Bank gibt heimliches Comeback
UBS segelt wieder bei Alinghi Red Bull mit

Die UBS war einer der grossen Sponsoren, als Alinghi 2003 und 2007 den America's Cup holte. Jetzt ist die Bank ganz diskret für die Rückkehr der Genfer wieder an Bord gekommen.
Publiziert: 13.04.2024 um 12:43 Uhr
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Aktualisiert: 13.04.2024 um 14:56 Uhr
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Alinghi Red Bull trainiert vor Barcelona für den America's Cup: Nun ist ein alter bekannter Sponsor wieder dazu gestossen.
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Die Segler von Alinghi Red Bull Racing haben für das Comeback am America’s Cup ein grosses Ziel: 2024 wieder wie schon 2003 und 2007 die älteste Sport-Trophäe in die Schweiz zu holen. Und nun ist beim Genfer Team still und heimlich ein ganz besonderer Partner wieder an Bord gekommen: die Bank UBS.

UBS, Alinghi, America’s Cup? Diese Trilogie war bereits bei den Triumphen damals, als die Schweiz zur Segelnation wurde, eng miteinander verknüpft. Die Grossbank prangte 2003 und 2007 als einer der grossen Sponsoren auf dem Boot, pumpte damals rund 50 Millionen Franken in die «Formel 1 des Segelns».

Ob das Banken-Kürzel auch diesen Herbst bei der prestigeträchtigsten Regatta des Segelsports wieder auf dem Segel zu sehen sein wird, ist noch nicht bekannt. Alinghi Red Bull zeigte von seiner neu entwickelten Super-Yacht erst den Rumpf.

Ohne Ankündigung plötzlich Team-Partner

Doch bei dieser ersten Enthüllung des Boots zeigte sich das heimliche UBS-Comeback. Als der Schiffsrumpf beim Alinghi-Hauptquartier im Hafen von Barcelona auf den Vorplatz gerollt wird, taucht das Logo auf einem Schild an der Fahrkonstruktion auf. Auch auf der Teamwebsite ist die Bank mittlerweile präsent.

Die Bank segelt wieder mit. Doch noch ist die Partnerschaft nicht offiziell verkündet worden. Das Team überlässt dem neuen Partner den Zeitpunkt. Ob die UBS in diesen Tagen, als das Millionensalär von Banken-Chef Sergio Ermotti bekannt wurde und ausserdem der Bundesrat neue Massnahmen der Bankenregulierung verkündete, lieber nicht ein neues Millionen-Sponsoring bekannt geben wollte? Unklar.

Alinghi-Boss Bertarelli war UBS-Verwaltungsrat

Dass in der ersten Alinghi-Ära die UBS an Bord war, erschien nicht besonders überraschend. Syndikatsboss Ernesto Bertarelli war damals im Verwaltungsrat. Nun nicht mehr – doch einen Deal brachte er offensichtlich dennoch wieder zustande.

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Eigentlich erstaunlich: Denn 2008 endete die Zusammenarbeit mit Misstönen. Die UBS wollte nicht mehr mit dem vor Gericht ausgetragenen Gezanke um die America’s Cup-Austragung 2010 in Verbindung gebracht werden. Tempi passati. Wie das still und heimlich wieder aufgetauchte Logo am Boot zeigt.

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