Wicky und die starke Frau
Laura ist der Glücksbringer des FCB-Trainers

«Sie hat keine Ahnung von Fussball», sagt Raphael Wicky über seine Freundin Laura. Trotzdem besucht die US-Amerikanerin fast jedes Spiel.
Kommentieren
1/6
Die starke Frau an Wickys Seite: Freundin Laura.
Foto: Toto Marti
Stefan Kreis aus Manchester

Dass Raphael Wicky gegen ManCity eine mutige Taktik wählt? Dass beim 0:1 gleich zwei Basler getunnelt werden? Dass der Siegtreffer nur deshalb fällt, weil Fabian Frei Sekunden zuvor den Ball erobert und einen Konter einleitet? Für die Freundin des FCB-Trainers Nebensache. «Laura hat keine Ahnung von Fussball, keine Ahnung vom Spiel», sagt Wicky mit einem Schmunzeln. Sie sei US-Amerikanerin, Soccer sei dort nicht so populär. Trotzdem sei seine Freundin «sehr interessiert», besuche fast jedes FCB-Spiel und habe sich mittlerweile mit dem rotblauen Virus infiziert. «Sie ist voll dabei, bei jedem Heimspiel und auch auswärts. Gleichzeitig lernt sie auf diesen Reisen die Schweiz kennen.»

Und Europa. Schon bei der 0:3-Niederlage gegen Manchester United ist Laura mit von der Partie, nun wird sie gegen ManCity zum Glücksbringer. Für Wicky persönlich ist die Anwesenheit seiner Freundin ein Segen. «Sie unterstützt mich zu 100 Prozent. Ihr ist bewusst, dass ich einen zeitaufwendigen, stressigen Job habe und deshalb ist es extrem schön, wenn man nach Hause kommt und eine Schulter zum Anlehnen hat.» Es sei sehr wichtig für ihn, abschalten zu können und nicht immer nur über Fussball zu sprechen. Intensive Taktikgespräche in der Küche? Gibts bei Wicky nicht.

Wicky: «Meine Spieler haben Charakter»

Fussball schaut er trotzdem. «Das ist kein Problem, in Lauras Heimat gehört das zur Kultur, dass im Fernsehen permanent Sport läuft. Die Leute wachsen damit auf, an jedem Tag Football, Baseball, Basketball oder Eishockey zu sehen.»

Fussball ist in den Staaten hingegen Nebensache, auch der Sieg gegen die Elf von Pep Guardiola ist auf der anderen Seite des Atlantiks bloss eine Randnotiz. «Trotz 78 Prozent Ballbesitz verliert ManCity gegen Basel», schreibt der amerikanische Sportsender ESPN auf seiner Homepage – und fügt an, dass Fussball manchmal nicht zu erklären sei.

Eine Erklärung hat auch Wicky nicht. Auf die Frage, warum sein FCB zuhause gegen Lugano und St.Gallen verliere, um dann im Etihad-Stadion von Manchester zu siegen, antwortet der Trainer: «Das ist schwer zu vergleichen. Was die Mannschaft in der Champions League geleistet hat, ist unglaublich. Ich habe nie gezweifelt, dass meine Spieler Charakter haben. Nun gilt es dieses Selbstvertrauen mit in die Meisterschaft zu nehmen.»

Acht Verlustpunkte beträgt der Rückstand auf Leader YB, am Sonntag treffen die Basler auswärts auf Luzern. Mit dabei im Stadion: Wickys starke Frau.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
29
34
68
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
29
8
42
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
29
-16
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
29
-14
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen