Wegen fragwürdigem Basler Vorgehen
Luzerner wollen nicht mit dem FCB über Jashari reden

Als schon von einer Einigung zwischen Jashari und dem FCB geschrieben wurde, hat man den FCL offenbar gerade erst kontaktiert.
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Wie sieht die Zukunft von FCL-Captain Ardon Jashari aus? Ungewiss.
Foto: Pius Koller
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die Nachricht kam Ende der letzten Woche aus dem Nichts: Der FC Basel will das Luzerner Juwel Ardon Jashari (20) verpflichten. Als Erstes berichtete die «Luzerner Zeitung» («LZ») am Freitag darüber. Eigentlich nichts Aussergewöhnliches, dass der FC Basel an einem vielversprechenden Talent interessiert ist. Was aber überrascht: Als die «LZ» über das Basler Interesse berichtet, ist bereits klar, dass sich der FCB mit dem Spieler einig ist. Das wirft Fragen auf.

Laut Fifa-Reglement muss man einen anderen Verein erst um Erlaubnis fragen, ob man mit einem Spieler reden kann. Das ist meist der Zeitpunkt, an dem es in der Gerüchteküche zu brodeln beginnt. Dieser Moment ist in diesem Fall ausgeblieben. Am Sonntag bestätigte FCB-Boss David Degen (40) schliesslich, was bereits seit einigen Tagen klar war. «Wir sind uns mit dem Spieler einig. Wir werden sehen, was die nächsten Tage, die nächsten ein, zwei Wochen bringen.»

Geschlossene Türen für den FCB

Viele FCL-Fans fragen sich inzwischen, wie es sein kann, dass ein Gerücht erst aufkommt, wenn sich Klub und Spieler schon geeinigt haben. Wie Blick erfuhr, ist das auch vereinsintern ein Rätsel. Zwar halten sich in der Praxis bei weitem nicht alle Klubs an die Regel der Fifa – wohl deshalb, weil kaum offizielle Konsequenzen drohen. In diesem Fall bleibt das Vorgehen aber nicht ohne Folgen. Denn der FC Luzern hat nach allem null Lust auf Verhandlungen mit dem FCB.

Die Basler Verantwortlichen versuchten am vergangenen Donnerstag, mit dem FCL über Jashari zu sprechen. Sie konnten beim Mövenpick-Hotel bei Egerkingen SO aber nicht einmal ein Angebot abgeben. Sportchef Remo Meyer (42) begründet dies gegenüber Blick damit, dass er seinen Captain nicht innerhalb der Schweiz verkaufen wolle.

Am Donnerstag gibts Antworten

Dass der FCL die nationale Konkurrenz nicht verstärken will, dürfte auch an Trainer Mario Frick (48) liegen. Der Liechtensteiner versucht seit längerem, dem Luzerner Umfeld ein neues Selbstverständnis einzuhauchen. Ob die Strategie im Fall Jashari Erfolg hat, wird sich zeigen. Aktuell ist der FCL überhaupt nicht unter Druck. Der FCB braucht dagegen dringend einen neuen Mittelfeldmann. Für Luzern wiederum besteht das Risiko, dass man am Ende des Sommers auf einem unzufriedenen Spieler sitzt, sollte sich kein Interesse aus dem Ausland konkretisieren.

Meyer will sich auf Blick-Anfrage vorerst bis Donnerstag nicht weiter äussern. Dann dürfte er an einer Medienkonferenz zum Saisonstart gemeinsam mit Frick Antworten liefern, die seit Dienstagnachmittag noch dringender erwartet werden – denn Jashari fehlte beim Training krankheitsbedingt.

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