Darum gehts
- Stephan Lichtsteiner nutzt Länderspielpause für intensives Training und Familienzeit
- U21-Talente wie Jean Doucoure und Evann Senaya beeindrucken im Testspiel
- FCB holte bisher nur 13 Punkte in 13 Duellen gegen Top-6-Teams
Darauf hat Stephan Lichtsteiner (42) lange gewartet. Während der Länderspielpause hatte der FCB-Trainer endlich zwei spielfreie Wochen Zeit, um mit seiner neuen Mannschaft zu arbeiten. «Es ging darum, das Team weiterzuentwickeln und die Frische zurückzuholen, damit wir in den letzten sieben Spielen voll angreifen können. Ich sehe Fortschritte», fasst Lichtsteiner die letzten Tage zusammen.
Die trainingsfreie Zeit der vergangenen Tage habe er genutzt, um abzuschalten und etwas Zeit mit der Familie zu verbringen. Und auch, um seinen turbulenten Start in Basel etwas zu reflektieren? Würde Lichtsteiner rückblickend noch einmal in einem solch schwierigen Moment beim FCB übernehmen? «Ich habe diese Chance bekommen und ich will sie nutzen. Ob ich Dinge im Nachhinein anders hätte angehen sollen, werde ich mir zu einem späteren Zeitpunkt überlegen, wenn ich etwas mehr Zeit habe», so der Luzerner.
U21-Spieler drängt sich auf
Gedanken hat sich Lichtsteiner während der Länderspielpause vor allem über sein Team gemacht. Im Testspiel gegen Vaduz liess er seine Abwehr in einer Dreierkette auflaufen. «Das ist ein System, das mir Alternativen gibt. Vielleicht werden wir das in Zukunft mal ausprobieren, je nachdem, welche Spieler mir zur Verfügung stehen», so Lichtsteiner. Dass die Partie gegen den Challenge-League-Leader gleich mit 2:5 verloren ging, macht der FCB-Trainer an anderen Faktoren fest. Lichtsteiner: «Die Gegentore haben mit Fehlern zu tun, nicht mit dem System.»
Weil ihm zahlreiche Spieler aufgrund von Länderspiel-Einsätzen oder kleineren Verletzungen nicht zur Verfügung standen, nutzte Lichtsteiner das Testspiel, um mehreren Nachwuchstalenten eine Chance zu geben. «Beim einen oder anderen Spieler hat man gemerkt, dass er schon sehr weit ist und dass man schon in naher Zukunft mit ihm arbeiten kann», verrät der FCB-Trainer. Zum Beispiel Jean Doucoure (17), der sonst in der U19 spielt. Oder Evann Senaya (19) aus dem Promotion-League-Team. Dem französischen Aussenbahnspieler stellt Lichtsteiner in den verbleibenden Saisonspielen sogar einen Kurzeinsatz in Aussicht.
Erst 13 Punkte gegen Top-6-Teams
Am Samstagabend (20.30 Uhr) gegen YB dürfte es aber noch nicht so weit kommen. Das Duell gegen die Berner ist für den FCB der Startschuss der Championship Group, die offiziell erst in zwei Wochen beginnt. Denn in den letzten sieben Partien trifft der FCB nur noch auf Teams aus der oberen Tabellenhälfte. Gegen diese holten die Basler in 13 Saisonspielen erst 13 Punkte heraus – einen einzigen davon unter Lichtsteiner.
«Solche ‹Big Games› gewinnst du durch Details. In diesen Spielen geht es darum, 90 Minuten lang durchgehend darauf konzentriert zu bleiben», blickt Lichtsteiner auf das Spiel gegen YB voraus. Vielleicht gelingt das seinem Team etwas besser, nachdem der FCB-Trainer endlich zwei Wochen mit seinen Spielern arbeiten konnte.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 | |
7 | FC Luzern | 31 | 6 | 39 | |
8 | Servette FC | 31 | -3 | 36 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 31 | -8 | 36 | |
10 | FC Zürich | 31 | -16 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 31 | -23 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 31 | -48 | 19 |

