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Nach 4. Platz im Stabhochsprung:Angelica Moser weint in Paris bittere Tränen

«Das tröstet nicht»
Moser sehr enttäuscht trotz Bestresultat einer Schweizerin

Nein, nein, nein, das darf nicht wahr sein. Angelica Moser verpasst an den Olympischen Spielen die Medaille auf bitterste Art und Weise und wird Vierte.
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Ramona BieriRedaktorin Sport
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Angelica Moser verpasst die Medaillen.
Foto: Benjamin Soland

Ist das bitter! Angelica Moser zeigt einen sackstarken Wettkampf und steht am Ende doch ohne Medaille da. Kein Wunder, fliessen da Tränen der Enttäuschung und die 26-Jährige braucht Trost von ihrem Trainer Adrian Rothenbühler und ihrer Familie. Dabei ist Platz 4 für eine Schweizer Leichtathletin ein starkes Resultat – das beste bei Olympischen Spielen. «Das tröstet nicht, im Moment bin ich sehr, sehr enttäuscht», sagt Moser gegenüber SRF.

Dabei hat der Abend so gut angefangen. Moser nimmt die 4,40 m auf Anhieb, hat auch keinerlei Probleme bei 4,60 m, 4,70 m und 4,80 m. Wie stark das ist, zeigt ein Blick auf die Konkurrenz. Denn neben Moser schafft das nur eine Athletin: Titelverteidigerin Katie Moon. Die Amerikanerin steht nach vier Sprüngen ebenfalls ohne Fehlversuch da. «Eigentlich war es einer der besten Wettkämpfe meines Lebens», sagt auch Moser. «Die 4,80 Meter sind meine zweitbeste Höhe. Ich habe alles probiert, was ich konnte und das war heute nicht genug.»

Mit vollem Risiko auf 4,90 m

Die erste Leichtathletik-Olympiamedaille einer Schweizerin ist zum Greifen nah. Doch dann scheitert Moser zweimal auf 4,85 m, während Moon, Nina Kennedy (Aus) und Alysha Newman (Ka) die Latte auf dieser Höhe überfliegen. Um im Medaillenrennen zu bleiben, hat Moser nur noch eine Möglichkeit: den dritten Versuch auslassen und gleich auf 4,90 m zu gehen. Eine Höhe, die sie noch nie übersprungen hat. Eine Höhe, die zwei Zentimeter über ihrem Schweizer Rekord liegt, den sie erst vor rund einem Monat in Monaco aufgestellt hat.

Das Risiko wird nicht belohnt. Die Latte fällt erneut runter. Und die Medaillen gehen an die Konkurrentinnen. «Beim Schweizer Rekord hat alles auf den Millimeter genau zusammengepasst. Da ist immer etwas Glück im Spiel», meint Moser. Dieses Glück sei nun nicht auf ihrer Seite gewesen und das tue weh, auch wenn sie sich nichts vorwerfen könne.

Moser schaut schon in die Zukunft

Schon unmittelbar nach dem letzten Versuch ist die Enttäuschung Moser ins Gesicht geschrieben, sie kann die Tränen nicht zurückhalten. Obwohl Platz 4 bitter ist, vor allem weil die Medaille so nah war, darf Moser stolz auf sich sein. Auch wenn sie wohl eine Weile braucht, um das zu realisieren. Und sie schaut schon in die Zukunft: «Auf jeden Fall ist es nicht das Letzte, was ich auf der olympischen Bühne zeigen möchte. Ich hoffe, in vier Jahren gehts dann auf.»

Während Moser die ersten Tränen trocknet, macht das verbleibende Trio die Medaillen unter sich aus. Nina Kennedy überspringt als einzige die 4,90 m und krönt sich zur Olympiasiegerin. Katie Moon scheitert zweimal auf dieser Höhe und holt Silber, Bronze geht an Alysha Newman.

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