Das Spiel
In Luzern gibt es in der Super League im Schnitt am meisten Tore. Auch im Fasnachts-Duell gegen Basel fallen wieder deren sechs. Luzern gewinnt die Partie am Ende 4:2.
Luzern macht in der Startphase viel Druck und kommt zu mehreren guten Chancen, während von der FCB-Offensive nur wenig zu sehen ist. Salvi, der bei Basel für den angeschlagenen Hitz (Rückenprobleme zwischen den Pfosten steht, muss bereits früh gegen einen Fernandes-Abschluss eingreifen. Wenig später schiesst Ferreira nur knapp am Pfosten vorbei (10.). Nach einer halben Stunde ist der Luzerner Treffer schliesslich Tatsache, Dorn köpfelt den FCL in Führung.
Basel versucht sogleich zu reagieren. Koloto scheitert zunächst per Kopf an Loretz (36.), bezwingt den FCL-Goalie dann später doch (43.), stand bei seinem Abschluss jedoch im Abseits, weshalb das Tor nicht zählt. Zum Ausgleich kommen die Gäste trotzdem noch vor der Pause. Weil sich Willimann in seinem ersten Super-League-Spiel seit zwei Jahren gegen Traoré zu einer ungeschickten Grätsche hinreissen lässt und so den Penalty verursacht, den der Gefoulte zum 1:1 verwandelt.
Nach dem Seitenwechsel plätschert die Partie zunächst vor sich hin. Ehe die Schlussphase es dann in sich hat. Nach der erstmaligen Basler Führung durch Joker Duranville, den FCB-Coach Lichtsteiner nur fünf Minuten zuvor ins Spiel brachte, gleicht Di Giusto für Luzern aus. Der VAR kassiert den Treffer jedoch wegen Abseits wieder ein. Mit einem Doppelschlag innert sechs Minuten dreht das Heimteam das Spiel dann doch wieder zu seinen Gunsten.
Kurz vor Schluss macht Kabwit mit seinem zweiten Treffer des Abends zum 4:2 dann alles klar und sichert Luzern den dritten Sieg in Folge. Lichtsteiner ist nach dem vierten Gegentreffer völlig bedient und verlässt die Bank. «Es war ein persönliches Problem», begründet der FCB-Trainer seinen verfrühten Abgang. Für die Basler ist so oder so kein guter Abend vor dem fasnachtlichen Morgestraich…
Die Tore
30. Minute, Pius Dorn, 1:0. Fernandes bringt eine Ecke auf den zweiten Pfosten. Dort geht Dorn der Basler Verteidigung vergessen und kommt so freistehend zum Kopfball. Schmid versucht auf der Linie noch zu klären, verpasst jedoch und so fliegt der Ball ins Netz.
45. Minute, Bénie Traoré, 1:1. Traoré wird von Schmid in die Tiefe geschickt, Willimann grätscht den Basler im eigenen Strafraum ungeschickt weg. Es gibt Penalty für Basel, den der Gefoulte gleich selber übernimmt. Er verzögert lange und schiesst den Ball dann rechts an FCL-Goalie Loretz vorbei ins Tor.
63. Minute, Julien Duranville, 1:2. Shaqiri spielt nach einer Ecke einen Doppelpass mit Leroy und schliesst anschliessend selbst ab, bleibt jedoch an Loretz hängen. Der Luzerner Goalie klärt jedoch nur bis zu Duranville, der aus kurzer Distanz trifft.
77. Minute, Oscar Kabwit, 2:2. Nach einer Ecke kommt der Ball zum freistehenden Kabwit, aus der Distanz zum Ausgleich trifft. Der Treffer wird noch kurz vom VAR gecheckt, zählt dann aber.
83. Minute, Lars Villiger, 3:2. Akahomen mit dem Patzer in der Abwehr! Dem Basler unterläuft nach einem Rückpass von Salvi im eigenen Strafraum ein katastrophaler Fehlpass. Kabwit schnappt sich den Ball und lanciert Villiger, der den FCL wieder in Führung geht.
89. Minute, Oscar Kabwit, 4:2. Owusu schickt Villiger in die Tiefe. Villiger passt zu Kabwit, der aus rund acht Metern die Führung erhöht.
Die Stimmen
FCL-Stürmer Lars Villiger (gegenüber Blue): «Es war ein sehr turbulentes und intensives Spiel. Wir haben verdient gewonnen, denn wir waren von Anfang an dominant. Kompliment an die Mannschaft, es war ein richtig gutes Spiel. Es sind alle überglücklich über den dritten Sieg in Folge. Die Fans haben uns aber auch über die gesamten 90 Minuten lautstark unterstützt. Sie haben uns heute sicher getragen.»
FCB-Penaltytorschütze Bénie Traoré (gegenüber Blue): «Wir müssen viel verbessern in unserem Spiel. Wir haben die Luzerner heute durch unsere Fehler zurück ins Spiel gebracht. Daran müssen wir arbeiten. Wir haben aktuell viele Baustellen im Team. Ich weiss aber nicht, welche das spezifisch sind. Wir müssen nun zusammenhalten und weiter kämpfen.»
FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner: «Die Mentalität und die Einstellung sowie das Übernehmen von Verantwortung und der Leadership fehlten heute. Und wenn es fehlt, alles für die Farben zu machen, in denen du spielst, kannst du machen, was du willst und es kommt so raus. Heute gibt es absolut nichts zu sagen, wir sind selbst schuld. Die Mentalität war absolut unterirdisch.»
Der Beste
Oscar Kabwit. Steuert zwei Tore und ein Assist bei. Zum dritten Mal in den letzten fünf Partien holt er mindestens zwei Skorerpunkte. Wahnsinn.
Der Schlechteste
Marvin Akahomen. Der Innenverteidiger begeht zu viele Fehler – taktisch und technisch. Auch bei der spielentscheidenden Szene, die zum Luzerner 3:2-Sieg führt.
Das gab zu reden
Der Ausfall von Marwin Hitz. Aufgrund von Rückenbeschwerden kann der Stammgoalie nicht mittun. An seiner Stelle hütet Mirko Salvi das Basler Tor. An der Pleite ist er aber nicht hauptverantwortlich.
Die Schiris
Alessandro Dudic (Schiedsrichter), Jonas Erni (Assistent), Nicolas Müller (Assistent), Michèle Schmölzer (VAR). Von der Atmosphäre kein leichtes Spiel. Das Schiri-Gespann lässt sich aber nicht beirren. Der Penalty ist sakrosankt. Und das annullierte Luzerner Tor ist auch die korrekte Entscheidung.
Die Fans
13473 Fans sind in der Swissporarena zu Gast. Und sie werden wieder einmal nicht enttäuscht. Vor diesem Spiel fielen hier in dieser Saison 4,4 Tore pro Spiel. Und heute sind es wieder 6.
So gehts weiter
Für Luzern steht nächsten Samstag das Auswärtsspiel bei Leader Thun an (18 Uhr). Basel trifft einen Tag später um 14 Uhr auf Lausanne.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 25 | 29 | 58 | |
2 | FC St. Gallen | 26 | 19 | 47 | |
3 | FC Lugano | 26 | 12 | 46 | |
4 | FC Sion | 26 | 9 | 40 | |
5 | FC Basel | 26 | 5 | 40 | |
6 | BSC Young Boys | 26 | 0 | 36 | |
7 | FC Luzern | 26 | 3 | 33 | |
8 | FC Zürich | 26 | -11 | 31 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 26 | -3 | 30 | |
10 | Servette FC | 26 | -7 | 28 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 26 | -13 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 25 | -43 | 14 |






