Das Spiel
Antonios Papadopoulos soll bei Lugano vor dem Abgang stehen – zumindest an diesem Sonntag ist sein Herz aber noch voll und ganz am Sottoceneri: Beim 4:1-Sieg gegen Servette steuert der deutsch-griechische Innenverteidiger gleich zwei Tore bei. Erst eröffnet er nach fünf Minuten das Skore, dann sorgt er kurz nach dem Seitenwechsel für die Vorentscheidung.
Gerade sein zweiter Treffer fällt in einer wichtigen Phase: In den Minuten zuvor scheint Servette nach einem Horrorstart endgültig ins Spiel gefunden zu haben. Erst bringt Douline mit dem 1:3 kurz vor der Pause die Hoffnungen der Genfer zurück, dann verpasst Guillemenot nach 47 Minuten alleine vor Lugano-Keeper Saipi den Anschlusstreffer.
Dass sich die Gäste in Lugano überhaupt zu einer solchen Aufholjagd gezwungen sehen, liegt an katastrophalen ersten 25 Minuten, in denen die Tessiner nach Papadopoulos’ Distanzschuss zwei weitere Tore folgen lassen.
Der Fehlstart wiegt für Servette schliesslich zu schwer: Zwar kommt es dank Mraz 20 Minuten vor Schluss noch einmal bis auf zwei Tore heran, wirklich ins Zittern kommt Lugano aber nicht mehr. Damit können sich die Tessiner in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Servette findet dagegen nicht wirklich aus dem Tabellenkeller.
Die Tore
5. Minute, Antonios Papadopoulos, 1:0. Der aufgerückte Innenverteidiger geniesst nach einem Zuspiel von Mai in der gegnerischen Hälfte grosse Freiheiten und zieht aus rund 30 Metern ab. Der Schuss setzt noch tückisch auf und findet den Weg in die linke Torecke – Mall ist ohne Abwehrchance.
18. Minute, Anto Grgic, 2:0. Mahmouds Schuss prallt im Gewühl im Servette-Strafraum an den Arm von Njoh. Dieser ist weit draussen und verhindert so, dass der Ball gefährlich auf das Tor kommt. Folgerichtig zeigt Schiedsrichter Schnyder nach VAR-Intervention auf den Punkt – Penalty für Lugano. Captain Grgic läuft an und bringt den Ball wie gewohnt souverän im gegnerischen Tor unter.
24. Minute, Uran Bislimi, 3:0. Mit einer einstudierten Freistossvariante überlisten die Luganesi die Servette-Defensive. Nach zwei kurzen Pässen gelangt der Ball zum freistehenden Bislimi, dessen Flachschuss aus 20 Metern den Weg ins Tor findet.
40. Minute, David Douline, 3:1. Nach einem misslungenen Eckball erhält Servette eine zweite Chance. Und diese wird genutzt: Eine Flanke von Cognat findet den Kopf von Douline, welcher sich im Duell mit Marques durchsetzt und aus kurzer Distanz einnetzt.
52. Minute, Antonios Papadopoulos, 4:1. Der Lugano-Verteidiger macht sich zum Doppeltorschützen: Nach einem Eckball steigt er höher als Guillemenot und versenkt den Ball per Kopf via Innenpfosten im Tor.
70. Minute, Samuel Mraz, 4:2. Nach einem schön vorgetragenen Angriff legt Stevanovic den Ball von der rechten Strafraumseite quer ins Zentrum, wo Mraz sträflich alleine gelassen wird. Ohne Mühe schiebt der Servette-Joker den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Der Treffer wird wegen Abseits zunächst aberkannt, nach VAR-Intervention aber gegeben.
Der Beste
Zwei wichtige Tore und viel Präsenz in der Abwehr: Antonios Papadopoulos liefert ein mehr als erfolgreiches Spiel ab. Gute Werbung für ihn, vor allem wenn er tatsächlich auf der Liste von Besiktas stehen sollte.
Der Schlechteste
Jérémy Guillemenot, der in der 30. Minute für den verletzten Florian Ayé kommt, vergibt nach der Pause eine Eins-gegen-eins-Situation gegen Amir Saipi beim Stand von 3:1, dann verliert er sein Duell mit Papadopoulos beim 4:1.
Das gab zu reden
Mohamed Belhadj und Dylan Bronn sind in Lugano noch Gegner. Nach dem Schlusspfiff aber werden sie zu Teamkollegen: Der Mittelfeldspieler aus Lugano und der Verteidiger aus Genf fliegen nun nämlich gemeinsam nach Marokko, um dort mit Tunesien am Afrika-Cup teilzunehmen.
Die Schiedsrichter
Insgesamt leitet Urs Schnyder das Spiel gut und zeigt die Karten zum richtigen Zeitpunkt. Nur einmal gibt er Dylan Bronn keine zweite Verwarnung für ein hartes Tackling, wenige Sekunden nachdem er die erste Gelbe Karte erhalten hat.
Die Fans
2238 Zuschauer sind im Cornaredo anwesend. Eine enttäuschende Zahl für ein Super-League-Spiel, zumal die Temperaturen im Tessin durchaus angenehm sind. Diejenigen, die sich auf den Weg nach Lugano gemacht haben, bereuen es sicherlich nicht.
So gehts weiter
In der Super League steht nun eine englische Woche an – allerdings nicht für Servette: Das ursprünglich für den Mittwoch geplante Léman-Derby gegen Lausanne ist in den Januar verschoben worden. Die Genfer werden somit am kommenden Samstag wieder im Einsatz stehen, wenn sie um 20.30 Uhr zum FC Basel reisen. Lugano muss dagegen bereits am Mittwoch wieder ran, die Tessiner spielen dann um 20.30 Uhr auswärts beim FC Zürich.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 20 | 18 | 43 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 20 | 8 | 36 | |
4 | FC Basel | 20 | 8 | 33 | |
5 | FC Sion | 20 | 6 | 31 | |
6 | BSC Young Boys | 20 | -2 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 20 | 3 | 27 | |
8 | FC Zürich | 20 | -7 | 25 | |
9 | FC Luzern | 20 | -3 | 21 | |
10 | Servette FC | 20 | -7 | 21 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 20 | -11 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 19 | -29 | 10 |






