59 Paraden hat Stefanos Kapino in dieser Saison bislang gezeigt – die mit Abstand meisten in der Super League. Und der Winterthur-Goalie steht auch gegen YB gleich im Fokus. Er verhindert gegen Virginius (2.), Bedia (3.) und wieder Virginius (5.) gleich dreimal in extremis den Rückstand. Kurz darauf kann aber auch er nichts mehr ausrichten. Hadjam belohnt die Berner für eine starke Startphase mit dem Führungstreffer.
Es ist ein Wirkungstreffer, von dem sich das Tabellenschlusslicht nicht erholen kann. Ab da sind die Schleusen bei Winti offen, am Ende kassiert Patrick Rahmen bei seiner Rückkehr ins Wankdorf eine deutliche 0:5-Klatsche. Die Berner feiern damit im vierten Anlauf den ersten Sieg gegen Winterthur in diesem Kalenderjahr.
Nach dem frühen 1:0 lässt YB den Fuss gleich auf dem Gas. Hadjam (16.) und Virginius (18.) verpassen den zweiten Treffer noch, Bedia macht es wenig später besser. Sanches mit seinem Premierentreffer in gelb-schwarz und Fassnacht entscheiden das Spiel noch vor der Pause. Und ohne Kapino könnte die Führung zur Halbzeit auch noch höher ausfallen.
Und die Winterthurer? Die zeigen nicht nur defensiv, sondern auch offensiv eine schwache Partie. Daran ändert auch der Doppelwechsel nach rund einer halben Stunde nichts. Ganze 61 Minuten sind im Wankdorf gespielt, als der erste Schuss in Richtung YB-Tor fliegt. Eine Parade von Marvin Keller? Braucht es nicht. Immerhin: Der FCW muss den Bernern nach dem Seitenwechsel nur noch einen Treffer zugestehen.
8. Minute, Jaouen Hadjam, 1:0. Sanches bringt eine Ecke zur Mitte, wo Gigovic mit dem Kopf ablegt. Hadjam haut den Ball per Halbvolley in die Maschen.
21. Minute, Chris Bedia, 2:0. Benito lanciert Hadjam mit einem schönen Pass in die Tiefe. Der Algerier umkurvt Kapino, legt sich den Ball dabei etwas zu weit vor, doch Bedia steht goldrichtig und schiebt ein.
28. Minute, Alvyn Sanches, 3:0. Hadjam lanciert auf der linken Seite Virginius, der den Ball in die Mitte zu Sanches legt. Sein Abschluss ist zwar nicht sehr präzise, Kapino kann den Einschlag aber nicht mehr verhindern.
29. Minute, Christian Fassnacht, 4:0. Auch am vierten Treffer ist Hadjam beteiligt. Er schlägt aus dem linken Halbfeld eine Flanke. Fassnacht nimmt den Ball mit seinem schwächeren linken Fuss direkt ab und lässt Kapino keine Chance.
75. Minute, Christian Fassnacht, 5:0. Pech lanciert auf der rechten Seite Cordova. Dessen Hereingabe ist noch abgefälscht, gelangt aber trotzdem zu Fassnacht. Dieser schiebt den Ball links unten ins Tor und markiert den Doppelpack.
Stefanos Kapino (Winterthur-Goalie): «Es waren nicht nur die vier Gegentore in der ersten Halbzeit. Sie hätten fünf, sechs Tore mehr schiessen können. Für mich ist das ein peinliches Spiel. Mit solch einer Leistung respektieren wir weder den Verein, noch uns selbst. Die Fans sind ins Stadion gekommen, um uns bei eiskalten Temperaturen zu unterstützen und wir haben wieder scheisse gespielt. Es ist sehr enttäuschend. Wir müssen verstehen, dass wir professionellen Fussball spielen.»
Loris Benito (YB-Captain): «Es war nach langer Zeit mal wieder eine erste Hälfte, in der sehr viel funktioniert hat. Wir hatten hervorragende Ballstafetten, es hat wirklich alles geklappt. Dass nach so einer ersten Halbzeit dann etwas Genügsamkeit reinkommt, ist verständlich. Es war in der zweiten Halbzeit schwieriger, als man denkt. Aber als Verteidiger zu Null zu spielen, ist sehr wichtig.»
Patrick Rahmen (Winterthur-Trainer): «Heute waren wir wie blockiert auf dem Feld. Wir müssen jetzt zusammenstehen, das ist eine schwierige Situation. Das nächste Spiel geht wieder bei 0:0 los, dann müssen wir eine Reaktion zeigen.»
Alain Virginius. In der Startphase gelingt dem Franzosen alles. Dribblings. Assists. Nur das Tor fehlt.
Silvan Sidler. Was für ein Albtraumabend für den Rechtsverteidiger, der noch und noch durch den Kakao gezogen wird.
Alvyn Sanches darf erstmals in der Super League von Beginn weg ran. Es ist ein starkes Debüt. Allerdings spürt man: Der Junge kann mehr. Viel mehr.
Kein Probleme für Lionel Tschudi und seine Crew. Dazu ist das Spiel zu einseitig.
24’942 trotzen der Eiseskälte – es ist minus fünf Grad an diesem Samstagabend. Und sie machen Stimmung. Auch die Winti-Fans. Schliesslich hilft Aktivsein gegen Einfrieren …
YB spielt am Donnerstag (18.45 Uhr) in der Europa League auswärts gegen Aston Villa. Am Sonntag (14 Uhr) sind die Berner dann bei Servette zu Gast. Winterthur trifft am Samstag (20.30 Uhr) auswärts auf Luzern.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 19 | 16 | 40 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 19 | 5 | 33 | |
4 | FC Basel | 19 | 8 | 32 | |
5 | BSC Young Boys | 19 | 0 | 29 | |
6 | FC Sion | 18 | 4 | 27 | |
7 | FC Zürich | 19 | -7 | 24 | |
8 | FC Luzern | 19 | 0 | 21 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 18 | 0 | 21 | |
10 | Servette FC | 18 | -6 | 20 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 19 | -9 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 18 | -27 | 10 |






