Blick-Buchli zu Olympia in der Schweiz
Ein Festli der fünf Ringe – das wärs!

Swiss Olympic will Olympia in die Schweiz holen. Warum nicht, wenn die Bedingungen stimmen?
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Dezentrale Olympische Spiele, die auf existierender Infrastruktur aufbauen? Ganz ohne Grössenwahn?
Foto: Bongarts/Getty Images

Fünf Ringe, ein Mythos! Olympia ist das Grösste in einem Athletinnenleben. Olympia ist das Schönste für jeden Sportfan. Olympia in der Schweiz? Unser kleines Land in aller Munde, Standortmarketing ahoi. Man würde uns endlich nicht mehr mit den Schweden verwechseln. Unsere Wintersportorte hätten globale Strahlkraft. Wir wären vier Wochen lang das Epizentrum des Weltsports. Das wärs!

Eigentlich. Aber es ist verchachlet, das mit diesem Olympia. Die fünf Ringe stehen abgesehen vom sportlich Positiven längst für viel Negatives: für Milliarden-Investitionen à fonds perdu, für eine jahrzehntelang grenzwertig geführte Vergabepolitik, für Gigantismus und Grössenwahn.

Das Schweizer Stimmvolk hat zuletzt alle olympischen Bemühungen bachab geschickt. Wir sind kein Einzelfall: Früher buhlten die Länder um Olympia, heute finden sich kaum mehr Nationen, die sich das antun wollen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat nun offenbar aus der Not heraus zur Vernunft gefunden. Man will plötzlich nachhaltige Spiele.

Dezentral, aufbauend auf existierender Infrastruktur, ganz ohne Grössenwahn. Damit ist Olympia plötzlich eine Chance für uns. Ein Festli der fünf Ringe in der Schweiz. Wir müssten uns auch so noch zur Decke strecken, klar. 3000 Athletinnen, 10'000 Funktionäre, mehrere Hunderttausend Fans. Es wäre immer noch ein sehr grosser Grossanlass.

Es lohnt sich, eingehend zu prüfen, ob das IOC es ernst meint. Wenn ja, sollten wir Vollgas geben. Die Schweiz als Vorreiterin für das neue Olympia. Klein und fein organisiert. Das können wir. Es wäre grossartig.

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