Im Dopingtest, den die Eiskunstläuferin Kamila Walijewa im Dezember 2021 abgeben hat, wurde während Olympia die verbotene Substanz Trimetazidin nachgewiesen. Die Rufe nach Disqualifikation wurden laut, Erinnerungen an das systematische Staatsdoping von 2014 in Sotschi werden wach. Wie die «New York Times» nun erfahren hat, war es nicht die einzige Substanz, die in Walijewas Probe entdeckt wurde.
Im Stockholmer Labor, wo der Test durchgeführt wurde, habe man auch die Herzmedikamente Hypoxen und L-Carnitin nachweisen können. Im Gegensatz zu Trimetazidin sind diese allerdings nicht verboten. Russische Behörden glaubten, dass der Trimetazidin-Nachweis und damit der Test falsch war. Mit dieser Meinung sind sie bislang jedoch allein.
«Das Auftreten mehrerer solcher Substanzen in einer Probe einer Elite-Athletin ist äusserst ungewöhnlich», meinte ein von der «Times» namentlich nicht genannter Antidoping-Beamter. Es sei vor allem ungewöhnlich, weil die Athletin noch so jung ist.
Freispruch oder Dopingsperre?
«Es ist eine Dreier-Kombination von Substanzen. Zwei davon sind erlaubt, eine nicht», erklärte Travis Tygart, Geschäftsführer der US-amerikanischen Antidoping-Agentur. Was würde ihr die Kombination bringen? «Sie würde die Ausdauer verbessern, Müdigkeit reduzieren und Sauerstoff effizienter verarbeiten», so Tygart. Heisst, dass die Verbindung doch leistungsfördernd wäre.
Reicht das, um sie nun doch zu sperren? Oder ist es zu wenig, wenn eine von drei Substanzen verboten ist? Eine Entscheidung wird nach Abschluss der Olympischen Spiele erwartet. Zum Kurzprogramm im Einzel-Wettkampf wurde sie zugelassen. Dieses beendete sie am Dienstag auf dem ersten Platz, am Donnerstag bestreitet die Russin die Kür. Eine weitere Medaille ist durchaus zu erwarten. (che)
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