Das Spiel
YB rückt der Super-League-Spitze auf die Pelle, Luzern schlittert tiefer in den Abstiegskampf – doch so klar, wie das 2:0-Schlussresultat suggerieren würde, verläuft das Spiel nicht.
Denn in der Startphase macht Luzern mit seinem guten Umschaltspiel den besseren Eindruck, hat nach einem Di-Giusto-Freistoss die beste Chance der Partie. Doch dann schlägt Fassnacht fast wie ein Phantom zu, ist er bis zu diesem Zeitpunkt doch kaum zu sehen, und auch seine Gegenspieler sehen ihn vor dem wegweisenden 1:0 kaum, bevor er aus deren Rücken prescht und für die schmeichelhafte YB-Führung sorgt.
Nach der Pause kommt YB verbessert raus – und Coach Seoane beweist sein goldenes Händchen: Joker Males trifft sehenswert per Volley und sorgt für die Vorentscheidung. Zwar dreht Luzern in der Schlussphase nochmals auf, erspielt sich mehrere Topchancen und hat ein aberkanntes Offside-Tor durch Owusu (75.) vorzuweisen. Zu Punkten reicht das aber nicht mehr.
Die Tore
20. Minute, Christian Fassnacht, 1:0. Ein flaches Zuspiel von Lauper findet nach einem Stockfehler von Ottiger den Weg eher zufällig in die Tiefe. Bedias flache Flanke rutscht ebenfalls durch mehrere Bein durch, sodass sie zentral vor dem Tor bei Fassnacht landet, der gedankenschnell reagiert und den Ball über die Linie spitzelt.
58. Minute, Darian Males, 2:0. Erst lässt Fassnacht auf unfassbare Weise eine Doppelchance liegen. Dann geht nach einer butterweichen Flanke von Sanches der eingewechselte Males vergessen. Er nutzt den Platz für einen sehenswerten Volley hoch ins nahe Eck.
Der Beste
Wieder ein Traumtor von Darian Males. Wie schon gegen Lille. Volley am hinteren Pfosten (fast) ins Kreuz. Und trotz des Innenristes mit sehr viel Schmackes. Wunderschön!
Der Schlechteste
Auch wenn er zweimal unglaublich gegen Fassnacht rettet – Severin Ottiger stellt sich bei beiden Toren halt schon maximal unglücklich an.
Die Stimmen
Das gab zu reden
Mal was abseits des unmittelbaren Spiels: Bei Luzern stehen gleich fünf Spieler mit kurzen Ärmeln in der Startelf. Bei YB? Null! Den harten Kerl rauszuhängen, bringt halt keine Punkte.
Die Schiris
Schiedsrichterin ist Desirée Bianco. Sie macht einen prima Job. Eigentlich kann man keinen Fehlpfiff detektieren. Und VAR Michèle Schmölzer ist auch hellwach, spürt das Offside von Spadanuda vor dem vermeintlichen FCL-Anschlusstreffer des FCL auf.
Die Fans
28’607 Fans sind im Wankdorf. Stark bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Und die beiden Fanlager halten sich mit Klatschen, Singen und Fahnenschwingen warm. Schön.
So gehts weiter
Zum Jahresabschluss steht in der Super League eine englische Woche an. Auf YB wartet am Mittwoch das Heimspiel gegen GC (20.30 Uhr), am Sonntag gehts auswärts gegen Lugano (16.30 Uhr). Luzern empfängt am Mittwoch noch Meister Basel (20.30 Uhr) und reist am Sonntag nach Lausanne (14 Uhr).
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 20 | 18 | 43 | |
2 | FC Lugano | 21 | 11 | 39 | |
3 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
4 | FC Basel | 20 | 8 | 33 | |
5 | FC Sion | 21 | 6 | 32 | |
6 | BSC Young Boys | 20 | -2 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 21 | 3 | 28 | |
8 | FC Zürich | 20 | -7 | 25 | |
9 | FC Luzern | 21 | -3 | 22 | |
10 | Servette FC | 20 | -7 | 21 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 21 | -11 | 18 | |
12 | FC Winterthur | 20 | -32 | 10 |






