Zum Gender-Eklat beim Boxen
Wo sind die Grenzen der Biologie? Jetzt sind Lösungen gefragt

In der Diskussion um möglicherweise intersexuelle Boxerinnen bleibt weiterhin vieles nebulös. Ob die zwei Frauen unfaire Vorteile geniessen oder nicht – das Problem muss für die Zukunft so oder so gelöst werden, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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Umstritten: Die Boxerin Imane Khelif (l.) kämpft bei Olympia um Gold im Weltergewicht.
Foto: keystone-sda.ch
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Emanuel GisiSportchef

In einer fortschrittlichen, offenen Gesellschaft können Menschen eine andere Geschlechtsidentität haben, als die, die ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde. In den allermeisten Bereichen der Gesellschaft ist es unproblematisch, sich so zu identifizieren, wie man es für richtig empfindet. Zum Glück.

Und nun zum Sport. Wer hat kein Mitgefühl mit Frauen wie Imane Khelif, die als Mädchen aufgewachsen ist und nun gesagt bekommt, dass sie vielleicht gar keine Berechtigung hat, bei Olympia als Frau um Gold zu kämpfen?

Darum führen wir diese Diskussion. Der Sport will inklusiv sein – das soll er auch.

Aber irgendwo muss er eine Grenze ziehen, weil die Einteilung der Geschlechterkategorien auf der Biologie und nicht auf anderen gesellschaftlichen Faktoren beruht.

Denn der Sport will auch fair sein – und da setzt uns die Biologie Grenzen.

Dass es ausgerechnet der verdorbene Weltverband IBA ist, der den Stein ins Rollen gebracht hat, weil er sauer auf das IOC ist, das ihm die Ausrichtung der Boxwettkämpfe entzogen hat, ist natürlich absurd. Dass rechte Hetzer sich nun genüsslich auf das Thema stürzen, überrascht dagegen nicht. Verstecken sollten wir uns vor dem Problem sowieso nicht, unabhängig davon, wie gross der Vorteil von Imane Khelif und Lin Yu-tin gegenüber ihren Konkurrentinnen möglicherweise sein mag. Sondern es zügig lösen und dafür sorgen, dass auch im Ring die Regeln klar sind. 

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