Darum gehts
- Hans Knauss feierte am 3. Februar 2026 seinen 55. Geburtstag in Bormio
- Sein Hotelzimmer war eklig: rostiges Wasser, unangenehmer Geruch, Duftspray nötig
- Knauss gewann 1998 Olympia-Silber im Super-G, gemeinsam mit Didier Cuche
Es sind 28 Jahre vergangen, seit der Österreicher Hans Knauss (55) bei den Olympischen Spielen in Nagano im Super-G zeitgleich mit unserem Didier Cuche (51) die Silbermedaille gewonnen hat. In diesem Rennen hat sein Landsmann Hermann Maier (53) nur vier Tage nach seinem fürchterlichen Abfahrtscrash Gold gewonnen.
Am vergangenen Montag hatte Knauss erneut Grund zum Feiern. Der Triumphator von der Hahnenkamm-Abfahrt 1999 und vom Adelboden Riesenslalom 2003 hatte in Bormio anlässlich der Schweizer Gala seinen 55 Geburtstag. Knauss, der seit dem Ende seiner Rennfahrer-Karriere als Ski-Experte für den ORF arbeitet, macht jedoch deutlich, dass er keine Party in seinem Hotelzimmer zelebriert hat: «Ich bin ziemlich spät am Abend in der Skibekleidung mit meinem Kollegen zurückgekehrt, weil ich mir an meinem Geburtstag keinen Fusspilz auflesen wollte.»
Knauss sagts mit einem Augenzwinkern. Aber dahinter steckt bittere Wahrheit. Denn der Österreicher ist in einer unappetitlichen Absteige gelandet.
Gastgeberin drückt ORF-Mann ein Duftspray in die Hand
Es gibt während dieser Olympischen Spiele vor allem im Journalisten-Lager diverse Leute, die sich darüber beklagen, weil sie zwar einen saftigen Preis abdrücken müssen, dafür aber bestenfalls ein mittelmässiges Zimmer bekommen.
Hans Knauss und seine ORF-Kollegen hat es in der ersten Olympia-Woche aber besonders mies erwischt. «Als ich in unserem Appartement-Haus eingecheckt habe, hat mir die Chefin mitgeteilt, dass sie mir ein Zimmer reserviert hätte, in dem es ein bisschen stinken würde.»
So weit, so eklig. Aber für Knauss ging es noch schlimmer: «Dann hat sie mir einen Duftspray mit auf den Weg gegeben.» Der Österreicher dachte zuerst an einen schlechten Scherz der Gastgeberin. Doch als er die Türe von seinem Zimmer geöffnet hatte, musste der einstige Alpin-Held aus Schladming zur Kenntnis nehmen, dass ein Spray tatsächlich angebracht ist. «Nicht nur der Geruch in diesem Raum war sehr eklig. Als ich erstmals den Wasserhahn bedient habe, ist eine rostige Brühe herausgekommen.»
In diesem Moment hat sich Knauss ernsthaft überlegt, zurück nach Österreich zu reisen und die alpinen Herrenrennen aus dem ORF-Studio in Wien zu kommentieren.
Knauss geniesst Asyl im Schweizer Hotel
Dass der Riesenslalom-Vizeweltmeister aber dann doch in Bormio geblieben ist, hängt auch mit dem Chef des Schweizer Teamhotels «Nevada» zusammen. «Ich kenne den Nevada-Chef schon lange. Zum Glück hat er mir die Erlaubnis erteilt, dass ich bei ihm im Hotel mit den Schweizern Frühstücken darf», so Knauss.
In der Zwischenzeit hat sich auch der Zustand in der Unterkunft der Österreicher ein bisschen verbessert. «Mein Zimmer wurde offensichtlich an meinem Geburtstag ordentlich gereinigt, der Duft hat sich stark verbessert. Für mich ist es schon fast ein bisschen ungewohnt, dass es nicht mehr stinkt, wenn ich am Morgen aufwache.»
