Ehrgeiz hat er. Und gegen Ruhm hat er auch nichts. Musah Nuhus wichtigste Triebfeder als Profifussballer ist aber eine andere. «Meine Profikarriere bestreite ich vor allem, damit ich meiner Familie finanziell helfen kann. Ich will, dass es ihr gut geht.» Zwölf Geschwister hat Musah Nuhu, sechs sind Halbgeschwister. «Aber wir sind alle eng miteinander verbunden.» Aufgewachsen sind sie in Kumasi (Ghana), wo die Familie noch heute lebt.
Musah Nuhu verdient sein Geld seit letztem Sommer in St. Gallen, vorerst mit einem Vertrag bis Saisonende. Seither muss er stets erklären, dass er mit vielen Nuhus verwandt ist, nicht aber mit dem hierzulande berühmtesten: Kassim Nuhu, der bis im Sommer bei YB glänzte und inzwischen bei Hoffenheim spielt. Espen-Nuhu: «Wir kennen uns zwar nicht, aber ich habe viele Youtube-Filme von ihm gesehen. Darum weiss ich, warum er in der Bundesliga spielt. Ich hoffe, ich kann mal in seine Fussstapfen treten.»
Er meint: in eine grosse Liga wechseln.
«Die Schweiz ist ein Top-Sprungbrett»
Er selbst kam im Sommer auf Vermittlung von Kumpel Majeed Ashimeru nach St. Gallen. Mit ihm, seinem «Bruder», spielte er in Ghana in der Red-Bull-Akademie. Nach Spanien hätte er gehen können, erzählt Nuhu, oder nach Tunesien und Frankreich. «Aber die Schweiz ist ein Top-Sprungbrett. Hier kann ich mich entwickeln. Und wenn ich’s hier zum Stammspieler bringe, traue ich es mir überall zu.»
Nuhu 1,95 m gross und gelernter Innenverteidiger, spielte im Herbst in der U21. In der Winter-Vorbereitung stach er hervor – auch im Test gegen den Hamburger SV, den die Espen 3:0 gewannen. Nuhu spielte auf der Sechs und gewann jeden Zweikampf. Die Verantwortlichen des deutschen Grossklubs erkundigten sich sogleich nach Nuhu: «Wo kommt denn Eure 33 her?»
In der Rückrunde begann er immer auf der Sechs, obschon er sagt: «Ich spielte gerne im Mittelfeld, aber meine Lieblingsposition ist in der Abwehr.» Sein Idol ist übrigens Sergio Ramos. «Das heisst aber nicht, dass ich so böse sein will wie er», sagt Nuhu und lacht. Nuhu böse? Kann sich schwer vorstellen, wer ihn erlebt.
Im Sommer wohl zurück nach Salzburg
Angst, ihn sofort zu verlieren, müssen die St. Galler nicht haben. Nuhu ragt als Zweikämpfer und Ballerobrerer heraus – sein Passspiel ist verbesserungswürdig. «Im Spiel nach vorne muss ich besser werden. Ich will mehr Einfluss auf die Offensive. Bislang war das nie mein Job.»
Mit Kumpel Ashimeru teilt er sich eine WG. «Und ich bin der bessere Koch», sagt Nuhu. Seine Leibspeise? Fufu, ein Brei aus Maniok und Kochbananen. Dafür ist Ashimeru sportilch weiter – und im Sommer wohl zurück in Salzburg. «Daran denke ich nicht. Und sonst flehe ich ihn an,
hier zu bleiben.» Nuhu meints nur halb als Spass.
Dennoch ist ihm zuzutrauen, sich auch ohne seinen Kumpel in durchzusetzen.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 30 | 23 | 55 | |
3 | FC Lugano | 30 | 10 | 50 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
9 | Servette FC | 30 | -8 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |