Männer verpassen Podest knapp
Langlauf-Duo Fähndrich und Kälin läuft zu Olympia-Silber

Die elfte Medaille der diesjährigen Olympischen Spiele ist Tatsache. Nadja Kälin und Nadine Fähndrich laufen in der Sprint-Staffel zu Silber. Das Männer-Duo Janik Riebli und Valerio Grond landet knapp neben dem Podest.
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Nadine Fähndrich gewinnt in der Sprint-Staffel gemeinsam mit Nadja Kälin Olympia-Silber.
Foto: keystone-sda.ch
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Dominik ManiRedaktor Sport-Desk

In Val di Fiemme geht eine lange Wartezeit zu Ende. Zum ersten Mal seit Salt Lake City 2002 (Bronze in der Staffel) gewinnt die Schweiz bei den Frauen im Langlauf eine Olympia-Medaille. Nadine Fähndrich und Nadja Kälin laufen in der Sprint-Staffel Silber, Gold geht an das Top-Favoriten-Duo aus Schweden (Sundling/Dahlqvist) – Bronze geht an Deutschland (Gimmler/Rydzek). 

Mit einer bärenstarken Schlussrunde macht Fähndrich den zweiten Platz klar. Sie übernimmt von Kälin auf dem fünften Zwischenrang, wo sich die Schweizerinnen grösstenteils aufhielten. Fähndrich geht sofort in die Offensive, schluckt eine Gegnerinnen nach der Anderen. Im ersten Anstieg schnappt sie sich die Zweitplatzierte Finnin und lässt ihre Kontrahentin stehen. 

Fähndrich kann sogar noch Druck auf die Führende Schwedin machen, aber nicht mehr einholen. Es ist die Taktik, die sich Fähndrich vor dem Rennen zurecht legt, die aufgeht. «Für mich war von Anfang an klar, dass nichts abgesichert wird, dass es so weit nach vorne gehen soll wie möglich. Ich wollte um Gold kämpfen und habe nur noch nach vorne geschaut. Es ist wunderschön, dass es so aufgegangen ist», sagt Fähndrich nach dem Rennen im SRF-Interview.

Letzte Medaillen-Chance genutzt

Für Fähndrich ist die Silbermedaille eine Versöhnung mit der Sprintstrecke im Val di Fiemme. Im Einzelwettbewerb ging die Luzernerin als eine der Mitfavoritinnen an den Start, doch blieb bereits im Viertelfinal hängen und musste sich mit dem 21. Schlussrang begnügen. «Es ist unglaublich, dass wir das erleben dürfen und die Silbermedaille mit nach Hause nehmen können. Die letzten Tage waren nicht einfach. Dass es so endet, ist wunderschön», so Fähndrich. 

Für die Innerschweizerin ist es der perfekte Abschluss: «Es sind sicher die letzten Olympischen Spiele. Umso schöner ist es daher, dass es im letzten Rennen mit der ersten Medaille geklappt hat.» Teamkollegin Kälin lief es im Einzel besser, die Engadinerin wurde im Skiathlon Vierte und verpasste das Podest nur knapp. Im Gegensatz zu Fähndrich wird Kälin wohl noch beim Wettkampf über 50 Kilometer an den Start gehen.

Männer schrammen an Podest vorbei

Das Männer-Duo bestehend aus Janik Riebli und Valerio Grond kommt direkt im Anschluss an das Frauen-Rennen zum Zug. Die beiden Schweizer verpassen das olympische Podest knapp und werden Vierte. Gold geht erwartungsgemäss an Norwegen, für Johannes Hösflot Kläbo ist es der fünfte Olympia-Sieg an den laufenden Spielen, der Zehnte insgesamt.

Der Wettkampf startet für das Duo denkbar schlecht, in der ersten Runde bricht Riebli der Stock. Er kann trotz des Materialschadens den Anschluss halten und an Grond übergeben. Danach liegt das Schweizer Duo aber immer mitten im Kampf um die Medaillen.

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