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FCSG-Entdeckung Musah Nuhu
«Ich bin Profi, um meiner Familie zu helfen»

Musah Nuhu gilt als St. Galler Entdeckung des Jahres. Selbst dem HSV imponierte er. Mit Ex-Young-Boy Kassim ist er nicht verwandt. Ein Vorbild ist der dennoch. Verfolgen Sie das Spiel Sion – St. Gallen live ab 19 Uhr bei BLICK!
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Espen-Kicker Musah Nuhu fiel dem HSV im Testspiel auf.
Foto: Benjamin Soland
Michael Schifferle

Ehrgeiz hat er. Und gegen Ruhm hat er auch nichts. Musah Nuhus wichtigste Triebfeder als Profifussballer ist aber eine andere. «Meine Profikarriere bestreite ich vor allem, damit ich meiner Familie finanziell helfen kann. Ich will, dass es ihr gut geht.» Zwölf Geschwister hat Musah Nuhu, sechs sind Halbgeschwister. «Aber wir sind alle eng miteinander verbunden.» Aufgewachsen sind sie in Kumasi (Ghana), wo die Familie noch heute lebt.

Musah Nuhu verdient sein Geld seit letztem Sommer in St. Gallen, vorerst mit einem Vertrag bis Saisonende. Seither muss er stets erklären, dass er mit vielen Nuhus verwandt ist, nicht aber mit dem hierzulande berühmtesten: Kassim Nuhu, der bis im Sommer bei YB glänzte und inzwischen bei Hoffenheim spielt. Espen-Nuhu: «Wir kennen uns zwar nicht, aber ich habe viele Youtube-Filme von ihm gesehen. Darum weiss ich, warum er in der Bundesliga spielt. Ich hoffe, ich kann mal in seine Fussstapfen treten.»

Er meint: in eine grosse Liga wechseln.

«Die Schweiz ist ein Top-Sprungbrett»

Er selbst kam im Sommer auf Vermittlung von Kumpel Majeed Ashimeru nach St. Gallen. Mit ihm, seinem «Bruder», spielte er in Ghana in der Red-Bull-Akademie. Nach Spanien hätte er gehen können, erzählt Nuhu, oder nach Tunesien und Frankreich. «Aber die Schweiz ist ein Top-Sprungbrett. Hier kann ich mich entwickeln. Und wenn ich’s hier zum Stammspieler bringe, traue ich es mir überall zu.»

Nuhu 1,95 m gross und gelernter Innenverteidiger, spielte im Herbst in der U21. In der Winter-Vorbereitung stach er hervor – auch im Test gegen den Hamburger SV, den die Espen 3:0 gewannen. Nuhu spielte auf der Sechs und gewann jeden Zweikampf. Die Verantwortlichen des deutschen Grossklubs erkundigten sich sogleich nach Nuhu: «Wo kommt denn Eure 33 her?»

In der Rückrunde begann er immer auf der Sechs, obschon er sagt: «Ich spielte gerne im Mittelfeld, aber meine Lieblingsposition ist in der Abwehr.» Sein Idol ist übrigens Sergio Ramos. «Das heisst aber nicht, dass ich so böse sein will wie er», sagt Nuhu und lacht. Nuhu böse? Kann sich schwer vor­stellen, wer ihn erlebt.

Im Sommer wohl zurück nach Salzburg

Angst, ihn sofort zu verlieren, müssen die St. Galler nicht haben. Nuhu ragt als Zweikämpfer und Ballerobrerer heraus – sein Passspiel ist verbesserungswürdig. «Im Spiel nach vorne muss ich besser werden. Ich will mehr Einfluss auf die Offensive. Bislang war das nie mein Job.»

Mit Kumpel Ashimeru teilt er sich eine WG. «Und ich bin der bessere Koch», sagt Nuhu. Seine Leibspeise? Fufu, ein Brei aus Maniok und Kochbananen. Dafür ist Ashimeru sportilch weiter – und im Sommer wohl zurück in Salzburg. «Daran denke ich nicht. Und sonst flehe ich ihn an,
hier zu bleiben.» Nuhu meints nur halb als Spass.

Dennoch ist ihm zuzutrauen, sich auch ohne seinen Kumpel in durchzusetzen.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
20
8
36
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
FC Sion
FC Sion
19
6
30
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
20
-2
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
3
27
8
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
9
FC Luzern
FC Luzern
20
-3
21
10
Servette FC
Servette FC
19
-7
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde

Kasami glänzt mit Doppelpack
Sion verspielt zweimalige Führung gegen St. Gallen

Ein offensives Duell endet mit einem gerechten 2:2. Die Gäste aus der Ostschweiz reagieren zweimal auf einen Führungstreffer von Pajtim Kasami.
Kasami verwandelt eine Ecke direkt!
2:03
Bei torreichem Remis:Kasami verwandelt eine Ecke direkt!
Michael Schifferle und Jonas Lang

Das Spiel: Wenn sich der FC St. Gallen und der FC Sion treffen, ist eines garantiert: Tore! Das ist auch am Samstagabend im Tourbillon nicht anders. Die Gastgeber stellen die Espen-Verteidigung immer wieder vor Probleme, allen voran Captain Hefti hat seine Mühe mit dem Pressing der Yakin-Truppe. Gleich zweimal lässt er sich den Ball abknöpfen und leitet so einen Konter für den Gegner ein. Zweimal scheitern die Sittener aber vor dem Kasten, zweimal müssten sie das Spiel entscheiden. Am Schluss fehlt den Sittener dieser Treffer zum Sieg. Der Doppelpack von Kasami reicht nicht, sich im Mittelfeld von St. Gallen zu lösen. Das Remis im Duell um die europäischen Plätze endet verdient mit einem Unentschieden. Nur bringt das weder die Ostschweizer, noch die Walliser weiter. So bleibt auch die Tabellensituation gleich: St. Gallen auf Platz 5, Sion auf Platz 6.

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Torschütze zum erstmaligen Ausgleich: Vincent Sierro verwandelt einen Foul-Elfmeter. Der gebürtige Sittener hält entschuldigend die Hände in die Luft.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Die Tore:
1:0 | 24. Minute | Pajtim Kasami | Mit viel Effet zieht Kasami die erste Sion-Ecke auf den Kasten von Stojanovic. Und prompt zappelt der Ball im Netz! Nur hat auch Espen-Verteidiger Nuhu noch seinen Kopf im Spiel. Der Ghanaer lenkt die Flanke über den eigenen Keeper. Trotzdem müsste Stojanovic hier besser reagieren.

1:1 | 36. Minute | Vincent Sierro | Kutesa kommt mit Tempo über rechts und wird von Abdellaoui im Strafraum gefällt. Dumme Aktion! Der Walliser Sierro schnappt sich das Leder und versenkt eiskalt unten links. Fickentscher bleibt chancenlos.

2:1 | 55. Minute | Pajtim Kasami | Lenjani erobert den Ball im Mittelkreis und zieht in Richtung St. Gallen-Tor los. Dicht verfolgt von Espen-Captain Hefti, dieser wird aber mit einem Haken vernascht. Kasami erbt das Leder und lässt Stojanovic keine Chance. Doppelpack für den U17-Weltmeister von 2009.

2:2 | 64. Minute | Axel Bakayoko | St. Gallen kommt mit Kutesa über links. Der Genfer zirkelt das Spielgerät mit einer Musterflanke auf den langen Pfosten. Bakayoko beweist einmal mehr seinen Torriecher und schiebt den Ball an Fickentscher vorbei.

Der Beste: Pajtim Kasami. Rastlos, kraftvoll, torreich.

Der Schlechteste: Dejan Stojanovic. Nuhu hin oder her: Wer als Goalie eine direkte Ecke fängt, trägt die Hauptschuld am Gegentor.

Das gab zu reden: In Sion redet alles vom Cup-Viertelfinal gegen den FC Basel am Mittwoch. Restultatmässig ist sie nur halb geglückt. Spielerisch wars mehrheitlich gut, was die Sittener boten.

So gehts weiter: Für Sion gehts bereits am Mittwoch im Viertelfinal des Schweizer Cups weiter. Dort wartet der FC Basel. In der Meisterschaft reisen die Walliser am nächsten Samstag nach Bern zu Meister YB. St. Gallen empfängt am Sonntag, 3. März, Neuchatel Xamax. 

*****************

Sion – St. Gallen 2:2 (1:1)
Tourbillon, 7000 Fans, SR: San (4)

Tore: 24. Kasami 1:0. 38. Sierro (Foulpenalty) 1:1. 55. Kasami (Lenjani) 2:1. 64. Bakayoko (Kutesa) 2:2.

Bemerkungen: Sion ohne Mitrjuschkin, Carlitos, Baltazar, Berchtold, Raphael, Kukeli, Neitzke (alle verletzt). St. Gallen ohne Wiss, Itten, Barnetta (alle verletzt), Ashimeru (gesperrt).

Aufstellungen: Sion: Fickentscher; Kouassi, Ndoye, Bamert; Morgado, Toma, Grgic, Abdellaoui; Kasami; Lenjani, Djitté.

St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger, Hefti, Stergiou, Wittwer; Sierro, Nuhu, Quintilla; Bakayoko, Guillemenot, Tafer.

Einwechslungen:
Sion: Adryan (67. für Grgic). Maceiras (74. für Abedellaoui). Fortune (77. für Djitté).
St. Gallen: Kutesa (5; 33. für Nuhu). Muheim (79. für Guillemenot).

Gelbe Karte: 17. Nuhu (Foul). 67. Abdellaoui (Foul). 76. Lüchinger (Foul). 81. Kouassi (Foul).

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
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FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
20
8
36
4
FC Basel
FC Basel
19
8
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5
FC Sion
FC Sion
19
6
30
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
20
-2
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
3
27
8
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
9
FC Luzern
FC Luzern
20
-3
21
10
Servette FC
Servette FC
19
-7
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Brack Super League 25/26
Mannschaft
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TD
PT
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FC Thun
FC Thun
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FC St. Gallen
FC St. Gallen
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3
FC Lugano
FC Lugano
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FC Basel
FC Basel
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FC Sion
FC Sion
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6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
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FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
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8
FC Zürich
FC Zürich
19
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FC Luzern
FC Luzern
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10
Servette FC
Servette FC
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Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
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12
FC Winterthur
FC Winterthur
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