YB-Legende muss gehen: So erklärt Spycher die Hoarau-Trennung(04:35)

YB-Legende findet Trennung «hart»
Landet Hoarau nun beim FC Sion?

Nachdem klar ist, dass Guillaume Hoarau (36) bei YB keinen neuen Vertrag mehr erhält, gibt es viele Fragezeichen um die lebende Legende. Zum Beispiel. Wo spielt sie weiter? In Sion?
Publiziert: 19.08.2020 um 16:33 Uhr
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Aktualisiert: 26.08.2020 um 16:28 Uhr
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Wo ziehts YB-Legende Guillaume Hoarau hin?
Alain Kunz

Der Entscheid von YB, Hoaraus Wunsch abzuschlagen, ihm nochmals einen Vertrag zu geben, damit er seine Karriere in Bern beenden kann, spaltet sowohl YB-Fans wie auch die restlichen Fussballanhänger in der Schweiz. Die einen finden es herzlos, die anderen professionell.

Der Spieler selber will vorderhand nichts zur Situation sagen. Er postet auf Instagram eine Headline mit dem Titel «Nach 6 Jahren: Hoarau muss bei YB gehen». Wie um zu manifestieren: Nein, das war nicht mein Wille. Und er schreibt dazu: «Es ist hart, aber das ist Fussball. Ich werde Euch allen später danken und darüber sprechen. Jetzt gilt der Fokus dem Final. Auf dass wir den schönstmöglichen letzten Tanz gemeinsam aufführen können.»

YB fällte Grundsatzentscheid

Man spürt es: Die Trennung tut weh. Und Hoarau vermisst auch ein bisschen den Respekt. Denn er war bereits gewesen, auf enorm viel zu verzichten. Doch YB fällte einen Grundsatzentscheid.

Stellt sich nun die nächste Frage: Wo setzt «AirFrance» seine Karriere fort? Er hatte schon vor seinem Muskelbündelriss im Spiel gegen Thun Anfang Juli klargemacht, dass er weitermachen wolle. Und bekräftigte dies, als absehbar war, dass er bald wieder fit sein würde.

Kohle machen an exotischem Ort?

In einer grossen Liga wird es schwierig werden. Selbst in Frankreich, wo der Mann, der 161 Spiele für PSG und 57 Tore gemacht hat, eine kleine Ikone ist. 36 Jahre und eine persönlich verfluchte Saison hinter sich mit nur drei Meisterschaftseinsätzen über die volle Distanz – das reicht nicht.

Ein exotischer Ort, wo er zum Schluss nochmals richtig abkassieren kann? In der Wüste, den USA oder China? In China war er schon mal, 2013, bei Dalian, kehrte aber Ende Jahr vorzeitig nach Frankreich zurück. Desillusioniert und einsam. Der Verzicht auf viel Geld fiel ihm nicht mal besonders schwer. Und im Moment ist wohl auch kein Scheich bereit, mal eben so einem Hoarau drei Millionen anzubieten.

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Basel wollte ihn früher unbedingt

Bleibt… die Schweiz. Thun? Immerhin wohnt er dort. Basel? Wäre spannend. Die wollten ihn ja schon früher unbedingt. Xamax, um sofort wieder aufzusteigen? Raphaël Nuzzolo hat schon mal gepostet: «Kennst Du Xamax? Ich habe die 9 für Dich schon reserviert. Du müsstest nicht mal mit der 99 spielen!»

Oder…Sion? Der übliche Verdächtige in solchen Fällen heisst Christian Constantin. Er sagt: «Guillaume ist ein fantastischer Spieler. Aber ich habe keine Ahnung, was er vorhat. Zumal es eine Frage des Geldes wäre. Aber ich denke, er ist immer noch für zwanzig Tore gut.» Ein Dementi tönt anders…

CC hat andere Baustelle

Im Moment, so CC weiter, habe er aber eine andere grosse Baustelle: Seinen Trainer! Er will bis Freitag nochmals mit Paolo Tramezzani gesprochen haben, der aus den Ferien zurückgekommen ist, um auszuloten, ob es wirklich keine gemeinsame Basis gibt, weil die finanziellen Vorstellungen derart auseinanderklaffen. Falls es zur Trennung kommen sollte, gilt seine gesamte Kraft dem neuen Mann, den er bis Mitte nächster Woche gefunden haben will.

Eine Option gemäss «Le Matin»: Der Bosnier Mehmed Bazdarevic (59), der bereits mehrmals ein Thema war bei CC. Auch im Juni, als sich der Martinacher Architekt dann für den Italiener entscheid, weil er den Schweizer Fussball kennt. Bazdarevic war bosnischer Nati-Coach, trainierte einst Sochaux und Grenoble und zuletzt den FC Paris. Seine Karriere als Spieler liess er bei Etoile Carouge in Genf ausklingen.

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