Weil Besitzer Renzetti den FC Lugano verkaufen will
Erfolgscoach Jacobacci immer noch ohne Vertrag

Noch nie seit dem Wiederaufstieg 2015 stand Lugano nach 27 Runden so gut da: Platz drei. Dennoch wird Trainer Maurizio Jacobacci für einen neuen Vertrag hingehalten.
Kommentieren
1/8
Lächelnd in eine Saison gegangen, in der er bislang viel zu Lachen hatte: Maurizio Jacobacci im August 2020.
Foto: keystone-sda.ch
Alain Kunz

27 Spiele, 37 Punkte. Platz drei. Nur ein Punkt hinter dem Zweitplatzierten. Die aktuelle Bilanz von Maurizio Jacobacci vor dem letzten Quartal ist die beste eines Lugano-Trainers seit dem Aufstieg 2015. Dennoch besitzt der Italo-Berner für die neue Saison nach wie vor keinen Vertrag. Und das im April! Ist Präsident Angelo Renzetti wieder mal unzufrieden?

Renzetti will Lugano zuerst verkaufen

BLICK hat beim Klubbesitzer nachgefragt. «Nein, ganz im Gegenteil! Ich bin mit Maurizio und seinem Staff hoch zufrieden. Denn es ist nicht einfach in dieser Saison, in welcher man sich einmal nach vorne und drei Runden später wieder nach hinten orientieren muss.»

Warum also verlängert er den auslaufenden Vertrag nicht endlich? Renzetti: «Meine Absicht ist klar: Ich will mit Maurizio und seinem Staff weitermachen. Aber ich muss ihn noch ein wenig hinhalten und entschuldige mich auch dafür. Denn ich will den Klub verkaufen. Es gibt immer wieder Interessenten und Gespräche. Da ist es besser, ohne Verpflichtungen hineinzugehen.»

Konkretes habe sich aber bislang nicht ergeben. «Ich kann auch mit einer Lösung leben, in der ich weiter in der Pflicht bin, aber mit zusätzlichen Gesellschaftern.» Bis spätestens Ende April werde er wissen, woran er sei. «Dann setze ich mit Maurizio an einen Tisch», so Renzetti.

Jacobacci bleibt nicht um jeden Preis

Jacobacci selber will nicht gross auf seine persönliche Situation eingehen. «Für mich zählen einzig die anstehenden Spiele. Vertragsdinge überlasse ich meinem Berater und dem Präsidenten.» Dafür, dass ihn Renzetti hinhält, hat der Wahlzuger Verständnis. «Das ist für mich absolut kein Problem.» Doch will auch er verlängern?

«Es kommt schon darauf an, was der Präsident im Sinn hat. Ich würde gerne die Grundvoraussetzungen und die Zielvorgaben kennen. Immerhin laufen die Verträge von wichtigen Spielern aus.» Unter dem Strich: «Ich kann mir vorstellen zu bleiben. Aber nicht um jeden Preis.»

Wie angespannt die finanzielle Lage auch in Lugano ist, zeigt auf, dass der FCL seine Abonnenten inständig bittet, auf eine Rückerstattungs-Forderung für die aktuelle Saison zu verzichten. Dafür wirbt er mit dem Slogan «Zeig Dein schwarzweisses Herz». Wer verzichtet, erhält ein original Shirt geschenkt.

Noch näher dran an deinem Klub

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball-Fans. Folge deinem Lieblingsverein in der Super League, der Challenge League oder aus den internationalen Top-Ligen, erhalte personalisierte Inhalte und verpasse keine Story mehr. Jetzt followen!

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball-Fans. Folge deinem Lieblingsverein in der Super League, der Challenge League oder aus den internationalen Top-Ligen, erhalte personalisierte Inhalte und verpasse keine Story mehr. Jetzt followen!

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
24
28
55
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
23
15
42
3
FC Lugano
FC Lugano
24
11
42
4
FC Basel
FC Basel
24
7
39
5
FC Sion
FC Sion
24
8
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
24
-3
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
24
-2
29
8
FC Zürich
FC Zürich
24
-9
28
9
FC Luzern
FC Luzern
24
-2
27
10
Servette FC
Servette FC
24
-7
26
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
24
-12
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
23
-34
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen