Das Spiel
Gleich auf sechs Positionen verändert Lausanne-Trainer Peter Zeidler seine Startelf im Vergleich zur Conference-League-Partie am Donnerstag – auch Captain Custodio und Toptorschütze Bair sitzen zu Beginn nur auf der Bank. Und die neuformierte Mannschaft der Waadtländer wird gleich kalt geduscht und liegt gegen Sion bereits nach wenigen Minuten mit 0:2 hinten. Doch das Heimteam sollte viel Moral beweisen und nochmals zurückkommen. Am Ende geht das Romand-Derby 2:2 aus.
Schon wenige Minuten nach dem zweiten Gegentor erzielen die Waadtländer vor den Augen von Nati-Trainer Murat Yakin den Anschlusstreffer. Und nach etwas über einer halben Stunde trifft der erst 18-Jährige Kana-Biyik mit seinem ersten Super-League-Tor zum Ausgleich. Dazwischen wird das vermeintliche 3:1 für Sion aufgrund einer hauchdünnen Abseitsposition aberkannt.
Im Anschluss beruhigt sich das Spielgeschehen, beide Teams schalten mehrere Gänge zurück. In einer nach dem Start-Furioso lange ereignisarmen zweiten Hälfte sorgen stattdessen die Fans im Stade de la Tuilière für Aufmerksamkeit. Weil die Sion-Anhänger im Gästeblock Pyros und Feuerwerk zünden, muss die Partie für mehrere Minuten unterbrochen werden.
Auch nach dieser Pause bleibt die Partie sehr zäh. Das Gefühl, dass einem der beiden Teams noch der Siegtreffer gelingen könnte, kommt zu keinem Zeitpunkt wirklich auf. Dass es in der gesamten zweiten Halbzeit nur zu einem einzigen Torschuss kommt, ist bezeichnend.
Die Tore
7. Minute, Rilind Nivokazi, 0:1. Chouaref lanciert auf der linken Seite Hefti, der den Ball in die Mitte legt. Dort steht Nivokazi völlig frei und muss nur noch einschieben.
11. Minute, Théo Berdayes, 0:2. Was für ein kurioser Treffer! Hefti flankt nach einer kurz ausgeführten Ecke in den Strafraum, wo Berdayes den Ball eher mit dem Gesicht als mit der Stirn ins Tor befördert.
20. Minute, Sékou Fofana, 1:2. Fofana kommt im rechten Halbfeld an den Ball und flankt in den Strafraum. Seine Hereingabe wird länger und länger und fällt, ohne dass ein Spieler den Ball noch berührt, ins Tor.
33. Minute, Enzo Kana-Biyik, 2:2. Mollet wird mit einem langen Ball in die Tiefe geschickt und legt zu Kana-Biyik rüber. Die ManUtd-Leihgabe hat leichtes Spiel und schiebt zum Ausgleich ein.
Die Stimmen (gegenüber Blue)
Peter Zeidler (Lausanne-Trainer): «Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber heute war nicht viel mehr möglich. Nach dem Start war es eine grosse mentale Leistung, so zurückzukommen. Wir haben natürlich nicht gut verteidigt – teilweise taktisch bedingt, aber auch physisch. Jetzt hat jeder den Beweis, dass Europa anstrengend ist. Die Spieler, die viel gespielt hatten, waren natürlich am Limit, das hat man gesehen.»
Nias Hefti (Sion): «Nach diesem 2:0-Vorsprung müssen wir souveräner sein. Ich hatte das Gefühl, dass Lausanne aus dem Nichts zu zwei Toren kam und das darf uns nicht passieren. Auch wenn es okay ist, auswärts einen Punkt zu holen.»
Der Beste
Nias Hefti. Zwei entscheidende Pässe in elf Minuten, das ist für einen Linksverteidiger keine Selbstverständlichkeit. Auch defensiv zeigt er eine starke Partie.
Der Schlechteste
Gaoussou Diakité. Er ist nicht in Bestform, das sieht man. Ein paar schöne Einfälle, aber insgesamt unzureichend. Letztendlich muss er verletzt vom Platz.
Das gab zu reden
Vier Torschüsse, vier Tore! Ist das ein Rekord in der Super League? Diese erstaunliche Statistik hält bis zur 76. Minute. Der fünfte Torschuss gelingt Lausanne und ist der erste, der nicht im Netz landet.
Die Schiris
Nico Gianforte und sein Team geben das 3:1 für Sion, bevor es vom VAR wegen einer Millimeter-Abseitsstellung von Ilyas Chouaref zurückgenommen wird. Ansonsten gibt es nichts zu beanstanden. Das Schiedsrichterteam macht ein sehr gutes Spiel.
Die Fans
Drei Tage nachdem Lausanne in der Conference League fast 10'000 Zuschauer angezogen hat, kommen am Sonntag 8327 Zuschauer, darunter viele Walliser. Nach einer Stunde Spielzeit bieten die Fans des FC Sion dem Publikum ein Feuerwerk mit Rauchbomben und Raketen. Das Spiel wird kurz unterbrochen.
So gehts weiter
Aufgrund der Länderspielpause stehen beide Teams erst in zwei Wochen wieder im Einsatz. Lausanne ist am 23. November in St. Gallen zu Gast. Sion empfängt am gleichen Tag den FCZ.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 20 | 18 | 43 | |
2 | FC Lugano | 21 | 11 | 39 | |
3 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
4 | FC Basel | 20 | 8 | 33 | |
5 | FC Sion 0:0 | 21 | 6 | 32 | |
6 | BSC Young Boys | 20 | -2 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 21 | 3 | 28 | |
8 | FC Zürich | 20 | -7 | 25 | |
9 | FC Luzern 0:0 | 21 | -3 | 22 | |
10 | Servette FC | 20 | -7 | 21 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 21 | -11 | 18 | |
12 | FC Winterthur | 20 | -32 | 10 |






