Das Spiel
Irgendwie ist es passend, dass GC an diesem Samstagabend ein Tor mit der Spitzguuge einen Punkt sichert. Samuel Krasniqi ist es, der in der 85. Minute von der Seite in den Strafraum prischt und mit dem Spitz ins lange Eck trifft.
Und tatsächlich ist der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt verdient, weil die Zürcher plötzlich aufdrehen und schon vor dem Krasniqi-Tor einige Chancen auf den Ausgleich haben. Zuvor lässt GC dies aber total vermissen. Dass man so lange im Spiel bleibt, ist Goalie Justin Hammel zu verdanken. Der Torhüter verhindert mit diversen bärenstarken Paraden lange die Lugano-Führung.
Nach gut einer Stunde ist dann aber auch er chancenlos, als sein Verteidiger Diaby eine Hereingabe unglücklich abwehrt und Lugano-Captain Renato Steffen nur noch einschieben muss. Bei seinem Torjubel wirds dann emotional: Steffen springt über die Werbebanden und zeigt ein Lugano-Trikot mit dem Namen von Claudio Cassano in die Gästekurve. Der Stürmer verletzte sich kürzlich am Knie und fällt monatelang aus.
Das 1:0 ist zu diesem Zeitpunkt längst überfällig. Auch, weil von GC offensiv so gut wie gar nichts kommt – bis zur Schlussphase. Asp Jensen und Diaby scheitern erst noch, ehe es Krasniqi mit seiner Spitzguuge besser macht und GC gegen den Meisterkandidaten einen wertvollen Punkt sichert. Dass Luganos Mahmoud kurz vor Schluss die Rote Karte sieht, hat keinen Einfluss mehr.
Die Tore
62. Minute, Renato Steffen, 0:1. Lugano führt einen Freistoss schnell aus. Dos Santos spielt den Ball flach in die Mitte, wo Diaby nicht richtig klären kann. Steffen ist zur Stelle und muss aus kurzer Distanz nur noch einschieben. gelesen
85. Minute, Samuel Krasniqi, 1:1. Abels spielt einen weiten Ball in die Tiefe. Meyer verlängert zu Krasniqi, der Saipi aus spitzem Winkel mit einer Spitzguuge bezwingt.
Die Stimmen
Der Beste
Schon nach 10 Minuten ist klar: GC-Goalie Justin Hammel hat heute einen dieser Tage, an dem es sehr schwierig wird, ihn zu bezwingen. Am Schluss brauchen die Tessiner die Hilfe von Hammel-Mitspieler Diaby für das Tor. Trotzdem ist der GC-Goalie mit mindestens fünf Topparaden, der beste Mann des Spiels.
Der Schlechteste
Bei GC gibt es mehrere Bewerbungen: Diaby, der das Gegentor mit einer verunglückten Grätsche auflegt, Diarrassouba, bei dem unklar bleibt, was sein Arbeitsauftrag am Samstagabend ist. Den Titel verdient hat sich aber Luke Plange, der in der Offensive ein Totalausfall ist. Seit seiner Vier-Tore-Gala gegen YB ist er kaum mehr wiederzuerkennen.
Das gab zu reden
GC-Debüt für den möglichen Königstransfer im Abstiegskampf: Michael Frey darf nach seiner ersten Woche bei den Hoppers gleich von Beginn an ran. Die Mentalität stimmt, wie erwartet wirft er sich in jeden Zweikampf rein. Im Zusammenspiel mit den neuen Teamkollegen klappt aber noch fast nichts. Ihre Pässe erreichen ihn nicht, seine Pässe erreichen sie nicht. Dass es aber gehen könnte, zeigt er in der 75. Minute mit einer wunderbaren Flanke als Vorbereitung auf eine Asp-Jensen-Chance.
Die Schiris
Nico Gianforte hat über lange Zeit eine einfache Partie zu leiten. Gegen Ende wird es dann aber noch emotional. Die Rote Karte nach VAR-Meldung ist berechtig und klar. Doch ob das kein Handspiel von Zanotti im eigenen Strafraum gewesen ist?
Die Fans
3288 Fans sind laut GC am Samstagabend im Letzigrund. Trotz der mickrigen Kulisse auf den Rängen muss man den Hopper-Fans sowie den mitgereisten Tessiner-Anhängern Respekt zollen für 90 Minuten Vollgas trotz eisiger Kälte.
So gehts weiter
GC empfängt am Dienstag (20.30 Uhr) im Cup Sion und am Samstag (20.30 Uhr) in der Liga YB. Lugano ist am Samstag (18 Uhr) bei Tabellenschlusslicht Winterthur zu Gast.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 |






