Das Spiel
Luzern vergibt erneut eine Zweitore-Führung, wie schon gegen den FCZ und Sion. Die Partie zwischen den Innerschweizern und Servette endet Unentschieden.
Die Luzerner starten selbstbewusst, allen voran Servette-Leihgabe Julian Von Moos. Der 24-jährige Offensivmann trifft nach einem sehenswerten Dribbling früh zum 1:0. Es ist sein dritter Treffer in den letzten drei Ligapartien, für seinen Stammklub Servette hatte er in der vergangenen Saison keinen einzigen Super-League-Treffer erzielt. Nur wenig später legt der ebenfalls formstarke Matteo Di Giusto nach. In der Folge haben die Genfer zwar mehr Ballbesitz, bleiben aber zu ungefährlich.
Kurz nach der Pause kommt der eben erst eingewechselte Jérémy Guillemenot zu einer Topchance, trifft aber aus spitzem Winkel nur das Aussennetz. Die Westschweizer bleiben dran und kommen dank Cognat zum Anschluss. Luzern versucht es über Konter, lässt seine Chancen aber liegen. So kommt’s, wie’s kommen muss: Florian Ayé trifft zum Ausgleich.
Die Tore
2. Minute, Julian Von Moos, 1:0. Kabwit schickt Von Moos in die Tiefe. Die Servette-Leihgabe lässt Magnin mit seinem Dribbling uralt aussehen und verwertet dann eiskalt mit einem sehenswerten Abschluss.
9. Minute, Matteo Di Giusto, 2:0. Grbic behauptet den Ball und spitzelt im letztmöglichen Moment noch rüber auf Di Giusto, der viel Platz hat auf der linken Seite. Der 25-Jährige schliesst überlegt flach ins lange Eck zu seinem vierten Treffer in letzten drei Partien ab.
57. Minute, Timothé Cognat, 2:1. Cognat hat zentral ausserhalb des Strafraums viel Raum. Er fackelt nicht lange und zieht mit seinem schwachen linken ab. Sein Schuss schlägt hinter Goalie Loretz ein.
72. Minute, Florian Ayé, 2:2. Der junge Ishuayed lanciert Ayé perfekt. Der Stürmer bezwingt Loretz mit einem Lupfer.
Die Stimme (gegenüber Blue)
FCL-Spielmacher Matteo Di Giusto: «Es ist schwierig zu beschreiben. Wir sind eigentlich gut ins Spiel gestartet. Das Gegentor kam zu früh und dann drehte wieder der Kopf. Man sieht, dass die Mannschaft bei einem Gegentor verunsichert ist. Mental müssen wir einen Schritt nach vorn machen.»
Das gab zu reden
In der 70. Minute hätten die Luzerner den Sack eigentlich frühzeitig zumachen können. Beim Stand von 2:1 hatte Oscar Kabwit (20, DR Kongo) das 3:1 eigentlich auf dem Fuss. Wunderbar dribbelte er Servette-Torwart Jérémy Frick aus. Darauf folgte ein absolut unüberzeugter Abschluss vor dem leeren Tor. Der Ball rollt nur langsam auf das Tor zu und prallt schliesslich an den Pfosten. Die Konsequenz: Kabwit wird in der 78. Minute von Mario Frick ausgewechselt.
Der Beste
Florian Ayé. Der Franzose mit der Rückennummer 97 und Jahrgang 1997 fällt in der ersten Halbzeit zwar nicht auf, doch nach der Pause ist er von Beginn weg voll parat und kann sich wieder mehr ins Spiel einbringen. Und dann zeigt er auch noch Nerven: Bei seinem Tor in der 72. Minute gleicht er das Spiel mit einem Lupfer über Pascal Loretz, der zu weit nach vorn kommt, aus. Damit erzielt Ayé sein siebtes Tor im zwölften Spiel. Noch nie in der Geschichte der Super League hat ein neuer Stürmer mehr Tore erzielt als er.
Der Schlechteste
Servette-Nachwuchstalent Théo Magnin (22), der bei den Genfern in dieser Saison zum siebten Mal von Beginn weg spielen durfte, kam überhaupt nicht ins Spiel. Kein Wunder handelte Trainer Gourvennec in der Pause. Anstelle von Rechtsverteidiger Magnin durfte ab der 46. Minute Yoan Severin ran.
Die Schiris
Der Unparteiische in der Swissporarena ist Sandro Schärer (36). Der Schwyzer, der 2024 zwei EM-Spiele leitete, ist aktuell wohl der beste Schiedsrichter in der Schweiz. Trotzdem kommt er in der Super League nur selten zum Einsatz. Dies nicht etwa wegen schlechter Leistungen. Auch am Samstagabend kann er überzeugen. Als der Genfer Jérémy Guillemenot in der Schlussphase mit einer Schwalbe vor dem Luzerner Tor einen Strafstoss rausholen möchte, lässt Schärer nicht mit sich diskutieren. Sofort zeigt er an, dass es keinen Penalty gibt.
Die Fans
Die Heimtribüne der Luzerner war bereits eine Stunde vor Anpfiff des Spiels gut gefüllt. Aufgrund der frühen Tore war die Stimmung dann logischerweise von Anfang an sehr gut. Der Gästesektor ist knapp zur Hälfte gefüllt. Die Genfer stehen alle eng beieinander, schliesslich ist das Spiel ihrer Mannschaft zumindest in der ersten Halbzeit wenig erwärmend. Insgesamt besuchten 10’014 Fans die Partie.
So gehts weiter
Luzern empfängt am kommenden Samstag um 20.30 Uhr Winterthur. Servette trifft am darauffolgenden Tag (14 Uhr) zu Hause auf YB.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 20 | 18 | 43 | |
2 | FC Lugano 3:0 | 21 | 11 | 39 | |
3 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
4 | FC Basel | 20 | 8 | 33 | |
5 | FC Sion | 20 | 6 | 31 | |
6 | BSC Young Boys | 20 | -2 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport 0:0 | 21 | 3 | 28 | |
8 | FC Zürich | 20 | -7 | 25 | |
9 | FC Luzern | 20 | -3 | 21 | |
10 | Servette FC | 20 | -7 | 21 | |
11 | Grasshopper Club Zürich 0:0 | 21 | -11 | 18 | |
12 | FC Winterthur 0:3 | 20 | -32 | 10 |






