Rubin mit wunderschönem Fliegertor gegen Island
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Sensation knapp verpasst:Rubin mit wunderschönem Fliegertor gegen Island

Handball-Nati muss Halbfinal-Traum begraben
Doppel-Strafe kurz vor Schluss kostet uns den EM-Coup

Die Schweizer knöpfen Island beim 38:38 einen Punkt ab. Das Team von Andy Schmid verpasst den Coup und muss die letzten Halbfinal-Hoffnungen aufgeben.
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Lukas Laube erzielt fünf der 38 Schweizer Tore – fängt sich am Schluss aber eine verhängnisvolle Strafe ein.
Foto: Getty Images
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Cédric HeebRedaktor Sport

Die Schweizer Handballer jubeln, als die Schlusssirene ertönt – obwohl sie wissen, dass sie mit dem 38:38 gegen Island den Traum des EM-Halbfinals begraben müssen.

Sie jubeln, weil sie einem ernsthaften Medaillenkandidaten einen Punkt abgeknöpft haben. Und das absolut verdient. Das Team von Andy Schmid führt fast während der ganzen Partie, in der zweiten Halbzeit liegen sie nur kurz nach Wiederbeginn zurück, danach nie mehr. Zwei Minuten vor Schluss liegt die Nati mit zwei Toren vorne – der Coup gegen den EM-Dritten von 2010 liegt in der Luft.

Doch dann folgen zwei Zweiminutenstrafen, zuerst gegen Lukas Laube, dann gegen Lenny Rubin. In doppelter Unterzahl können die Schweizer nicht verhindern, dass die Isländer zum Ausgleich kommen und so noch das Remis holen. «Wir nehmen den Punkt, auch wenn wir natürlich sehr gerne zwei Punkte gehabt hätten. Aber das ist irgendwie die Story dieser EM», sagt Noam Leopold, der beste Schweizer Torschütze (7 Treffer), gegenüber SRF.

«Wir haben sie immer wieder überrascht»

«Man darf zum Punkt gratulieren», sagt auch Schmid. Seine Spieler hätten eine unglaubliche Energie und Willenskraft auf die Platte gebracht. Das habe sich am Morgen noch nicht angedeutet, verrät der 42-Jährige: «Als ich in die Gesichter der Spieler geschaut habe und gesehen habe, wie sie die Treppe ‹raufgeschlurft› sind, wusste ich nicht, wie viel Energie wir noch im Tank haben.» Offenbar noch viel.

Offensiv habe er nichts zu bemängeln, defensiv hätte man es noch ein bisschen besser machen können. «Wir haben im Angriff einfachen Handball gespielt und sie immer wieder mit schnellen Toren überrascht.» Dies sei der Schlüssel dazu gewesen, 38 Tore zu schiessen. «Ein Defensivspezialist würde sagen, dass 38 hinten zu viel sind – aber ich freue mich über die 38 vorne.»

Schmids leise Schiri-Kritik

Zu den verhängnisvollen Strafen in den Schlussminuten will Schmid nicht allzu viel sagen, äussert aber leise Kritik: «Ich finde, dass wir in den letzten zehn Minuten schon ein paar Entscheide gegen uns hatten. Wenn wir in die Zweikämpfe gingen und noch einen ins Gesicht bekommen, gab es auch keine Zweiminuten.» Aber so sei Handball. «Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die damit das Halbfinal vielleicht abhaken muss – das ist fantastisch.»

So steht die Schweiz bei zwei Punkten aus drei Hauptrundenpartien und kann nicht mehr auf einen der beiden Top-Plätze kommen, die für den EM-Halbfinal reichen würden. Zum Abschluss einer starken EM spielt die Schweiz am Mittwochabend (20.30 Uhr) gegen Gastgeber Schweden, den Rekord-Europameister. Schmid: «Ich würde es als Spieler nicht schaffen, die Energie nochmals aufzubringen. Aber meine Spieler haben gezeigt, dass sie ihren Körper überlisten können.»

Hier gibts das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

27.01.2026, 17:16 Uhr

60. MInute – 38:38

Aus. Schluss. Vorbei. Die Schweiz verliert das Spiel in den letzten zwei Minuten, womit klar ist: Sämtliche Halbfinal-Hoffnungen sind futsch. In Kürze gibts hier den Matchbericht. Vielen Dank fürs Mitlesen und bis zum nächsten Mal.

27.01.2026, 17:05 Uhr

60. Minute – 38:38

Was für ein Drama! Die Schweizer sind immer noch im Ballbesitz. Dann begehen sie das Stürmerfoul udn verlieren den Ball. Jetzt nimmt Island sein letztes Timeout.

27.01.2026, 17:03 Uhr

59. Minute – 38:38

Die Isländer gleichen aus. Schmid nimmt sein letztes Timeout.

27.01.2026, 17:00 Uhr

58. MInute – 38:37

Noch zwei Minuten – und die Schweizer liegen immer noch in Führung. Der Coup liegt in der Luft. Aber dann der Dämpfer: Auch Lenny Rubin muss zwei MInuten raus und sind in doppelter Unterzahl. Manuel Zehnder kommt erstmals in diesem Spiel auf die Platte.

27.01.2026, 16:58 Uhr

57. Minute – 37:35

Die Teams schenken sich nichts, es geht schnell hin und her. Die Angriffe werden nun immer mit einem Tor vollendet, es passieren kaum Fehler. Leopold, der Schweizer Siebenmeterschütze, kassiert eine Zweiminutenstrafe.

27.01.2026, 16:56 Uhr

55. Minute – 36:34

Lenny Rubin holt in dieser Phase einen eminent wichtigen Siebenmeter raus! Noam Leopold versenkt – 36:34.

27.01.2026, 16:52 Uhr

53. Minute – 35:33

Jeder Fehler kann in dieser Phase teuer zu stehen kommen, so eng wie es in dieser Partie war und ist. Island-Coach Snorri Gudjonsson nimmt sein zweites Timeout.

27.01.2026, 16:50 Uhr

52. Minute – 33:32

Jetzt unterläuft auch den Isländern ein technischer Fehler. Das können die Schweizer jedoch nicht in ein Tor ummünzen, weil Lenny Rubin ein Stürmerfoul begeht. Nach dem 32. Treffer der Isländer kehrt Portner zurück ins Schweizer Tor.

27.01.2026, 16:49 Uhr

50. Minute – 33:31

Die letzten zehn Minuten sind angebrochen, die Schweizer führen mit zwei Toren.

27.01.2026, 16:48 Uhr

49. MInute – 32:30

Die isländischen Fans machen mächtig Stimmung – auch gegen die Schweiz. Doch davon lassen sich die Nati-Stars nicht beirren und führen weiter.

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