Darum gehts
- Luke Littler (18) verteidigt am Samstag seinen Darts-WM-Titel in London
- Er gewinnt 1,07 Millionen Franken, zahlt aber 45 Prozent Steuern
- Littler führt Weltrangliste mit fast zwei Millionen Franken Vorsprung an
Luke Littler (18) hat am Samstagabend doppelten Grund zur Freude: Das Darts-Wunderkind verteidigt seinen WM-Titel als erst dritter Spieler in der Geschichte des 1994 eingeführten Events. Für seinen Triumph über den Holländer Gian van Veen (23) kassiert Littler zudem viel mehr Preisgelder als seine Vorgänger: Der Siegercheck wurde für dieses Jahr auf umgerechnet 1,07 Millionen Franken verdoppelt.
«Dieses Geld verändert mein Leben», sagt Littler zu Sky Sports. «Und ich vergrössere damit meinen Vorsprung in der Weltrangliste. Nun bin ich die klare Nummer 1.» Zur Erklärung: Im Darts wird die Weltrangliste anhand des erspielten Preisgelds erstellt. Dort führt Littler mit fast zwei Millionen Franken Vorsprung auf seinen englischen Landsmann Luke Humphries.
Fast die Hälfte geht für die Steuern drauf
Allerdings darf Littler von seinem WM-Siegercheck nur etwas mehr als die Hälfte behalten. 45 Prozent muss er den britischen Steuerbehörden abdrücken. Im zarten Darts-Alter von 18 Jahren dürfte aber noch der eine oder andere Franken hinzukommen.
Nicht umsonst wird Littler zugetraut, den Verbände übergreifenden Rekord von 16 WM-Titeln des Engländers Phil Taylor (65) anzugreifen. «Das ist natürlich weit weg», sagt Littler, als er auf die Marke angesprochen wird, die einst als unantastbar galt. «Ich brauche noch 14 Siege. Das wären dann noch 15 oder 16 Jahre für mich. Ich werde ja noch lange dabei sein. Und ich werde immer kommen, um zu gewinnen.»
Etwas anderes hat Littler seit seinem kometenhaften Aufstieg kaum getan: Vor zwei Jahren wurde er erst im Final gebremst, 2024 und 2025 verliess er den Ally Pally mit dem Titel.