Das Spiel
Sion und Luzern mussten unter der Woche das bittere Aus im Schweizer Cup verkraften. Auch in der Liga kommen die beiden Teams in diesem Jahr bisher noch nicht so richtig auf Touren. Am Samstag zeigen zunächst vor allem die Luzerner, dass sie auf Wiedergutmachung aus sind.
Der FCL kommt besser ins Spiel, ist aber zu wenig kaltblütig vor dem Tor und vergibt Chance um Chance. Di Giusto knallt den Ball früh nur an den Querbalken (10.), Villiger setzt seinen Abschluss nach einer Ecke nur knapp über die Latte (14.) und Ferreira bleibt aus kurzer Distanz an Sion-Goalie Racioppi hängen (41.). Auch Von Moos findet seinen Meister mit einem Hackentrick beim stark reagierenden Walliser Schlussmann. Wenig später jubeln die Luzerner zwar, jedoch nur kurz. Villiger schiebt zur vermeintlichen Führung ein, dem Treffer geht jedoch eine Abseitsposition vor.
Auf Seiten der Walliser laufen gefährliche Aktionen vor allem über Konter und über Nivokazi. Der Sommer-Neuzugang versucht sich nach einer halben Stunde sehenswert mit der Hacke und verpasst kurz vor der Pause per Kopf. Nach einer Stunde leitet der Stürmer in einer längeren Ballbesitzphase der Walliser auf Chouaref weiter, der den Ball nur knapp am Pfosten vorbei setzt.
Weil in einer ereignislosen Schlussphase keinem Team der Lucky Punch gelingt, bleibt es beim 0:0, das keiner Mannschaft wirklich etwas bringt. Beide Teams warten nun seit vier Spielen auf einen Sieg, Luzern weiterhin auf den ersten im neuen Jahr. Aufgrund des klaren Chancenplus dürften es vor allem für die Gäste zwei verlorene Punkte sein, mit denen sie sich etwas vom Tabellenkeller hätten absetzen können.
Die Stimmen
Sion-Mittelfeldspieler Liam Chipperfield (gegenüber Blue): «Wir können nicht wirklich zufrieden sein. Wir wollten eine gute Reaktion zeigen auf das Cup-Aus, wo wir dumm ausgeschieden sind. Die erste Halbzeit ist uns gelungen, die zweite nicht mehr so. Am Ende ist der Punkt für beide Mannschaften okay. Wir wollten mehr holen, aber das ist uns nicht gelungen. Unsere Boxpräsenz hat heute nicht gestimmt. Wir müssen daran arbeiten und die Tore mehr erzwingen, dann hätten wir heute auch Tore schiessen können.»
Luzern-Verteidiger Pius Dorn (gegenüber Blue): «Mich ärgert das Unentschieden. Wir hatten genug klare Chancen, um nicht nur ein Tor, sondern zwei oder drei zu schiessen – vor allem in der ersten Halbzeit. In der zweiten waren wir auch näher am Tor als Sion. Ich hätte deshalb heute gerne drei Punkte mitgenommen. Du kommst unten nur raus, wenn du anfängst dreifach zu punkten. Mit dem nun dritten Remis in Folge kommen wir nicht wirklich vorwärts.»
Der Beste
Anthony Racioppi. Bewahrt Sion mit einem Big-Save gegen Julian von Moos’ Hacke vor einer Niederlage. Und ist auch sonst unüberwindbar. Achter Clean-Sheet in dieser Saison.
Der Schlechteste
Rilind Nivokazi. War kaum zu sehen. Ist in diesem Kalenderjahr noch ohne Torerfolg. Wo ist dieser Spieler, der das Wallis in der Hinrunde entzückte und zu überzeugen wusste?
Das gab zu reden
Die Luzerner Fans fordern von ihren Spielern einen kompromisslosen Kampf. Das lassen sie sie auf einem Transparent wissen. Die Message ist bei den Spielern angekommen. Spielerisch zeigen die Zentralschweizer einen ansprechenden Auftritt. Für einen Sieg reicht es trotzdem nicht.
Die Schiris
Désirée Blanco (Schiedsrichter), Susanne Küng (Assistent), Linda Schmid (Assistent), Lukas Fähndrich (VAR). Das Spiel ist über weite Strecken emotionslos. Das Schiri-Gespann ist aber trotzdem nicht über alle Zweifel erhaben. Bei einigen Foul-Spielen bleiben ein paar Fragezeichen. Beide Ersatzbänke springen immer wieder auf und lassen ihrem Frust über gewisse Entscheidungen freien Lauf.
Die Fans
8350 Fans sind an diesem Samstagabend im Tourbillon zu Gast. Unter ihnen auch Ex-FCL-Präsident Stefan Wolf, der in seiner Karriere für beide Klubs spielte.
So gehts weiter
Bereits unter der Woche stehen die nächsten Super-League-Spiele an. Sion empfängt am Donnerstag Basel (20.30 Uhr). Luzern bestreitet am Dienstag das Heimspiel gegen GC (20.30 Uhr).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 22 | 22 | 49 | |
2 | FC Lugano | 23 | 11 | 41 | |
3 | FC St. Gallen | 21 | 14 | 38 | |
4 | FC Basel | 22 | 8 | 36 | |
5 | FC Sion | 23 | 6 | 34 | |
6 | BSC Young Boys | 23 | -2 | 33 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 22 | 2 | 28 | |
8 | Servette FC | 22 | -5 | 25 | |
9 | FC Zürich | 22 | -11 | 25 | |
10 | FC Luzern | 23 | -3 | 24 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 23 | -11 | 20 | |
12 | FC Winterthur | 22 | -31 | 14 |






