Weil Rammstein den Letzi rockt
GC müsste für die Barrage ins Exil

Noch ist nicht klar, ob GC in die Barrage muss. Sollte es tatsächlich so weit kommen, hätten die Zürcher aber ein Problem. Denn an den Spiel-Daten ist ihr Stadion besetzt.
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GC steckt mitten im Abstiegssumpf.
Foto: keystone-sda.ch

Beim Start in die Rückrunde liegt GC 11 Punkte vor Platz 9. Abstiegssorgen sind kein Thema, der Vorsprung scheint komfortabel genug. Inzwischen sieht es anders aus. Obwohl die Hoppers während der ganzen Saison nie einen der beiden letzten Ränge belegen, stecken sie zwei Runden vor Schluss mitten im Abstiegssumpf. Nach dem Punktgewinn gegen Basel (1:1) liegen sie zwar auf Rang 7, doch ihr Polster auf den Barrage-Platz beträgt nur noch einen mickrigen Zähler.

Sollten sie am Ende doch noch hinter Luzern und Sion zurückfallen, müssten sie zweimal gegen den Zweitplatzierten der Challenge League antreten.

Als ob das nicht schon unangenehm genug wäre, käme im Fall der Fälle ein weiteres Übel hinzu. Denn an den beiden vorgesehenen Daten (26. und 29. Mai) könnten die Hoppers nicht im Letzigrund spielen. Der Grund: Das Stadion ist besetzt, Aufbau-Arbeiten für die beiden Konzerte der deutschen Rockband Rammstein (30. und 31. Mai) sind dann schon in vollem Gange. Brachiale Gitarren statt nervenaufreibender Abstiegskampf.

Nicht zweimal im Stadion des Gegners

Bei den Hoppers ist man sich der Problematik bewusst. Wie Mediensprecher Gianluca de Cristofaro gegenüber «Blue Sport» sagt, läuft die Suche nach möglichen Alternativen. Denn eines kommt für GC nicht in Frage: Dass man beide Spiele im Stadion des Gegners austrägt.

GC wäre mit diesem Schicksal nicht allein. Man teilt es mit dem Stadtrivalen. Sollte sich der frisch gebackene Schweizer Meister FC Zürich für den Europacup qualifizieren, müsste er seine Heimspiele auf fremdem Terrain bestreiten. An den europäischen Spieltagen wird der Letzigrund von diversen anderen Anlässen besetzt. Laut Uefa-Regel müssen aber alle Heimspiele an gleicher Stätte ausgetragen werden. Heisst: Kann der FCZ einmal nicht ins eigene Stadion, muss er alle Partien am Ersatzort austragen. Als Alternativen kommen etwa der Kybunpark in St. Gallen oder die Swissporarena in Luzern in Frage.

Möglich, dass diese Stadien auch bei GC als Ersatz auf dem Zettel stehen. In erster Linie hat man aber ein anders Ziel: Um jeden Preis die Barrage verhindern. (bir)

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