Schweiz
Schweiz
Beendet
2:1
(n.V.)
(0:0 | 1:1 | 0:0 | 1:0)
Schweden
Schweden
Leemann 36'
Muller 70'
Jungaker 32'
17:14 Uhr
17:16 Uhr

Schlussfazit

Die Bronze-Medaille im Eishockey der Frauen geht wie schon 2014 in die Schweiz! Das Team von Colin Muller behält in einem hochspannenden Krimi in der Verlängerung die Oberhand und gewinnt das Spiel um Platz 3 gegen Schweden mit 2:1. Matchwinnerin ist dabei Alina Müller, die einen sehenswerten Doppelpass mit Wey in der 70. Minute zum Siegtreffer verwertet.

Es ist der Lohn für eine kämpferische und defensiv disziplinierte Leistung über die gesamte Spielzeit. Nur einmal muss sich Brändli im Schweizer Tor bezwingen lassen: Jungaker bringt Schweden nach 32 Minuten in Führung. Nur vier Minuten später kann die Schweiz aber reagieren – Leemann trifft zum 1:1.

Im Schlussdrittel hat die Schweiz dann einige heikle Momente zu überstehen, unter anderem ein Boxplay in den letzten zwei Minuten der regulären Spielzeit. In der Overtime kippt das Spiel dann aber: Die Schweiz scheint näher dran am Siegtreffer – Zimmermann scheitert an Schweden-Goalie Svensson Träff und Stalders abgelenkter Schuss landet am Pfosten – und erlöst sich schliesslich kurz vor dem Ende der zehnminütigen Verlängerung.

17:12 Uhr

70. Minute – die Schweiz gewinnt Bronze!

Toooor für die Schweiz durch Müller! Das ist die Entscheidung in diesem Bronze-Spiel! Müller und Wey spielen einen sehenswerten Doppelpass, den Müller aus kurzer Distanz überlegt zum 2:1 verwertet. Svensson Träff ist dieses Mal machtlos – und der Schweizer Jubel riesengross.

17:09 Uhr

68. Minute

Pfostenschuss für die Schweiz! Die erste Linie mit Stalder und Müller wird einmal mehr brandgefährlich. Ein abgelenkter Schuss von Stalder landet aber nur am Gehäuse.

17:07 Uhr

67. Minute

Jungaker findet in der gegnerischen Zone plötzlich viel Platz vor. Ihr Zuspiel ins Zentrum kann Herzig aber abfangen – eine wichtige Aktion.

17:06 Uhr

66. Minute

Die Hälfte der Verlängerung ist um, wobei das entscheidende Tor noch immer nicht gefallen ist. Die Schweiz verteidigt solide, kann ihre Chancen gleichzeitig aber nicht nutzen. Svensson Träff rettet schon wieder.

17:03 Uhr

63. Minute

Die Schweiz scheint dem Siegtreffer in dieser Verlängerung näher. Nach einem heftigen Fehler in der schwedischen Defensive hat Zimmermann plötzlich die grosse Chance auf die Entscheidung. Alleine vor dem Tor scheitert sie aber an Svensson Träff.

17:01 Uhr

61. Minute – die Verlängerung läuft

Nun ist die Spannung in Mailand greifbar: Die Verlängerung hat begonnen. Bei Drei-gegen-drei entscheidet das nächste Tor.

16:58 Uhr

60. Minute – die reguläre Spielzeit ist zu Ende

20 Sekunden vor Schluss nimmt Muller sein Time-out und schwört seine Truppe noch einmal ein. Tatsächlich sucht die Schweiz im Anschluss den späten Siegtreffer – der Puck verlässt die schwedische Zone nicht mehr. Ein Tor will aber keines mehr gelingen. Damit geht das Bronze-Spiel in die Verlängerung.

16:55 Uhr

60. Minute

Auch wenn Schweden im Powerplay mehrmals gefährlich wird: Die Schweiz übersteht die heikle Situation unbeschadet. Von der Verlängerung trennen die beiden Teams nun nur noch wenige Sekunden.

16:52 Uhr
Zeitstrafe
Zeitstrafe

58. Minute

Spät kommt die erste Strafe gegen die Schweiz – und zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Lutz begeht einen Crosscheck und muss für zwei Minuten in die Kühlbox. Wie funktioniert das Schweizer Boxplay?

Happy End im Schweden-Thriller
Müller schiesst Nati ein zweites Mal zu Bronze

Die Eishockey-Nati der Frauen gewinnt zum zweiten Mal nach 2014 Olympia-Bronze. Wieder gegen Schweden. In einem hochdramatischen Thriller gelingt Alina Müller in der letzten Minute der Verlängerung das entscheidende Tor.
1/10
Grosser Jubel in Mailand: Die Schweiz holt Olympia-Bronze im Eishockey der Frauen!
Foto: Claude Diderich/freshfocus
RMS_Portrait_AUTOR_378.JPG
Marcel AllemannReporter Eishockey


Eine Medaille gewinnen oder am Ende mit leeren Händen dastehen. Diese knifflige Ausgangslage sorgt dafür, dass dieses Bronze-Spiel lange von Vorsicht geprägt ist. Die Schweizerinnen lassen vor dem eigenen Tor wenig zu, können aber in der Offensive wenig bewegen. Just als sie im Lauf des zweiten Drittels mehr Dynamik aufs Eis bringen und gefährlicher werden, durch Ivana Wey dann auch noch einen Penalty nicht zur Führung nutzen können, kassieren sie einen Gegentreffer.

Der Distanzschuss von Mira Jungaker passt haargenau unters Lattenkreuz – Goalie Andrea Brändli ist die Sicht versperrt und machtlos. Kurz zuvor war Jungaker noch von einem harten Schuss von Nicole Vallario abgeschossen worden, musste auf der Spielerbank betreut werden und hatte Tränen in den Augen. Unmittelbar nach ihrer Rückkehr aufs Eis kann die 20-jährige Verteidigerin dann aber jubeln.

Schnelle Reaktion auf das 0:1

Es werden Erinnerungen wach an das Bronze-Spiel zwischen der Schweiz und Schweden 2014 in Sotschi, als die Eisgenossinnen mit 0:2 im Hintertreffen lagen, ehe sie mit einer heroischen Wende und einem 4:3-Sieg die erste Olympia-Medaille für das Schweizer Fraueneishockey doch noch sicherstellten. Aber an diesem Nachmittag in Mailand erfolgt die Reaktion schneller. Nach einer herrlichen Kombination mit Alina Marti gelingt Sinja Leemann der Ausgleich. Die SCB-Stürmerin hat sich einen guten Moment für ihr erstes Olympia-Tor ausgewählt.

Es entwickelt sich wie schon im Viertelfinal gegen Finnland (1:0-Sieg) ein harter, spannender und dramatischer Kampf auf Augenhöhe, bei dem jedes Detail und jeder Fehler für die Differenz sorgen kann. Heisse Szenen gibt es vor beiden Toren, aber die Schwedinnen werden nun spielerisch dominanter. Vor allem wenn Torschützin Jungaker, die klar auffälligste Spielerin in diesem Bronze-Match, auf dem Eis ist. So richtig brenzlig wird es in der Schlussphase des dritten Drittels, als Lena Marie Lutz zur Unzeit eine Strafe kassiert. Aber die Schweizerinnen überstehen diese kritische Phase und so geht es in die Verlängerung. Dieser Krimi wird auf die Spitze getrieben – und braucht Nerven aus Stahl!

Müller-Tor ist auch 12 Jahre später entscheidend


Laura Zimmermann hat den Bronze-Treffer auf dem Stock (63.), scheitert aber. Und dann trifft Lara Stalder mit einem abgelenkten Schuss den Pfosten (68.). Was für ein Drama! Aber weiter keine Entscheidung. Doch dann tritt die Schweizer Starspielerin Alina Müller auf den Plan, mit ihrer ersten Chance (69.) scheitert sie noch. Aber als sie von Wey vor dem Tor angespielt wird, trifft Müller unwiderstehlich. 51 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung. Was für ein Tor, was für ein Moment! Müller hatte bereits vor 12 Jahren in Sotschi gegen Schweden den letzten, entscheidenden Treffer erzielt. Damals als 15-jähriges Küken. Nun erneut, mit 27. Im Gegensatz zu den Männern am Mittwoch (2:3 gegen Finnland) ist das Verlängerungsglück an diesem Donnerstag auf Schweizer Seite.

Die letzten Spiele
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen