Einst war Peter Seisenbacher ein Held. Jetzt ist er ein Nichts. Schlimmer noch: In den Augen vieler ist er der personifizierte Abschaum. Der heute 60-jährige Judo-Olympiasieger (1984 und 1988) aus Österreich verging sich während seiner Trainertätigkeit an zwei Mädchen und einer Jugendlichen. Davon ist das Oberste Gerichtshof in Wien überzeugt – es bestätigte die Verurteilung des Ex-Spitzensportlers vom letzten Dezember.
Das Verdikt gegen Seisenbacher: Fünf Jahre Haft. Über die Gültigkeit dieses Urteils muss nun das Oberlandesgericht Wien entscheiden. Sicher ist schon jetzt: Der einstige Sportheld – er erhielt 1996 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich – ist tief gefallen.
Die Opfer waren 9, 13 und 16 Jahre alt
Dabei fand Seisenbacher nach seiner glorreichen Karriere einen direkten Einstieg in ein neues Leben. Anfang der 90er war er in seinem Heimatland Generalsekretär der Sporthilfe und Trainer des Herren-Nationalteams, später folgten Trainertätigkeiten in Georgien und Aserbaidschan. 2014 tauchten dann die ersten, schweren Vorwürfe auf.
Konkret: Seisenbacher soll während seiner Zeit als Coach zwischen 1997 und 2004 ein neunjähriges Mädchen sexuell missbraucht haben. Die heutige Frau behauptet, Seisenbacher habe sich während drei Jahren an ihr vergangen. Die zweite Anklägerin war zum Zeitpunkt der Taten 13 Jahre alt. Schliesslich sprach ein drittes Opfer von einem Versuch eines Missbrauchs während eines Trainingslagers. Sie war damals 16.
Seisenbacher flüchtete in den Osten
Der Prozess gegen Seisenbacher wurde ursprünglich bereits 2016 angesetzt. Doch er tauchte unter. Seisenbacher war auf der Flucht. Er tauchte erst in der Ukraine wieder auf, doch schon bald setzte er sich wieder ab.
Später erwischte man die einstige Judo-Legende in Polen. Im September 2019 wurde Seisenbacher dann endlich nach Österreich ausgeliefert. Nun steht er kurz davor, seine Strafe zu erhalten.
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