Der Schweizer Motorsport verliert ein grosses Aushängeschild. Am Dienstag verstarb Jacques Cornu (†72) nach langer Krankheit. Dies bestätigte die Familie des ehemaligen Töfffahrers gegenüber der Neuenburger Zeitung «Arcinfo».
Die erfolgreichste Zeit seiner Karriere erlebte Cornu in den 1980er-Jahren. Nach Jahren, in denen er als Privatfahrer für Aufruhr und erste Podestplätze sorgte, wurde er 1985 zum Werksfahrer und etablierte sich an der Weltspitze.
Karriere startete durch einen Zufall
Cornu sammelte in der 250-ccm-Kategorie mehrere Erfolge: Drei Grand-Prix-Siege und insgesamt 21 Podestplätze gehen auf sein Konto. In den Jahren 1988 und 1989 gehörte er zur absoluten Spitze und schloss die Weltmeisterschaft jeweils auf Rang drei ab.
Gleichzeitig machte er sich auch im Langstreckenbereich einen Namen – mit dem Weltmeistertitel 1982 und dem Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans 1983. Der WM-Titel war der Höhepunkt einer Karriere, die nur durch einen Zufall begann.
«Meine ersten Rennen fuhr ich mit zehn Jahre alten Strassentöffs. In den Kurven konnte ich meine Gegner immer überholen, aber auf der Geraden fuhren sie mir einfach wieder davon, weil sie mehr Leistung hatten», schilderte er seine Anfänge einst im Blick-Interview.