«Wenn man als Goalie drei Tore kassiert, ist das nicht gut»
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Huber über sein FCZ-Debüt:«Als Goalie drei Tore zu kassieren, ist das nicht gut»

«Silas hat ein Statement gesetzt»
FCZ-Goalie Huber ist gekommen, um zu bleiben

Der FC Zürich hat einen neuen Goalie. Und Silas Huber ist gekommen, um zu bleiben. Auch wenn Trainer Dennis Hediger dies nicht explizit sagt, deuten alle Indizien darauf hin.
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Der degradierte Yanick Brecher muss nun auf der Bank gute Miene zu bösem Spiel machen.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

  • Silas Huber ersetzt Yanick Brecher als Torhüter Nummer eins beim FC Zürich
  • Trainer Hediger betont Konkurrenzkampf und neue Dynamik im Torwart-Team
  • Brecher wird trotz 319 Super-League-Spielen degradiert, Huber ist U21-Nati-Goalie
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Alain KunzReporter Fussball

Natürlich. Wenn solch eine einschneidende Änderung im Mannschaftsgefüge vorgenommen und eine Klublegende rasiert wird, sagt niemand, der sei eine Null. Deshalb sei er draussen. Das ist auch im Fall Yanick Brecher (32) und Silas Huber (20) so. «Es war weniger ein Auf-die-Bank-Setzen von Yanick als ein Silas Eine-Chance-Geben» so Trainer Dennis Hediger. «Yanick ist nicht in bester Form. Also kamen wir zum Schluss, dass dieses Spiel das beste ist. Denn Silas ist bereit!»

Kamberi: «Silas soll nicht viel überlegen»

Das sagte der Berner vor dem Spiel gegen die Berner. Und was danach? «Eindrücklich, wie Silas funktioniert hat und wie ruhig er war. Er hat viel Sicherheit ausgestrahlt. Auch wenn er ob der drei Gegentore nicht ganz happy ist. Aber es war sehr positiv.» Auch der neue Captain Lindrit Kamberi ist voll des Lobes für seinen neuen Keeper: «Ich gratuliere ihm ganz herzlich. Er hat ein solides Spiel gemacht. Es wird sicher wehtun, drei Tore erhalten zu haben. Aber er soll sich nicht viel überlegen. Er hat die volle Unterstützung von allen. Weiter so!»

Es soll ein Konkurrenzkampf sein

Doch büscheln wir die ganze Situation ein bisschen. Der FC Zürich hat aktuell drei Goalies im Kader: Klublegende Brecher, 319 Super-League-Spiele für den FCZ. Eigentlich mit 32 im perfekten Goalie-Alter. Dann die beiden Jungen, also Huber, der aktuelle U21-Nati-Goalie. Junior beim FC Entfelden, von 2015 bis 2023 beim FC Aarau, seither beim FCZ. Und den Perspektivteenie, Jewgen Morosow (18), Ukrainer, in Kiew geboren und beim FC Arsenal Kiew grossgeworden. Wie sieht Hediger die Situation? «Es soll ein Konkurrenzkampf sein. Sie sollen sich pushen. Deshalb haben wir auch eine Veränderung auf der Goalietrainer-Position vorgenommen. Das wird beiden Goalies guttun, damit sie neuen Schwung erhalten. Aber Silas hat sich sicher in eine gute Position bringen können mit dieser Leistung.»

«Tut gut, endlich wieder einmal zu Null zu spielen»
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Fassnacht nach Sieg:«Tut gut, endlich wieder einmal zu Null zu spielen»

Einen Tag nach Bekanntgabe von Brechers Degradierung lässt der FCZ nämlich verlauten, dass mit dem Franzosen Michaël Bauch vom FC Basel ein neuer Goalietrainer kommt. Er ersetzt Dean Santangelo, der zweieinhalb Jahre für die Keeper der ersten Mannschaft verantwortlich gewesen war.

Gegen Basel spielt Huber ...

Wer gegen Basel, im Klassiker, im Tor stehen wird, mag Hediger nicht preisgeben. Nicht explizit zumindest. Durch die Blume hat er es längst getan. «Das wollen wir nicht an diesem Abend entscheiden. Ich lege mich auf den anderen Positionen ja auch noch nicht jetzt fest, wer spielt. Aber Silas hat sicher ein Statement gesetzt. Jetzt kommt neuer Schwung in die Situation mit den Goalies, auch für Yanick. Die sollen sich gegenseitig pushen. Yanick ist bereit, das klar anzunehmen. Er hat sich überragend verhalten. Er wird sich auch nochmals verbessern. Das ist in seinem Alter möglich. Wir wollen beide weiterentwickeln.»

Man wolle Silas nicht bestrafen, wenn er performt, fügt Hediger an. Und wie ist das mit der Nummer eins? «Auch darauf werden wir uns nicht an diesem Abend festlegen», so Hediger. «Es war ein Auftritt, der ihn in eine starke Position bringt. Diese hat er gestärkt», sagt Hediger.

… und Huber wird auch die neue Nummer eins

Okay, also alles klar: Huber, der als eines der grösten Goalie-Talente des Landes gilt, wird die Nummer eins. Und als solche spielt er auch gegen den FC Basel. Aber Brecher soll man nicht abschreiben. Der sonntägliche Gegner YB hat das mit Anthony Racioppi auch einst gemacht, ihn als Nummer eins zu deklarieren, um nach ein paar Böcken doch wieder David von Ballmoos zum Stammgoalie zu machen.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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