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Wetter-Wirbel in Super League
Warum Rasenheizung nicht Schnee-Chaos verhindert

Weiss statt grün! Drei von fünf Super-League-Spielen fallen beim Rückrundenstart dem Schnee zum Opfer. Warum helfen die Rasenheizungen nicht?
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In der Luzerner Swissporarena rollt am Sonntag kein Ball.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Schnee-Alarm im Schweizer Fussball! In der Super League werden am Wochenende die Spiele in Lugano, St. Gallen und Luzern abgesagt. In der Challenge League liegen in den Stadien von Lausanne und Winterthur zu viel Schnee.

Dass man in Lugano, Lausanne und Winti kapituliert, ist keine Überraschung. Es existieren keine Rasenheizungen. In St. Gallen und Luzern hingegen sehr wohl, trotzdem und trotz versuchter manueller Räumung sind die Felder unbespielbar. Schiri Fedayi San sagt im Teleclub: «Es hat in Luzern in einer Stunde das Feld zugeschneit.»

Wurden die Heizungen zu spät eingeschaltet? Zu wenig hochgedreht? Das Beispiel St. Gallen zeigt: Nein! Im Kybunpark läuft sie seit Wochen konstant. Das System ist das gleiche wie auch in Luzern, Bern, Zürich, Basel und an diversen Orten im Ausland verbaut ist.

27 km langes Rohrsystem

Etwa 25 cm unter dem Rasen ist ein Schlauchsystem mit rund 27 km Länge verlegt. Darin fliessen 17'000 Liter Wärmeflüssigkeit, die dafür sorgen, dass die Bodentemperatur nicht unter 5 bis 7 Grad Celsius fällt. So wird ein gefrorener Boden verhindert. Zudem fällt der Rasen nicht in den Winterschlaf und kann weiterwachsen.

Dass aber eine Rasenheizung wie eine Herdplatte aufgedreht werden kann, um Schnee wegzuschmelzen, gehört in die Kategorie der Wintermärchen. Vor allem, wenn es wie am Wochenende in relativ kurzer Zeit viel schneit. Bei zu viel Wärme im Boden droht zudem der Rasen zu «verbrennen», eine Temperatur über ca. 9 Grad schadet den Graswurzeln. Ab einer Temperatur von rund minus 10 Grad kann die Rasenheizung auch einen gefrorenen Boden nicht mehr verhindern.

Der Einbau einer Rasenheizung kostet rund 1 Mio. Franken, ein Betriebstag etwa 1000 Franken. Zuletzt hat Sion sein Tourbillon nachträglich ausgerüstet. Für künftige Stadien-Neubauten (z.B. Lugano) schreibt die Liga eine Heizung obligatorisch vor, sofern kein Kunstrasen verlegt wird.

Rasenheizungen in der Super League

Kybunpark (St. Gallen) Ja

Letzigrund (FCZ, GC) Ja

Stade de Suisse (YB) Ja

St. Jakob-Park (Basel) Ja

Swissporarena (Luzern) Ja

Tourbillon (Sion) Ja

Maladière (Xamax): Nein

Cornaredo (Lugano) Nein

Stockhorn Arena (Thun) Nein

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
25
19
46
3
FC Lugano
FC Lugano
25
11
43
4
FC Basel
FC Basel
25
7
40
5
FC Sion
FC Sion
25
7
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
25
2
36
7
FC Luzern
FC Luzern
25
1
30
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
25
-2
30
9
FC Zürich
FC Zürich
25
-12
28
10
Servette FC
Servette FC
25
-7
27
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
25
-12
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
25
-43
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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