada (1:5) steht Nati-Verteidiger Andrea Glauser da wie eine Mauer. Dann aber kommt Connor McDavid angerauscht. Glauser: «Ich habe den Puck nicht und sehe McDavid nicht kommen. Das ist Teil des Spiels – auch ich setze Checks, die hart sein können. Die Aktion an sich ist in Ordnung.» Hat sich der beste Spieler der Welt bei Glauser entschuldigt? «Nein.»

Nach dem heftigen Zusammenprall muss Glauser zwei Tage pausieren. Nati-Coach Patrick Fischer spricht von einer Gehirnerschütterung. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Glauser am Montagmorgen wieder im Training ist. «Ich hatte nie Kopfschmerzen», stellt er klar. «In der Szene wusste ich nicht, ob mein Nacken blockiert war oder ob es meinen Kopf erwischt hatte.»

Er hat keine Angst

Wie auch immer: Glauser kann am Sonntag gegen Tschechien (4:3 n.V.) nicht mittun. «Da das Spiel um die Mittagszeit stattfand, hatten wir am Morgen kein richtiges Aufwärmen. Es war wichtig, wenigstens einmal auf dem Eis zu stehen, bevor man für ein Olympia-Spiel wieder im Einsatz sein kann. Wenn du dir nicht hundertprozentig sicher bist, ist es nie eine gute Idee, auf das Eis zu gehen.»

Das Training am Montag beruhigt ihn dann voll und ganz. Glauser: «Ich habe mich auf dem Eis sehr wohl gefühlt. Wenn mich der Trainer bringen will, werde ich auf dem Eis sein», lächelt er. Ob er vor der Rückkehr aufs Eis Respekt hatte? «Wenn ich Probleme mit der Gehirnerschütterung gehabt hätte, ja. Aber das war nicht der Fall. Ich hatte schon einmal eine und weiss, wie ich darauf reagieren muss.»

Der Rhythmus ist wichtig

Nach dieser knappen Stunde auf dem Eis in jener Halle, in der die Schweiz den Vor-Viertelfinal gegen Italien (Dienstag, 12.10 Uhr) bestreiten wird, ist Glauser zuversichtlich. Er kann im Rhythmus bleiben. «Aber es war trotzdem wichtig, mich ein wenig zu bewegen, vor allem aber, um mich zu beruhigen. Jetzt freue ich mich darauf, wieder ins Spiel zu finden.»

In Bezug auf Denis Malgin hat Fischer weniger gute Nachrichten zu verkünden. «Denis ist immer noch in Behandlung. Seine Schulter schmerzt noch immer. Am Dienstag gegen Italien wird er nicht auf dem Eis stehen. Was danach kommt, ist noch alles offen.»

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