Trotz Kündigung: Sportchef muss seine Zeit im Büro absitzen
St. Gallen demütigt Stübi

Als die Spieler im Trainingslager im Schwarzwald sind, sitzt Sportchef Christian Stübi in seinem St. Galler Büro. Obwohl er seinen Job längst kündigte!
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Espen-Sportchef Christian Stübi hat seinen Job eigentlich gekündigt.
Foto: KEY
Matthias Dubach

Hartes Training und dazwischen etwas Spass mit einem Stand-Up-Paddle-Wettkampf der Spieler: Das St. Gallen-Camp letzte Woche in Schluchsee (De) wirkt so wie jedes andere Vorbereitungs-Trainingslager.

Wenn da nur nicht zwei Staff-Mitglieder gefehlt hätten, die in den letzten Jahren in jedem FCSG-Camp fixer Bestandteil waren. Simon Storm, der Leiter der medizinischen Abteilung, wurde nach BLICK-Informationen kurz vor der Abreise nach Deutschland entlassen. Eine offizielle Erklärung hält der Klub seither für unnötig.

Stübi fehlt im Trainingslager

Und auch Sportchef Christian Stübi fehlte, der vor zweieinhalb Wochen seine Kündigung eingereicht hat. Er zog die Konsequenzen, nachdem im neuen Organigramm seine Macht beschnitten wurde und er intern zunehmend isoliert war. Allerdings: Stübi hätte ebenso gut auch nach Schluchsee reisen können. Denn der Sportchef arbeitet in seiner Kündigungsfrist weiterhin ganz normal im Job! Der Klub will das so. Stübi fährt wie zuvor täglich in den Kybunpark, setzt sich in sein Büro im Stadion, beantwortet Telefonanrufe und E-Mails.

Noch immer konnte sich die Vereinsführung um Präsident Stefan Hernandez und Sport-CEO Ferruccio Vanin nicht dazu durchringen, Stübi freizustellen. Dabei kann er im gekündigten Arbeitsverhältnis natürlich keine Entscheidungen mehr fällen, ist nur noch ein besserer Sekretär. Sich zur absurden Situation äussern mag sich Stübi nicht. Auch Vanin schweigt. Besserung ist aber in Sicht: Ab Mittwoch hat Stübi Ferien.

Verwirrung auf dem Transfermarkt

Auch ausserhalb des Klubs sorgt die unübersichtliche Lage für Verwirrung. Da Captain Toko 3 Monate ausfällt und auch noch Roy Gelmi zu Thun abgesprungen ist, müssen die Espen nochmals auf dem Transfermarkt aktiv werden. Nur wissen die Spielerberater nicht mehr, ob sie sich bei Stübi, Vanin oder bei Trainer Giorgio Contini melden sollen. Ein deutliches Zeichen, wie chaotisch es momentan im Verein zu und her geht.

Verbessern könnte die Lage ein Stübi-Nachfolger. Aber der ist nicht in Sicht.

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Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
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31
9
46
6
BSC Young Boys
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31
5
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