Der Kosovo überzeugt in dieser WM-Quali einmal mehr. Gegen Slowenien fährt die Mannschaft von Ex-FCZ-Coach Franco Foda (59) den dritten Dreier ein. Zwar wird es kaum noch was mit einer historischen direkten Qualifikation, doch die Nation mit den vielen Spielern mit Schweiz-Bezug beweist einmal mehr, dass sie sich vor niemandem mehr verstecken muss. Und in den WM-Playoffs kann sie sich durchaus noch ein Ticket für die WM in Kanada, Mexiko und den USA sichern.
Der Sieg gegen Slowenien ist verdient. Schon nach sechs Minuten geht der Kosovo in Führung. Fisnik Asllani (23), der wie Albian Hajdari (22) und Leon Avdullahu (21) bei Hoffenheim sein Geld verdient, heisst der Torschütze. In der Folge kontrollieren die Kosovaren die Partie, auch wenn die Slowenen ebenfalls zu Chancen kommen.
Die Entscheidung zugunsten Kosovos fällt aber erst in den zwanzig Minuten nach Wiederanpfiff. Und es sind erst noch die Slowenen, die dafür sorgen. Erst sieht der eingewechselte Petar Stojanović (30) Gelb-Rot, und dann erzielt Sloweniens Zan Karnicnik (31) ein wunderbares Eigentor – fast noch schöner als jenes von Luzern-Captain Pius Dorn gegen Lausanne.
Ab diesem Zeitpunkt ist die Messe in Ljubljana gelesen. Zehn enttäuschende Slowenen bringen nichts mehr Gefährliches zustande. Stattdessen kommen die Kosovaren noch einige Male vors Tor von Atlético-Madrid-Goalie Jan Oblak (32). Am Endresultat ändert sich aber nichts mehr. Und auch nicht, dass der Kosovo noch nie so gut war wie aktuell.



