«Dachte, es wäre ein Wolf»
Wie kam es zum tierischen Besuch auf der Langlaufstrecke?

Beim olympische Teamsprint der Langläuferinnen taucht plötzlich ein Hund auf der Strecke auf – und sorgt bei den Athletinnen für gemischte Gefühle. Nun ist klar, wo der ungewöhnliche Besucher herkommt.
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Ungewöhnlicher Zielsprint: Bei der Teamsprint-Qualifikation der Langläuferinnen taucht plötzlich ein Hund in der Langlauf-Arena von Tesero auf.
Foto: imago/Bildbyran

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hund «Nazgul» stürmt olympisches Langlauf-Rennen am Mittwoch in Tesero
  • Streckenchef Michel Rainer wird leicht in die Hand gebissen
  • Hund öffnet zwei Türen, entkommt aus Wohnung des Besitzers
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Er war der Hingucker in der Teamsprint-Qualifikation der Langläuferinnen am Mittwochmorgen: Ein Hund crashte das Rennen auf der Zielgeraden und löste dabei sogar das Zielfoto aus. Nun ist klar, wie er die Strecke erreichen konnte: «Nazgul», wie das Tier heisst, gehört einer Familie aus der unmittelbaren Umgebung des Langlauf-Zentrums in Tesero.

Dies bestätigt Elisa Varesco (35), die Schwester des Besitzers, gegenüber der deutschen Bild-Zeitung: «Er ist aus der Wohnung meines Bruders ausgebüxt. Er hat gleich zwei Türen selbst geöffnet und war plötzlich weg.» Die Familie sei zu dieser Zeit nicht zu Hause gewesen. «Als wir ihn im Fernsehen gesehen haben, waren wir ganz erschrocken», so Varesco.

Biss für Streckenchef

Denn Weg auf die Rennstrecke habe der tierische Gast dann über den Eingang für die Rettungsfahrzeuge gefunden, erzählt Michel Rainer (44) im Interview mit Eurosport. Der FIS-Streckenchef bringt den Hund schliesslich persönlich aus dem Zielbereich – nicht ganz ohne Spuren: Er ist leicht in die Hand gebissen worden. «Kein Problem», gibt er aber zu Protokoll. «Der Hund war einfach nervös. Aber ich lebe noch».

Nicht ganz so entspannt blickt eine der betroffenen Athletinnen auf den Vorfall: «Im ersten Moment dachte ich, es wäre ein Wolf, und ich halluziniere aufgrund des anstrengenden Rennens. Er war extrem gross, und als ich vorbeilief, hatte ich Angst, dass er mich vielleicht beisst», sagt die Kroatin Tena Hadzic (21), die die Ziellinie unmittelbar vor dem ungewohnten Konkurrenten überquert.

«Ich muss ihm danken»

Sie übt auch Kritik an der Organisation: «Dass er es überhaupt auf die Strecke geschafft hat, ist nicht gut. Wenn das im Finale passiert wäre, wo es um Medaillen geht, könnte es gefährlich werden.»

Auch die griechische Langläuferin Konstantina Charalampidou erlebt den Hunde-Auftritt hautnah mit – und kann ihm durchaus etwas Positives abgewinnen: «Dank ihm bin ich jetzt berühmt, deshalb muss ich ihm danken.» Er sei zum Glück brav gewesen und habe das Rennen auch nicht gestört, weshalb sie festhält: «Es war lustig.» Diesem Urteil dürfte sich so mancher Olympia-Fan anschliessen.

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